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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Messerschmitt, J. B.: Resultate neuerer Kimmtiefenbeobachtungen. 167 
und in Augeshöhe gemessen wird; letztere, um gegebenenfalls die zweite Tabelle 
anwenden zu können. Auf die Messung der Temperaturen ist dabei besondere 
Sorgfalt zu verwenden. 
Kimmtiefen-Tafeln. 
Auges- 
höhe 
4m 
5 
5, 
| 
8 
9 
CO 
97 
4A 
16 _ 
Unterschied: Lufttemperatur am Wasser minus Wassertemperatur 
+89 | 47° | +6° |+5°' +49 +3°1+2°1+1°1 0 
—1° 
99, 
—89 | —4° | — 59° | —6° 
“A 
1/2 
2 
2 
3 
3 
31/9 
11/2 
> 
21/9 | 
Zn 
21/5 
11a 
a 
21/2 
31 
“1% 
21/9 
Er: 
21% 
21/2 
» 
A 
a1 Ja 
31/2 
11/5 
AA! 
2 
31/2 
31% 
31/9 
A 
Al 
A 
6 
61/- 
- 
31 [ol 
Me 
5 
1/2 
31/- 
7 
4‘ 
41/2 
5 
5 
51/2 
6 
3 
61/2 
7 
71/9 
41%’ 
5 
5 
51/2 
6 
61/2 
6l/ 
7 
Ta 
R 
5' 
d 
51/2 
6 
61h 
61/2 
7 
71% 
3 
81/9 
5% 
51/2 
6 
Sin 
61/2 
7 
7 
3 
8 
81/a 
51/9’ 
6 
61/2 
61/9 
7 
71/2 
71/2 
8 
81/2 
q 
G' 
61/2 
61/2 
7 
71) 
712 
8 
81/2 
9 
91/0 
31/2 
4A 
41/5 
4 
51/2 
51/- 
B 
& 2 
5 / 
51% 
BEN 
Ic 
4 
41/5 
{7 
> 
51 /o 
5 
5!’ 
A 
4 
Bei Windstärke ?—3 und mehr anzuwenden. 
I. 
Auges- 
höhe 
6m 
V 
10 
DI 
4, 
18 
Bei Windestille oder sehr flauer Briese. 
Unterschied: Lufttemperatur in Augeshöhe 
minus Lufttemperatur zunächst dem Wasser 
FE 
3! 
3 
4 
Ä 
a 
} 
2 
> 
D 
Rn 
Das Minuszeichen bedeutet, dafs die Kimm oberhalb des Augeshorizontes ist. 
Im Auftrage der Direktion bearbeitet 
von Dr. J. B. Messerschmitt. 
Elektrische Tiefenthermometer. 
Alle Quecksilber-Tiefenthermometer, mögen sie nun zu dem früher aus- 
schliefslich gebrauchten Typ des Min. - Max. - Thermometers oder zu dem jetzt 
in zwei bis drei Arten vorhandenen Typ des Umkehr- oder Kipp-Thermometers 
gehören und vollkommen gegen den Wasserdruck geschützt sein, zeigen so viele, 
unter ungünstigen Umständen kaum je vermeidbare Mängel, dafs Versuche, auf 
elektrischem Wege indirekt die Wärmeverhältnisse der tieferen Wasserschichten 
zu ermitteln, schon etwa seit vier Jahrzehnten gemacht worden sind, besonders 
wohl auch aus dem Grunde, weil hierbei immer die Aussicht besteht, wenn die 
Einrichtung überhaupt funktionirt, dann die Genauigkeit der Messungen um einen 
ganz erheblichen Betrag steigern zu können. | 
Von der Anschauung ausgehend, dafs es oft auch nützlich ist, Versuche, 
die zu einem brauchbaren Ergebnifs nicht geführt haben, zu beschreiben, ver- 
öffentlichen wir in Folgendem zunächst die’ auf der letzten deutschen Tiefsee- 
Expedition gemachten Erfahrungen umsomehr, als die Leitung der bevor- 
stehenden deutschen Südpolar-Expedition auch beabsichtigt, wenn möglich, irgend 
einen elektrischen Apparat zur Messung von Tiefentemperaturen mitzunehmen. 
An zweiter Stelle folgt dann die Beschreibung einer von Prof, M. Knudsen in 
Kopenhagen neuerdings konstruirten Vorrichtung, der mit Wechselstrom und 
Telephon Widerstandsmessungen und damit Temperaturmessungen erfolgreich, 
allerdings nur bis zu verhältnilsmäfsig geringer Tiefe, ausgeführt hat.
	        
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