Messerschmitt, J. B.: Resultate neuerer Kimmtiefenbeobachtungen. 167
und in Augeshöhe gemessen wird; letztere, um gegebenenfalls die zweite Tabelle
anwenden zu können. Auf die Messung der Temperaturen ist dabei besondere
Sorgfalt zu verwenden.
Kimmtiefen-Tafeln.
Auges-
höhe
4m
5
5,
|
8
9
CO
97
4A
16 _
Unterschied: Lufttemperatur am Wasser minus Wassertemperatur
+89 | 47° | +6° |+5°' +49 +3°1+2°1+1°1 0
—1°
99,
—89 | —4° | — 59° | —6°
“A
1/2
2
2
3
3
31/9
11/2
>
21/9 |
Zn
21/5
11a
a
21/2
31
“1%
21/9
Er:
21%
21/2
»
A
a1 Ja
31/2
11/5
AA!
2
31/2
31%
31/9
A
Al
A
6
61/-
-
31 [ol
Me
5
1/2
31/-
7
4‘
41/2
5
5
51/2
6
3
61/2
7
71/9
41%’
5
5
51/2
6
61/2
6l/
7
Ta
R
5'
d
51/2
6
61h
61/2
7
71%
3
81/9
5%
51/2
6
Sin
61/2
7
7
3
8
81/a
51/9’
6
61/2
61/9
7
71/2
71/2
8
81/2
q
G'
61/2
61/2
7
71)
712
8
81/2
9
91/0
31/2
4A
41/5
4
51/2
51/-
B
& 2
5 /
51%
BEN
Ic
4
41/5
{7
>
51 /o
5
5!’
A
4
Bei Windstärke ?—3 und mehr anzuwenden.
I.
Auges-
höhe
6m
V
10
DI
4,
18
Bei Windestille oder sehr flauer Briese.
Unterschied: Lufttemperatur in Augeshöhe
minus Lufttemperatur zunächst dem Wasser
FE
3!
3
4
Ä
a
}
2
>
D
Rn
Das Minuszeichen bedeutet, dafs die Kimm oberhalb des Augeshorizontes ist.
Im Auftrage der Direktion bearbeitet
von Dr. J. B. Messerschmitt.
Elektrische Tiefenthermometer.
Alle Quecksilber-Tiefenthermometer, mögen sie nun zu dem früher aus-
schliefslich gebrauchten Typ des Min. - Max. - Thermometers oder zu dem jetzt
in zwei bis drei Arten vorhandenen Typ des Umkehr- oder Kipp-Thermometers
gehören und vollkommen gegen den Wasserdruck geschützt sein, zeigen so viele,
unter ungünstigen Umständen kaum je vermeidbare Mängel, dafs Versuche, auf
elektrischem Wege indirekt die Wärmeverhältnisse der tieferen Wasserschichten
zu ermitteln, schon etwa seit vier Jahrzehnten gemacht worden sind, besonders
wohl auch aus dem Grunde, weil hierbei immer die Aussicht besteht, wenn die
Einrichtung überhaupt funktionirt, dann die Genauigkeit der Messungen um einen
ganz erheblichen Betrag steigern zu können. |
Von der Anschauung ausgehend, dafs es oft auch nützlich ist, Versuche,
die zu einem brauchbaren Ergebnifs nicht geführt haben, zu beschreiben, ver-
öffentlichen wir in Folgendem zunächst die’ auf der letzten deutschen Tiefsee-
Expedition gemachten Erfahrungen umsomehr, als die Leitung der bevor-
stehenden deutschen Südpolar-Expedition auch beabsichtigt, wenn möglich, irgend
einen elektrischen Apparat zur Messung von Tiefentemperaturen mitzunehmen.
An zweiter Stelle folgt dann die Beschreibung einer von Prof, M. Knudsen in
Kopenhagen neuerdings konstruirten Vorrichtung, der mit Wechselstrom und
Telephon Widerstandsmessungen und damit Temperaturmessungen erfolgreich,
allerdings nur bis zu verhältnilsmäfsig geringer Tiefe, ausgeführt hat.