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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Mn3° 
151 
Die Stadt Moji liegt am nördlichen Kndpunkte der Kiusiu - Kisenbahn in 
der Nähe reicher Kohlenlager, Sie verspricht durch ihre Freigabe für den 
fremden Handelsverkehr infolge ihrer günstigen Lage ein wichtiger Hafenplatz 
zu werden. Die Bahnlinie dehnt sich nach Süden über Hakata 104 Sm bis nach 
Takase aus. . 
Handelsverkehr. Schon im Jahre 1891 liefen 119 Dampfer von 
159 781 Registertonnen, darunter 71 englische von 109 840 Registertonnen, Moji an. 
Einfuhr ist gering und besteht namentlich aus Eisenbahnmaterial und 
Maschinen. 
Ausfuhr besteht hauptsächlich aus Kohlen und Reis. Moji ist der Haupt- 
platz für die Ausfuhr der Tschikusen-Kohlen, von denen ausgeführt wurden: 
Im Jahre 1896 1897 1598 
Tonnen 647 350 672 155 788 027. 
Der Werth der Ausfuhr belief sich 1898 auf 6,2 Millionen Yen, davon 
Steinkohlen (nach Indien, China, Korea, Französisch - Indien, Hawai, Hongkong, 
Manila, Wladiwostok, Siam, Vereinigte Staaten von Amerika) für 5,5 Millionen 
Yen), Reis (nach Britisch-Indien, Frankreich, Deutschland, Grofsbritannien, den 
Niederlanden, Hongkong) für 712000 Yen; aufserdem Portland-Cement (nach 
China) und Anderes, 
Schiffsausrüstung. Kesselkohlen sind stets vorräthig, werden mit Leichtern 
längsseit gebracht und in kleinen Körben an Bord gemannt. Preis der japanischen 
Kohlen etwa 7 Yen die Tonne. 
Lebensmittel jeder Art, namentlich frisches Rindfleisch, Gemüse und 
Früchte, sind jederzeit zu mittleren Preisen zu haben. Trinkwasser ist zu haben. 
Auskunft für den Schiffsverkehr. Das nächste deutsche Konsulat be- 
lindet sich in Nagasaki. Schiffsagenten sind in Bakan bei Simonoseki. 
Sturmsignalstelle ist ebenfalls in Simonoseki., 
Zweiter Nachtrag zu: „Die wichtigsten Häfen Chinas“. 
Die Yangtse-Fahrt. 
Nach Berichten S. M. S. „/itis“, Kommandant Kapt.-Leut. Sthamer, vom 31. Oktober, und S, M.S. 
‚Hela“, Kommandant Kors,-Kapt, Rampold, vom 20, November 1900. 
(Hierzu Tafel 13.) 
Ankerplätze (Seite 155 des Handbuches „Die wichtigsten Häfen Chinas“); 
S. M. S. „Iltis“ ankerte im Oktober 1900 an folgenden Stellen: Die SO-Spit- 
Tonne in N’/4W, 3 Sm ab, auf 14m bei Niedrigwasser. Ankerplatz bei Tschingkiang: 
Pinkeischan (Konsulatshügel) in SzW!2W und Silber-Insel-Fort in 080'/20, auf 
10 m bei Niedrigwasser. Ankerplatz bei Wuhu: Pagode in 0O'/sN, Hulk in N’%0, 
auf 10 m bei Niedrigwasser, Ankerplatz bei Tungliu: Tungliu-Pagode in S*/20, 
etwa 2 Sm ab, auf 13 m Wasser. Ankerplatz bei Kiukiang: Pagode in ON0*40, 
Zollamt in SOz0%40, auf 16 m Wasser; der Wasserstand in Kiukiang war 
3,76 m (12'4") über Null. Ankerplatz Kitschau in NNW, etwa 2 Sm ab, auf 
10m Wasser. Vor Hankau wurde querab von der russischen Niederlassung auf 
9m Wasser geankert; der Wasserstand war 3,43 m (11‘ 3“) über Null. 
Landmarken (Seite 161 des Handbuches „Die wichtigsten Häfen Chinas“): 
Auf der Tsungming-Insel stehen aufser der erwähnten Gerüstbake auf der Mason- 
Huk noch zwei andere zu Vermessungszwecken dienende Baken, Die eine peilt 
von der Cone Tree-Tonne etwa 0!4S und steht etwas südlich von dem schmalen 
Wasserarme, bei dem in der Karte steht: „Creek and trees“. Es ist eine kegel- 
förmige Gerüstbake mit abgestumpfter Spitze und schwarzem Balltoppzeichen. 
Die andere Bake steht ungefähr nordöstlich von der NO-Actaeou-Tonne bei der 
Harvey - Huk und besteht aus einer einfachen Stange mit schwarzem Ball. Die 
in der Karte gegebenen Umrisse des Landes bei der Mason -Huk sind nicht 
richtig; das Land mufs sich erheblich mehr nach NW erstrecken; die genaue 
Eintragung der Baken ist sehr erwünscht, da es in dieser Gegend an brauchbaren
	        
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