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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

Dinklage: Beziehung der Fahrrichtung von Segelschiffen zu der Windhäufigkeit. 81 
Monat 
Jezember 
Das Jahr 
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Schiffe 
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6 
3 
1845 
1026 
0]— 1 
—2|+2'+3| 0| 07—3 
+3 
westw.] 491 3,3| 1L9| 16 
ostw. | 78| 44 25| 21] 
ar ” _ . 
en |-2,9 |— 1,1 1—0:8 10,5 | 0,6 '—0,2 1—0,3 10,7 | 08 [40,7 4-11 40,5 42,2 40,9 +15 |—2,3 | +26 ] 
12. 161 16) 14 
18! 18 18 24 
24 50° 2,8 
27 43 67, 
11,9 
114 
34,0 
11,8 
14,8 
13,9 
11,8! 81 
10,3 10,4 
65 
8,9 
22522 
‘ 9337 
Bei Durchsicht der Tabelle erkennt man in der That als Ergebnifs der 
Gegenüberstellung in den meisten Monaten einen Ueberschufs der Winde aus 
den östlichen Vierteln für die ostwärts und einen Ueberschufs der westlichen 
Winde für die westwärts bestimmten Schiffe. Im Januar und August, wenn der 
Unterschied in der Häufigkeit beobachteter östlicher Winde zwischen West- und 
Ostfahrern seinen gröfsten Werth erreicht, haben erstere 15 bezw. 14° weniger 
Winde aus N bis SSO als die Letzteren, nämlich im ersteren Monat 10 gegen 25, 
im anderen 21 gegen 35°%0. Ebenfalls im Januar‘ kommt der Ueberschufs der 
Winde aus S bis NNW zu Gunsten — oder richtiger zum Nachtheil — der 
Westfahrer auf den höchsten Betrag von 15%, 83 gegen 68%. Indessen er- 
scheint dies Verhältnifs nicht regelmäfsig in jedem Monat. In mehreren Monaten, 
wie z. B. im Februar, März und Dezember, gleicht sich der Unterschied fast 
zänzlich aus, und in einem, November, nimmt er sogar das entgegengesetzte 
Vorzeichen an. Zieht man die einzelnen Windstriche in Betracht, so findet man, 
dafs die westwärts gehenden Schiffe den Wind hatten aus 
N in 10 Monnuten weniger, in 2 Monaten ebenso oft und in 0 Monaten mehr, 
NNO % 5 
NO» 
DNO 
J » 
0SO 
50 % 
So » 
sw 5 
SW , 
WSW 
Wo» 
WNW 
NW 
NNW 
als die ostwärts gehenden Schiffe. Die auf Reisen nach Westen zu wenig beob- 
achteten Windrichtungen fallen demnach in die Striche von NNW_ durch NO 
und O bis SSO, die zu viel beobachteten sind die von SSW durch W bis NW. 
Noch deutlicher zeigt sich dies Verhältnifs in den drei untersten, für das 
ganze Jahr geltenden Reihen, indem auch hier wieder die Unterschiede das 
Minuszeichen bei den Strichen NNW durch O bis S und das Pluszeichen bei 
SSW durch W bis NW führen. Vergleicht man die Gröfse der Unterschiede 
mit der procentischen Anzahl der Beobachtungen für die verschiedenen Wind- 
striche, so findet man, dafs der Ueberschuß der östlichen Winde auf der öst- 
lichen Route einen erheblich größeren Procentsatz aller ausmacht, als der der 
westlichen Winde auf der westlichen Route. Der mittlere Ueberschufs berechnet 
sich nämlich im ersten Falle für die Striche NNO bis SSO zu 27, im zweiten 
Falle für die Striche SSW bis NW zu nur 12% aller Winde aus diesen Strichen, 
Eine Erklärung ist vielleicht in dem 8o viel häufigeren Vorkommen westlicher 
Winde und der gröfseren Veränderlichkeit derselben zu suchen, durch welch 
Jetztere Eigenschaft der Aufenthalt der westwärts gehenden Schiffe meistens 
nicht so grofßs wird als der der ostwärts segelnden bei den gewöhnlich längere 
Zeit stetig aus derselben Richtung wehenden Ostwinden, Stillen und leichte 
Winde waren, mit Ausnahme von Januar, in allen Monaten auf der Westreise 
häufiger als auf der Ostreise, was wahrscheinlich darin seinen Grund hat, dafs 
aun. d. Hydr. ote., 1900, Heft JI.
	        
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