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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1914, 
große Übereinstimmung der so errechneten Werte mit den täglichen Beobachtungen, 
und zwar nicht nur in den großen Zügen, sondern auch in den kürzeren Schwan- 
kungen des Luftdruckes, Die Durchführung dieser gleichen Rechnung für 
Rostow a, D. ergab die gleiche Übereinstimmung für diesen Ort. 
Aber als ich, in dem Bestreben schon auf diesem kürzeren Wege vielleicht 
eine praktische Verwertung für die Wettervorhersage zu gewinnen, versuchte, 
durch entsprechende Verschiebung der einzelnen Perioden zueinander, den Luft- 
druckgang eines Jahres zu berechnen, das außerhalb des zur Berechnung be- 
nutzten Zeitraumes liegt, zeigten die Kurven der berechneten und der beob- 
achteten Werte zwar noch manche Ähnlichkeit, aber bei weitem nicht die durchweg 
in das Einzelne gehende Übereinstimmung der ersten Kurven. Die Erklärung 
hierfür glaube ich in dem Umstand suchen zu sollen, daß außer den in Rechnung 
gezogenen Perioden noch andere Perioden bestehen, die diesen nahe und zugleich 
zur Grundperiode, d. i. hier der Jahresperiode in bezug auf die Winkelgeschwindig- 
keiten symmetrisch liegen. Solche Perioden sind aber z. B. in dem hier betrachteten 
Sonne-Mondsystem die Perioden mit den Winkelgeschwindigkeiten 7” — 2w, 
nn 260, n— 46, 4406, +0-+0,1—0-—0 u.a. Der Einschluß dieser den 
ersteren nahe liegenden Perioden in die obige Rechnung kann aber ohne weiteres 
auch nicht zum Ziele führen, weil dann die Gruppen benachbarter Perioden 
mehrfach in die Rechnung eingehen. 
Es bleibt also nur übrig, den mühevollen und langwierigen Weg einer 
systematischen Durchrechnung zu beschreiten. Die Berechnung ist von mir für 
die täglichen Luftdruckbeobachtungen 8% V. zu Thorshavyn und zwar des 18jäh- 
rigen Zeitraums 1891 bis 1908 durchgeführt worden, wobei der 1. Januar 1891 als 
Zeitanfang genommen wurde; sie wurde auf die Perioden mit den täglichen 
Winkelgeschwindigkeiten %, +60, %—0, N+T7+0+0, 1—0—9, N1+T+0 1-— 
n + 260, n— 2w beschränkt. 
Wie bereits ausgeführt (S. 129), werden durch das übliche Summations- 
verfahren für die einzelnen Intervalle einer bestimmten Periode die hier in 
Betracht kommenden anderen Perioden nicht vollständig ausgeschieden. 
In der folgenden Tabelle sind .die Werte 
sin Td 
2 mnTd 
Sn ä— 
‚md 
sin 5 
enthalten, die in die Formel Ia für die Werte A’ und B’, um welche die Kon- 
stanten der harmonischen Analyse der Intervallsummen durch die anderen 
Perioden vergrößert werden, einzusetzen sind. Die in einer Kolumne stehenden 
Werte beziehen sich auf die Verbesserungen, die an den Werten A und B an- 
zubringen sind, die für die im Kopfe stehenden Perioden berechnet sind; die 
Zeilen enthalten die Werte, mit welchen die am Anfang der Zeile stehende Periode 
in den Größen A und B der anderen Perioden in Rechnung treten. 
Y u —a—g uH—05+0+49 KAL9 5—20 u—0 “+20 
= 360 T = 3841 T = 336 T=336 T = 408 
km 18 n= 17 n= 19 n= 20 n= 16 
3240 115.9 —212,3 100.0 —188,0 50.6 — 107.5 60.9 — 122,9 
41174 —+193 —174 —191 6 +M 7 — 1 
82610 32144 — 998 425 3.5 106.6 —206.9 +122 0 
8 + 11 —5 —179 — 163 +192 A174 
3264.00 585,6 1829 —1016 —5,3 101.1 490.2 
-° — 22 —197 —181 A175 +156 
107. NE 66.5 3192: 3142.33 —201.8 108.0 —84 119,9 
174 4 As — — 18 —192 —174 +181 4160 
Y+Hwu+o © —1992 46.6 207.0 8141.$5 3192.0 117.0 48563 —109.6 11.4 
A“ —+192 "5 +25 +18 — 2174 —152 4199 178 
+0 a 537 56 —114,$ —201.6 117.7 33600 33132 60.4 — 38.4 
49 H- 1179 200 +192 A174 — +18 +14 —8 
n— 20 8 — 107. 1132 — 143 100.0 +495.2 23315.7 33600 — 183 —118.1 
4° — 12 1162 4+182 4174 -4156 —18 — —4 —2 
a 53.7 — 195.0 95.4 —74 — 912 50.3 — 22.9 32640 3217.1 
4° —6 —192 —175 '—181 —196 — 11 +5 — — 18 
a —107,1 115.9 462,8 99.6 90.9 —3L2 —105,5 32143 32640 
AR LP 174 157 184 178 417 299 AL 8 
a
	        
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