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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

Die Witterung an der deutschen Küste im Januar 1901. 
141 
Niederschlag, mm 
Zahl der Tage 
Windgeschwindigkeit 
Stat. 
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Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage) . 
Mittel. Wind- 
stärke (Beaufort) 
Stat. 
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Die Zeitangaben Sa, 2hp und Sp beziehen sich auf Ortszeit. 
Die Monatsmittel der Temperatur werden für September bis April als Mittel aus 
Is (Sb a -++ 2h p + 8b p) und 1/2 (Sba-+{- 8bp), für die Monate Mai bis August als Mittel aus 
!/2 (Max. -+ Min.) und 1/2 (8 a + 8) p) berechnet, wo Sha, 2b p, 8hp, Max, und Min. der Reihe nach 
das Mittel der Temperatur um 8b a, 2hp, Sl p, bezw. der täglichen Maximum- und Minimum- 
Temperatur bedeuten. Die übrigen Mittel sind als arithmetische Mittel aus den je drei "Termin- 
werthen abgeleitet, 
Die Temperaturänderungen von Tag zu Tag bedeuten die mittlere Veränderung der 
Temperatur für Zeiträume von 24 Stunden ohne Rücksicht auf das Vorzeichen, 
Die Tage mit Niederschlag werden gezählt auf Grund der Angaben des Regenmessers, 
ohne Rücksicht auf die Natur der Niederschläge. 
Von den vieljährigen Mitteln beziehen sich die für Temperatur, Bewölkung und 
Niederschlag zu Grunde gelegten 20jährigen auf den Zeitraum 1876/95, die 30jährigen des Luft- 
drucks auf den Zeitraum 1851/80, während die vieljährigen Monatsmittel der Windgeschwindigkeit 
aus allen bis 1891 einschl. vorhandenen Anemometer-Registrirungen abgeleitet wurden; hierbei kamen 
für Hamburg und Borkum die ersten Jahrgänge der Registrirungen nicht in Betracht, da die jetzige 
Aufstellung der Anemometer von der ursprünglichen zu erheblich abweicht, um vergleichbare Werthe 
zu geben. Für Rügenwaldermünde wurden die 10jährigen Mittel 1886/95 auf 20jährige 1876/95 
mittelst der Stationen Swinemünde und Neufahrwasser reducirt. 
Seit dem 1. Januar 1899 werden die registrirten Windgeschwindigkeiten aus den 
Umdrehungen des Schalenkreuzes mittels experimentell bestimmter Konstanten berechnet; sie er- 
scheinen seitdem wesentlich kleiner als bei der früher benutzten, von Robinson eingeführten An- 
nahme, dafs der Wind einen dreimal so grofsen Weg zurücklege als die Mitte der rotirenden 
Anemometer-Schalen, 
Als Sturmnorm sind untere Grenzwerthe für die stündliche Geschwindigkeit bei stürmischen 
Winden zu verstehen, die in Beiheft II des „Monatsberichtes der Deutschen Seewarte, Jahr- 
zang 1590“ abgeleitet wurden; infolge der veränderten Berechnung der registrirten Geschwindigkeiten 
mufsten die Sturmnormen entsprechend umgerechnet werden und erscheinen jetzt kleiner als 
früher. Die für Keitum und Memel, wo die Anemometer inzwischen eine andere Aufstellung 
erhalten haben, angegebenen Sturmnormen sind nicht ganz sicher, dürften aber ihren wirklichen 
Werthen nahezu entsprechen. Als Tage mit Sturm wurden diejenigen Tage gezählt, an welchen 
die mittlere Windgeschwindigkeit im Mittel! mindestens einer Stunde die betreffende Sturmnorm erreichte, 
Wo Störungen im Gange der Anemometer vorkamen, ohne dafs die durchschnittliche stündliche 
Geschwindigkeit für diese Zeit ermittelt werden konnte, sind die Monatsmittel der Wind- 
geschwindigkeiten kursiv gedruckt; die Daten der Page mit derartigen Störungen, an denen 
stürmische Winde beobachtet wurden, sind ebenso wie die "Tage nıit stürmischen Böen, an denen 
die Sturmnormen nicht erreicht warden. in Klammern hinzugefügt: in gleicher Weise bedeuten die
	        
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