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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1901.
werk bewachsenen Hügelkette von etwas über 100 m Höhe, hinter der einige
Häuser sichtbar sind. Der 200 m hohe Bockness-Hügel, der etwa 3!/4 Sm östlich
vom Nanquas-Hügel liegt, ist abgeplattet und mit Buschwerk bestanden. Von
hier bis zu dem 13 Sm weiter östlich liegenden Glendower-Gipfel ist das Land
bedeutend niedriger, uneben und von vielen Schluchten durchsetzt. Aus geringer
Entfernung von der Küste sind auf dieser Strecke die falsche Insel und die öst-
liche Huk am Buschmann-Flusse auffällige Landmarken. Die falsche Insel, die
Jiesen Namen führt, weil die Huk, von See gesehen, sich inselartig gegen den
weifsen Sand abhebt, ist ein 25 m hohes Hochland, das sich in Ost—West-Richtung
'/s Sm weit erstreckt, nach See zu nahezu steil abfällt und mit dem Hinterlande
durch niedrige Sanddünen verbunden ist. Die Buschmann-Huk ist ein hoher
Felsabhang, der mit der Strandhügelkette durch einen Sandstreifen in Verbindung
steht, gegen die die dunkle Huk gut absticht. Kinige Häuser auf den Fluls-
ufern des Kasuga-Flusses, dessen Mündung trocken liegt, sind von See aus
sichtbar. Der Glendower-Gipfel ist ein 187 ın hoher grasbewachsener Hügel, der
auf beiden Seiten mäfsig steil ist. Eine 15m hohe pyramidenförmige Steinbake,
deren unterer Theil weils und deren oberer Theil schwarz gestrichen ist, ist auf
der Spitze errichtet, um diesen einförmigen Küstenstrich zu kennzeichnen. Die
Hügel bei dem 8 Sm nordnordwestlich von Port Alfred liegenden Orte Bathurst
and die Gebirgskette bei Grahams Town sind gute Landmarken. Das schlofs-
artige Haus auf dem Westufer des Kowie, der Fluß und der Stadttheil auf den
bebauten Abhängen im Osten des Flusses können in geringerem Abstande von
ler Küste als Landmarken verwandt werden.
Oestlich vom Kowie-Flusse ist die Küste niedrig und sandig. Die Höhe
ler !/2 Sm landeinwärts liegenden Hügelkette schwankt zwischen 70 m und 105 m.
| Sm westlich von der Riet-Huk liegt ein 148 m hoher Hügel, der von West
und Ost aus gut zu erkennen ist. Die schwarzen Klippen oder Drei Schwestern
sind mit dem Lande durch eine schmale Landzunge verbunden und haben ein
inselartiges Aussehen, da sie sich gegen den Sand im Hintergrunde scharf ab-
heben. Die Klippen fallen nach See zu steil ab; die mittlere von ihnen ist 15 m
hoch. Ihre Entfernung vom Kowie-Flufs in östlicher Richtung beträgt 7 Sm.
Destlich von der Grofsen Fisch-Huk nimmt die Höhe der Sandhügel wieder zu.
Bin Sandhügel mit kahlem Gipfel liegt etwa 1'!/s Sm von dieser Huk entfernt
und ist aus 10 bis 12 Sm Entfernung von der Küste sichtbar. Die Hügelkette
an der Küste westlich von der breiten runden Stalwart-Huk ist 68 m hoch und
höher als diejenige östlich von der Huk. Auf dem Westabhange sind zwei oder
drei Bauernhäuser von See aus sichtbar.
Ansteuerung. Der ganzen Küstenstrecke von Kap Padrone bis zur
Kieskamma-Huk sollte man sich nur auf höchstens 2 Sm nähern. Bei Nacht
oder unsichtigem Wetter darf man die {5 m-Grenze nicht überschreiten.
Von Westen kommend, wird man die Lage von Port Alfred mit Hülfe
der Glendower-Bake zu bestimmen suchen. Das angrenzende Land besteht aus
grasbewachsenen Abhängen mit einigem Buschwerk darauf, die von der See durch
einige kleine Sandhügel getrennt werden. Von der Kowie-Huk bis etwa zur
Mitte der Salt Vlei-Bucht, die zwischen der Kowie-Huk und der 1'% Sm nord-
östlich davon liegenden Salt Vlei-Huk liegt, ist der Sandstrand mit Klippen be-
säumt. Auch liegen in der Mitte mehrere Klippen 2 Kblg. vom Lande entfernt.
Die Salt Vlei-Huk ist niedrig und felsig und wird von Klippen bis zu 1 Kblg.
seewärts davon besäumt, Die 5,5 m-Grenze verläuft östlich von dieser Huk sehr
anregelmäfsig und liegt stellenweise !/a Sm vom Lande entfernt.
Von Osten kommend, wird man auf die Kowie-Mündung zusteuern, nach-
dem man die Drei Schwestern, die Häuser und Flaggenstöcke in Port Alfred
ausgemacht hat. Blinde Klippen erstrecken sich von den Drei Schwestern und
der östlich davon liegenden Huk 3 bis 4 Kbig. weit seewärtes. Jenseits derselben
steht auf einiger Entfernung von ihnen Brandung. Von der niedrigen sandigen
Riet-Huk erstrecken sich blinde Klippen mindestens 4 Kblg. weit seewärts. In
beträchtlicher Entfernung von der Huk steht Brandung.
Als Leitmarke führt die Glendower-Bake, wenn in rw. S80° W- (mw.
WNW!/4W-) Peilung gehalten, 1 Sm seewärts von dem in der Karte verzeichneten
Riffe frei; da jedoch mehrere Male über seewärts davon anfgefundene Klippen
nerichtet ist, so sollte man die Huk nur in mindestens 3 Sm Abstand passıren.