Zur Küstenkunde der. Philippinen.
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in etwa rw. S68°W (mw. WSW) auf einen Ankerplatz auf 11 bis 15 m Wasser.
Wenn man sich etwas östlich von dieser Deckpeilung hält, bleibt man von. allen
Gefahren frei. Schiffe können auf.11 bis 15 m. Wasser über gut haltendem
Schlickgrunde ankern. Das V.St.-Kriegsschiff „General Alava“ ankerte zweimal
im Hafen und fand ohne Lootsen ein- und auslaufend 12,8 m geringste Wassertiefe:
Einen Lootsen kann man haben, jedoch sind seine Dienste nicht erforderlich.
Es empfiehlt sich, einen Warpanker mit Leine am Heck klar zu halten, um den
Bug in die Einfahrt drehen zu können, da der Raum dazu im Hafen beschränkt ist.
Handelsschiffe laufen den: Hafen häufig an. Als die „General Alava“ dort
war, nahm ein. Dampfer von etwa 1200 t Ladung.
Gubat ist: ein militärischer Posten. Wasser und Mundvorrath kann von
der Heeresverwaltung gekauft werden. Zwei ausgezeichnete Brücken dienen zum
Landen von Gütern aus Schiffsbooten. .
Buschär. ©)
Nach den Fragebogen des deutschen Konsuls in Buschär, 1898 und 1899, und den neuesten englischen
und österreichischen Quellen bearbeitet von A. Wedemeyver, Hülfsarbeiter der Scewarte.
Buschär,*) auch Buschehr, Buschire, Abu Schahr oder Abuschir genannt,
ist der wichtigste persische Hafenplatz am Persischen Golf. Er liegt in der
persischen Provinz Farsistan, etwa 120 Sm südöstlich. von der: gemeinsamen
Mündung des Euphrat und Tigris. Die Stadt ist auf der Nordhuk der gleich-
namigen Halbinsel am südlichen Theile einer etwa 5 Sm breiten und 11 Sm tiefen
Bucht erbaut, die durch eine flache Barre vom Golf getrennt und zu einer ge-
schützten Rhede für Schiffe von höchstens. 6 m "Tiefgang gemacht wird. Die
geographische Lage des Flaggenstockes bei dem englischen Residenzschlosse ist
28° 59,1‘ N-Br und 50° 50,0‘ O-Lg von Greenwich. . Die Mifsweisung betrug 1898
0° 10’ Ost. -
Landmarken. Die auffälligste Landmarke im Südosten von Buschär ist
der etwa 2000 m hohe, 22 Sm landeinwärts liegende Bergrücken: Kuh Kormüd;j,
der vom Golf aus in allen Richtungen bis auf 80 Sm Abstand sichtbar ist. Von
SW aus erscheint er als ein langer nach See zu gekrümmter Rücken, von WNW
aus jedoch als ein einzelner Berg mit einem schönen Gipfel und elliptischen Ab-
hängen auf der Nordseite, Etwa 20 Sm in SSO von Buschär erhebt. sich aus
der grofßsen Ebene, die das Hinterland von Buschär bildet, allmählich ansteigend,
ein 40 Sm langer, gekrümmter Gebirgszug mit dem aus zwei eng bei einander
liegenden Spitzen gebildeten Bu Riyal- (Eselsohren-) Gipfel. Dieser 2500 m hohe
Gipfel ist etwa 50 Sm weit in den Peilungen von NzW bis SO von See aus gut
sichtbar. Zwei andere Gipfel dieses Gebirgszuges erscheinen von Buschär aus wie
ein Sattel. Seine Abhänge erstrecken sich bis auf geringen Abstand an die
Küste. Nördlich vom Kuh Kormuüdj zieht sich ein etwa 1300 m hoher, tief ge-
furchter Bergrücken hin, der auf jedem Ende und in der Mitte einen Gipfel hat.
Nördlich von diesem erstreckt sich in Nordnordwestrichtung ein anderer Höhen-
zug, der in NNW in dem 1630 m hohen, steil abfallenden Gisakan - Fels-
abhange endigt.
Imamzäda (Imams, Grabstätte oder Moschee) liegt in etwa 45 m Höhe
über Wasser in einem kleinen Dorfe auf dem höchsten Theile der Halbinsel
Buschär. Ein 12 m hoher Leuchtthurm, auf dem ein Leuchtfeuer eingerichtet
werden sollte, ist eben nördlich von dem 2 Sm südsüdwestlich von Buschär ge-
legenen Fischerdorfe Mufka erbaut und dient bei der Ansteuerung der Innenrhede
als gute Landmarke. In Buschär sind gute Landmarken: ein grofser Windthurm
oder Badgir, dessen Spitze 27 m über Wasser liegt, und das britische Residenz-
schlofs im südwestlichen Theile der Stadt.
Die Küste verläuft von der Khan-Huk bis zur Helila-Bucht, die an ihrer
Nordseite von der Buschär - Halbinsel begrenzt wird, in Nordnordwestrichtung,
Engl, Adm.-Karten No. 2837 b: Persian Gulf, und No. 27: Abu Schahr.
Vol. auch „Ann. d. Hydr. ete.“. 1883. Seite 420, 1887. Seite 432, und 1889. Seite 189.