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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 29 (1901)

‚Wassertemperaturen in. den vierziger Breiten des Indischen Ozeans... 83 
57,8° O-Lg auf 12°, schwankte bei den folgenden Ablesungen unregelmäfsig 
zwischen 12° und 13° hin und her. Auf der weiteren Fahrt nahm die Temperatur 
meist zu, wie die folgenden Angaben zeigen: 
Juli: 21 mittags 42,9° S, 63,2°0 13,3° Strumversetzung N283°W 17 Sm, 
22 „- 42,0°S, 69,2° 0 13,5° a - 
23 2 40,598, 73,6°0 13,0° e — N68°W 32 
24 „ 388°S, 77,890 12,6° > W25°0 25 
98 2. 37,498. 81.8°O0 13,89 » wW 17 
wobei der Seegang meist NW 5 bis 8 war. Erst unter 31,0° S-Br, 96,0° O-Lg 
nahm die Temperatur des Wassers rasch auf 17° zu, von wo ab bei der An- 
näherung an den Aequator diese Zunahme stetig anhielt. u 
Vergleicht man die vorstehenden Beobachtungen mit den mittleren Wasser- 
temperaturen, welche für diese Jahreszeit gelten, so erkennt man, dafs die rela- 
tiven Temperaturunterschiede in west—östlicher Richtung gut mit einander über- 
sinstimmen, die Krümmungen der Isothermen also in ähnlicher Weise verlaufen. 
Dagegen hat gewissermafsen eine Verschiebung der Temperatur stattgefunden 
und zwar in der Weise, dafs durchgehends in gleicher Breite kälteres Wasser als 
gewöhnlich vorkommt, also die normalen Isothermen nach Norden verschoben 
erscheinen. Messerschmitt. 
Ueber die Temperatur im Kattegat und im westlichen Theil 
der Ostsee. 
Von Martin Knudsen in Kopenhagen. -— * 
Die. Hydrograpbie des. Kattegats ist von der Wechselwirkung zwischen 
den Wassermassen der Ostsee und des Skagerracks abhängig. Von der Ostsee 
kommen die süßfsen Wassermassen, die das ganze Jahr hindurch mit einer nach 
der Jahreszeit verschiedenen, gröfseren oder geringeren Schnelligkeit, mit kurzen 
Perioden hin und. her pulsiren, aber in einen auswärtsgehenden Strom resultiren. 
Die wechselnden, salzigen Wassermassen des Skagerracks strömen bis zur Mün- 
dung des Kattegats, und die obersten Schichten dringen ein und bilden im 
Kattegat die Unterschicht. Doch gelangt, wie bereits früher erwähnt,!) der 
gröfste Theil des salzigen Wassers nur eine kurze Strecke ins Kattegat hinein, 
um alsbald wieder ausgetrieben zu werden, während ein geringerer Theil weiter 
eindringt, allmählich gemischt und dann wieder ausgetrieben oder in die Ostsee 
geführt wird. Auf diesem Wege wird der Salzgehalt allmählich herabgesetzt; 
durch das Kattegat bis zum grofsen Belt jedoch selten unter 24 %%o. Das salzige 
Wasser kann also auf dieser Strecke in einem bedeutenden Grade nicht gemischt 
sein und kann folglich auch seine Temperatur nicht wesentlich verändert haben. 
Wir müssen deshalb besonders in der Temperatur ein Mittel besitzen, die Be- 
wegung des Wassers von aufßen durch das Kattegat verfolgen zu können, und 
wir werden daher versuchen, vermittelst der von dem meteorologischen Institut 
herausgegebenen Leuchtschiffsbeobachtungen die Einströmung des südlichen Bank- 
wassers zu schildern. 
Vor Allem fällt uns hier auf, dafs die Temperatur des Bankwassers wäh- 
rend seiner Einströmung ins Kattegat ungefähr die gleiche ist wie diejenige des 
Wassers, durch welches sich im Sommer eine Wärmewelle von der Oberfläche 
nach der Tiefe bewegt. Die Maximaltemperatur des ins Kattegat einströmenden 
salzigen Wassers entfällt, je weiter südwärts man kommt, auf einen immer 
späteren Zeitpunkt des Jahres, während gleichzeitig der Werth der Maximal- 
temperatur ein geringerer wird. Die Temperatur erreichte im Jahre 1897 ihren 
höchsten Werth bei Skagens-Riff 18,3° am 12. August, in Laesö-Rinne 16,5° am 
2. September, beim Kupfer-Grund 17,6° am 20. August und 17,3° am .1. Septem- 
ber, bei Anholt-Knob 17,1° am 22. August und 16,9° am 3. September, beim 
Schultz-Grund 14,8° ain 23. September und 14,3° am 11. Oktober, beim Lappe- 
Grund 13,1° am 18. September und 14,1° am 6,, 9. und 10. Oktober, 
i\ Anno. d. Hydrographie 1890, v. 319
	        
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