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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 1901, 
Paranan-Bucht. Die „Quiros“ dampfte ganz in die Bucht hinein. Vom 
Topp aus wurden ein Dutzend Eingeborene beobachtet, wie sie ihre Fener verlielsen 
und, in einem Banko den l’aranan-Flufs hinaufsteuernd, hinter einer Krümmung 
verschwanden. Die Mündung des Flusses ist schmal, der Strom dort reifsend. 
Weiter stromaufwärts wird der Flufs beträchtlich weiter und scheint grofs genug 
zu sein, um grofse Boote weit ins Land bringen zu können. Die Hauptrichtung 
konnte nach der grofsen Lücke in den Bergen, die gerade ins Innere führen, 
skizzirt werden. Dieser Pals stellt wahrscheinlich die erste gute. Verbindung 
südlich von der EKngano-Huk zwischen der Ostküste der Insel Luzon mit dem 
Thale im Innern her. KEtwa !/4 Sm östlich von der Mündung des Paranan er- 
streckt sich ein Riff in Nordwestrichtung etwa !% Sm weit. Hinter diesem Riffe 
findet man guten Ankerplatz und Schutz gegen Seegang. Die Bucht ist für 
Landungszwecke vorzüglich geeignet. Die Bikobian-Bucht ist in ihrem nördlichen 
Theile ein völlig sicherer Taifunankerplatz; bei gewöhnlichem Wetter schützt 
das Riff an der Westseite der Flufsmündung genügend. Der Fluß fließt durch 
eine ausgedehnte Ebene und dann zwischen Bergrücken hin und bildet einen 
natürlichen Zugang zu dem fernen Innern. 
Dann wurde die Küste weiter südlich bis zur Dinapiki-Huk untersucht. 
Es stand zur Zeit schwere östliche Dünung. Der allgemeine Verlauf dieses 
Küstenstriches scheint in der Karte richtig gezeichnet zu sein, jedoch 4 bis 8 Sm 
zu weit nach West. Eine Reihe offener Buchten mit Untiefen hier und da dicht 
unter Land folgen. Einige Streifen Sandstrandes liegen im Innern der Buchten, 
die Huken jedoch bestehen aus steil abfallenden hohen Hügeln; an manchen 
Stellen hat die See grofse Höhlen aus diesen hohen Felsmassen ausgegraben. 
An diesem Küstenstriche finden nur kleine Boote der Eingeborenen Schutz. Nur 
wenige Hütten der Negritos wurden auf dem Sandstrand in den Buchten gesehen. 
Dinapiki-Huk wird von einer Reihe von sechs Huken gebildet, die, ohne 
Strand, steil unter Wasser abfallen und keinen Schutz bieten. 
Dilasak - Bucht. Die westliche‘ Bucht im südlichen Theile der Dilasak- 
Bucht ist ein guter natürlicher Hafen. Man findet vorzüglichen Ankerplatz, der 
ganz vom Lande eingeschlossen ist, auf 9 m Wasser über weichem, zähem Grunde. 
Die Vortheile, die die Bucht als Taifunankerplatz bietet, sind der Beachtung 
werth. Die östliche Huk an der Einfahrt liegt auf etwa 16° 23‘0“ N-Br und 
122° 10‘ 30“ O-Lg. Einzeln liegende Klippen erstrecken sich von dieser Huk 
etwa 2 Kblg. weit in nordöstlicher Richtung. Kin gefährliches Riff, das bei 
Niedrigwasser sichtbar wird, liegt 1 Sın südwestlich von der Huk, Es ist m 
Nordwest — Südostrichtung etwa 3 Kblg. lang und etwa 2 Kblyg. breit. In der 
engen Durchfahrt zwischen dem Riff und dem Lande an der Ostseite der Bucht 
beträgt die Wassertiefe 7 m. Die Durchfahrt westlich von diesem Riff ist breit 
and rein; die Wassertiefe dicht an der Nordwestkante des Riffes beträgt 11m. 
Der Ankerplatz auf 9 m Wasser liegt von der Südwestkante des Riffes etwa 
U4 Sm entfernt. 
Die Wassertiefen in der Bucht oder Hafen nehmen von 27 bis 20m in 
der Einfahrt bis auf 5,5 m in !/4 Sm Abstand vom Lande an der Südseite all- 
mählich ab, während man 7m Wasser !/s Sm von dem westlichen Strande entfernt 
findet, mit Ausnahme von zwei Untiefen, die sich etwa !/a Sm davon erstrecken. 
Die Einfahrt in die Bucht ist breit und bietet keine Schwierigkeit. Wenn 
man sich etwa in der Mitte der Einfahrt hält und allmählich südlicher dreht, 
wird man von der Nordwestkante des freiliegenden Riffes frei bleiben. 
Die Fluthhöhe in dieser Bucht beträgt etwa 2,4 m. Die östliche Bucht 
im südlichen Theile der Dilasak - Bucht ist dem Nordostmonsun ausgesetzt und 
bietet keinen Schutz. 
in 
Bemerkungen über den Hafen von Gubat an der Südostküste von Luzon. 
Der Hafen von Gubat liegt 10 bis 11 Sm nordwestlich vom San Bernardino- 
Leuchtfeuer. Er bietet einen gegen alle Winde, ausgenommen solche aus SO, 
sicheren Ankerplatz. Bei Tage sind die Riffe zu beiden Seiten der Einfahrt 
deutlich sichtbar, und man kann dann die Einfahrt sicher ansteuern. Nachdem 
man die Kante des östlichen Riffes passirt hat, führt als Leitmarke die Deck- 
peilung eines weißen Fasses auf einem Pfahle und des weifsen Kirchhofthores
	        
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