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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1900. 
Die vor der Kriwaia-Landzunge liegende rothe Tonne bleibt an B.B., 
während das Pestschani-Feuerschiff ebenso wie der einige Kabellängen östlich 
davon, am Nordende der Cockerill-Untiefe liegende schwarze Pricken an St. B, 
gelassen werden mufs. Die gröfsten Wassertiefen findet man in der Nähe des 
Feuerschiffes. ; 
Hier etwa beginnt die äußere Rhede von Taganrog, die von gröfseren 
Schiffen als Ankerplatz benutzt wird. 
Schiffe mit geringerem Tiefgang, die die innere Rhede aufsuchen wollen, 
passiren mit östlichem Kurse südlich vom Beglitzki-Feuerschiff bis etwa 3 Sm 
östlich von demselben. Von hier führt ein nordöstlicher Kurs auf einer Strecke 
von etwa 5 Sm nördlich von der schwarzen Bake am Nordende der Grecheskioi- 
Bank. Sobald diese Süd peilt, kann man mit ostsüdöstlichem Kurse auf den 
Ankerplatz zu halten, den man nach Zurücklegung von etwa 5 Sm erreicht, 
Kleinere Schiffe, die noch näher an der Stadt ankern oder an den Kai 
holen wollen, verfolgen den ostsüdöstlichen Kurs, wie er in der britischen 
Admiralitäts-Karte No. 2234 durch eine gestrichelte Linie bezeichnet ist, bis die 
rothe Treibbake der Petruschina-Bank etwa NW peilt, steuern dann nordnord- 
östlich und ankern je nach ihrem Tiefgange oder gehen an den Kai, wo sie sich 
mit dem Heck vertäuen, wie es die Küstenfahrer gewöhnlich thun. 
Bei unsichtigem Wetter muß beständig gelothet werden, Der Grund im 
Fahrwasser besteht aus Schlick, während er auf den Bänken hart und sandig ist. 
Nachts steuere man von einem Ort, der etwa 3 Sm östlich von Beglitzki- 
Feuerschiff liegt, NO, etwa 5Sm. Auf diesem Kurse bleibt man im ersten 
weißen Sektor des Leuchtfeuers von Taganrog. Sobald man die schwarze Bake 
am Nordende der Grecheskioi-Bank dwars hat, halte man mit 0S0!/40-Kurs in 
den grünen Sektor des Leuchtfeuers und darauf, die rothe Treibbake der 
Petruschina Bank an B. B. lassend, in den zweiten weifßsen Sektor hinein. 
Klierauf steuere man auf den Hafen zu oder ankere je nach dem Tiefgange des 
chiffes. 
Ankerplätze auf der Rhede. Schiffe gröfseren Tiefganges ankern auf 
der äufseren Rhede etwa in der Mitte zwischen dem Pestschani- und Beglitzki- 
Feuerschiff auf 6,1 m Wasser, Grund grauer Thon in den Peilungen: Beglitzki- 
Feuerschiff in ON0!/40 und die Kirche von Sasalnitsk in SzO, 
Der Ankerplatz auf der inneren Rhede liegt 9 bis 10 Sm südsüdwestlich 
von der Stadt auf etwa 5,5 m Wasser. 
Bei südwestlichen und nordöstlichen Winden steht schwere See auf der Rhede. 
Die Wassertiefen auf der Rhede sind sehr veränderlich und von dem 
gerade herrschenden Winde abhängig. Bei starken östlichen Winden darf man 
auf der äufseren Rhede auf nicht mehr als 4,9 bis 5,5 m Wasser rechnen, und 
auf 1,5 bis 1,8 m am Kai. Umgekehrt erhöhen starke südliche Winde den Wasser- 
stand um 0,6 bis 0,9 m. 
Ballastplatz liegt etwa 4,5 Sm südlich vom Beglitzki-Feuerschiff zwischen 
den dort aufgestellten vier schwarzen Pricken und dem Lande auf 4,3 bis 4,9 m 
Wasser. 
Das Pestschani-Feuerschiff liegt auf 7,9 m Wasser am Nordende der 
Cockerill-Untiefe, Es ist ein schwarzes zweimastiges Schiff mit dem Namen 
„Pestschani“ in gelben russischen Buchstaben auf beiden Seiten, das in beiden 
Toppen einen schwarzen Ball und im Großtopp unter dem Ball noch eine gelbe 
Flagge mit blauem Kreuz führt. Es zeigt 8,5 m über dem Wasserspiegel zwei 
weilse feste Feuer, die 6 Sm weit sichtbar sind. 
Nebelsignal. Bei Nebel oder unsichtigem Wetter werden alle 26 sek 
kurz aufeinderfolgende Signale von 4 sek Dauer mit der Dampfpfeife oder, falls 
diese unbrauchbar ist, mit der Glocke gegeben. 
Das Beglitzki-Feuerschiff liegt auf 5,2 m Wasser 6 Sm südlich von der 
gleichnamigen Landzunge. Es ist ein rothes zweimastiges Schiff mit dem Namen 
„Beglitzki“ in schwarzen russischen Buchstaben auf beiden Seiten. Als Tages- 
marke führt es im Vortopp einen rothen Ball und eine gelbe Flagge mit blauem 
Kreuz. Es zeigt 11m und bei schwerem Wetter 5 bis 6 m über dem Wasser- 
spiegel zwei rothe feste Feuer, die 7 Sn weit sichtbar sind. 
Nebelsignale werden mit der Glocke gegeben und zwar drei kurz auf- 
einander folgende Signale, darauf folgt eine Pause von 6sek. Die Signale
	        
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