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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1913,
Gezeitensignale. Von der Signalstation auf South Head werden Gezeiten-
signale gegeben, die die jeweilige Wassertiefe auf der Barre angeben. Über die
Signale selbst siehe Cooktown.
Gezeitenpegel. Im Flusse sind an verschiedenen Stellen Gezeitenpegel
aufgestellt, die den jeweiligen Wasserstand im Fahrwasser angeben,
Barre. Die Barre vor der östlichen Einfahrt zum Flusse ist häufigen
Änderungen unterworfen. Brandung auf ihr steht jedoch selten, außer nach an-
haltenden stürmischen östlichen Winden. Zwei Durchfahrten führen über die
Barre; die südliche, die an South Head vorbeiführt, ist durch Baggerungen auf
2.1 m (7) Wassertiefe bei Niedrigwasser gebracht worden, die nördliche Durch-
fahrt hat auf der Richtlinie der Richtbaken eben westlich vom South Head-
Leuchtturm 1.7 m (5%/,) Wassertiefe,
Das Klima ist zuträglich, die Temperatur im Sommer übersteigt selten
32° C im Schatten, der Regenfall beträgt durchschnittlich 1.3 m im Jahre.
Einstenerung. Zum Einsteuern kann nur die östliche Mündung des Flusses
benutzt werden; die westliche, 4 Sm davon, ist von Untiefen und Sandbänken
aufgefüllt, die bei Niedrigwasser teilweise trocken liegen und auf denen es bei
stürmischem Wetter sehr stark brandet, Segelschiffe können nur mit gutem
Winde und günstiger Tide einlaufen; die beste Zeit dazu ist bei ungefährem Hoch-
wasser. Da das Fahrwasser über die Barre und im Flusse häufigen Anderungen
unterworfen ist, die von Zeit zu Zeit ein Versetzen der Baken und Leuchtfeuer
nötig machen, so kann die Einsteuerung von Ortsunkundigen nur mit Lotsenhilfe
unternommen und deshalb von einer näheren Beschreibung der Einsteuerung
abgesehen werden.
Ankerplatz im Flusse. Im Sea Reach zu ankern ist nicht ungefährlich
wegen des unreinen Grundes und der starken Gezeitenströme, Sind Schiffe ge-
zwungen zu ankern, so finden sie guten Ankerplatz im unteren Ende von
Long Reach,
Hafenanlagen. In Bundaberg sind Ladebrücken mit 1,8 bis 4,3 m (6’ bis 14’)
Wassertiefe längsseit. Ein Leitdamm erstreckt sich im Sea Reach vom südlichen
Flußufer 986 m weit in nordöstlicher Richtung. Leitdämme sind auch an der
Westseite des Fahrwassers querab von dem zweiten und dritten Durchstich und
züdlich vom ersten Durchstich; an der Ostseite des Fahrwassers befindet sich
ein Leitdamm querab vom ersten Durchstich. Ein Bagger ist beständig in Tätig-
keit, um das Fahrwasser zu vertiefen.
Dockanlagen, Eine Patenthelling ist am Orte, die Schiffe bis zu etwa
300 R-T. Größe aufnehmen kann, Eine Gießerei ist vorhanden.
Hafenunkosten. Tonnengelder. Schiffe, deren erster Abgangshafen und
deren letzter Löschhafen nicht in Queensland liegen, und die keine Küstenladung
fahren, brauchen in den Häfen Queenslands kein Lotsgeld zu bezahlen, müssen
in Bundaberg aber je nach Art der Ladung 3 bis 5 sh für jede Tonne bezahlen,
die sie laden oder löschen, für jedes Pferd oder Rind 2 sh, für jedes Schaf 1 sh.
Die Stadt Bundaberg ist an beiden Ufern des Burnett erbaut und zählt
etwa 16 000 Einwohner,
Handelsverkehr. Ausgeführt wird hauptsächlich Zucker und Holz,
Kupferstein, Sirup und Rum,
Schiffsverkehr besteht mit allen Küstenplätzen nördlich und südlich vom
Burnett-Flusse, Eisenbahnverbindung mit Brisbane, Gladstone und Rock-
hampton. Telegraphische Verbindung ist vorhanden. Das überseeische
Telegraphenkabel von Neu-Kaledonien landet 3'/, Sm südöstlich von der Ein-
{ahrt zum Burnett-Flusse.
Schiffsausrüstung. Bunkerkohlen sind in geringen Mengen vorhanden.
Frischer Proviant ist zu erhalten. Gutes Trinkwasser liefert ein kleiner
See in der Nähe von South Head. Ballast. Sand oder Steine werden zum
Preise von 4sh p t frei an Bord geliefert.