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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1901.
achritt, rief die für diese Tage genannten stürmischen Winde hervor und gab
zusammen mit einem weiteren T’heilminimum über der südlichen Nordsee wie mit
einem am 6. von England nach Norddeutschland schreitenden Theilminimum am
4, bis 6. Anlafs zu Regenfällen über dem ganzen Gebiete.
Nachdem im Bereich der Depression noch am 7. im Osten geringfügige
Regenfälle stattgefunden hatten, schritt am 8, ein Hochdruckgebiet von SW her
rasch nach Centraleuropa und brachte vorübergehend trockenes Wetter. Bis zum
26. erhielt sich dann in der Folge hoher Luftdruck über Kontinentaleuropa
gegenüber Depressionen über dem Norden des Erdtheiles, die meist bis über die
Küste ausgebreitet lagen. Ein am 8, bis 10. im hohen Norden vom Ozean nach
Nordrussland vorüberschreitendes tiefes Minimum dehnte zunächst seinen Bereich
über die Küste aus und hatte die für den 8. und 9. angegebenen stürmischen
Winde, wie am 9. Regenfälle an der ganzen Küste im Gefolge. Nachdem am
I. und 12. zwei durch flache Ausbuchtungen der Isobaren am Rande des nörd-
lichen Depressionsgebietes hervortretende Ausläufer weitere stürmische Winde
aus westlichen Richtungen und Regenfälle veranlafst hatten, trat am 12. vorüber-
gehend ein Rücken hohen Luftdruckes über Skandinavien auf. Bei Vordringen
einer neuen Depression vom Ozean her, schritt er aber rasch nach Russland, und
im Bereich der neuen über der Nordhälfte Europas ausgebreiteten Depression
rief eine längs der Küste ostwärts fortschreitende Ausbuchtung die für den 13.
and 14. aufgeführten stürmischen Winde hervor, die am 13. von Regenfällen an
der ganzen Küste und am 14. an der Ostsee begleitet waren. Ein am 15. und
16. nördlich von Schottland her über Mittelskandinavien nach dem Finnischen
Busen und am 1/. weiter nach dem Innern Russlands fortschreitendes tiefes
Minimum verursachte am 15. und 16. an der ganzen Küste und am 17. noch
an der mittleren und östlichen Ostsee stürmische Winde aus westlichen Richtungen,
da der Luftdruck über Kontinentaleuropa stark zunahm und besonders am 17.
ein neuer Kern hohen Druckes von SW her nach der Mitte Kontinental-
puropas vordrang. Diese Tage waren wesentlich trocken und ebenso der 15,,
doch nahte bereits ein neues Theilminimum, das vom Süden KEnglands her,
weiterhin als Ausläufer der Depression hervortretend, am 19. nördlich der Küste
nach Westrussland schritt und am 18. und 19. die angegebenen stürmischen
Winde wie am 19, Regenfälle an der ganzen Küste hervorrief. Bine neue tiefe
Depression, die mit ihrem Centrum am 20. bis 23, vom Ozean her über Nord-
skandinavien nach Russland schritt und ihr Gebiet am 21. bis zu den Alpen er-
streckte, hatte die für den 20, bis 22, aufgeführten Stürme, nächst den Südost-
stürmen am Ende des Monats die schwersten dieses Zeitraumes und noch am 23.
steife Südwestwinde an der preufsischen Küste im Gefolge, in deren Begleitung
in diesen Tagen wiederum ausgebreitete Regenfälle und am 21. an der Nordsee
Gewitter, wie angegeben, stattfanden. Die weiter aufgeführten stürmischen
Winde und Regenfälle am 25. und 26, traten im Gebiete einer neuen Depression
im Nordwesten ein, die einen Ausläufer niedrigen Luftdruckes längs der Küste
nach der südlichen Ostsee entwickelte.
Jetzt vollzog sich eine durchgreifende Aenderung der Wetterlage. Es
entwickelte sich rasch ein Hochdruckgebiet über Nordosteuropa, das sich bis
Monatsende über die Nordhälfte Europas ausdehnte, während die Depression über
dem Ozean ihr Gebiet über Kontinentaleuropa ausbreitete. Im Bereiche eines am
28. und 29, von dem Norden Englands über die Helgoländer Bucht nach Ost-
preufßen schreitenden Minimums traten neben ausgebreiteten Regen- und Schnee-
fällen die aufgeführten stürmischen Winde auf.
Schwerere Stürme führte für den Westen der Küste und stellenweise
die schwersten des Monats am 30. und 31, ein vom Kanal nach Kontinentaleuropa
vasch vordringendes tiefes Minimum nebst ausgebreiteten Schneefällen herbei,
Diese östlichen Winde der letzten Tage liefsen die Temperatur stark sinken und
teiteten die lange Frostneriode des folgenden Manats ein.
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