Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1599.
ZU
Tabelle I. Anzahl und Datum. der von der Seewarte ausgegebenen
————— Sturmwarnunags- Signale,
1899
Monat
Anzahl der
Anordnungen zum
Hissen | Senken
Tl
3ammen
Tanuar...) 419
Februar...) 158
März ....) 493
April....| 243
Mai .....1 113
Juni +... 38
Juli.....1 116
August ..| 72
September] 302
Oktober..| 368
November| 560 /
63
482
158
675
324
189
57
143
72
379
387
849
| 182
8 |
76
19
27
77
19
289
Dezember} 295 | 128 | 428
Jahr ....| 3177 | 961 | 4188
Datum,
an welchem Anordnungen zum Hissen
von Signalen gegeben wurden
12., 13., 14., 16., 17. 18. 19., 21. 22.|
5. 9., 12. 28. 128. 31.
3, 3., 4., 5., 6., 12., 17., 18., 21., 28.,
2 4. 5. 6., 14., 22., 30. [29., 30.
6., 7.4 17.4 27.
6., 138., 27.
26., 28.
9, 17.
L$., 20., 22., 23., 24., 27.
3., 10., 13., 23., 24., 25., 29., 31:
3. 4., 9., 10., 11., 12., 15., 20., 21., 22.,
93,, 24., 26., 27., 28.
1. 2. 4. 5, 29., 30.
Tage
15
ß
80
X. Bericht über die Thätigkeit der Abtheilung IV der Seewarte
(Chronometer-Prüfungs-Institut) während des Jahres 1899,
Inanspruchnahme des Instituts von Seiten der Schiffskapitäne, Chronometer-
Fabrikanten und staatlichen Institute,
Im Jahre 1899 wurden dem Chronometer-Prüfungs-Institute von Schiffs-
kapitänen, bezw. von Uhrmachern, im Auftrage von Rhedereien und Kapitänen
41 Chronometer (gegen 47 im Vorjahre) übergeben. Von diesen Instrumenten
wurden 3 ein Mal und 1 zwei Mal den Fabrikanten zum Zwecke nochmaliger
Durchsicht zurückgegeben, so dafs also bei diesen Chronometern zwei, bezw. drei
Beobachtungs- Serien ausgeführt wurden. — Die Inanspruchnahme des Chrono-
meter-Prüfungs-Instituts seitens der Handelsmarine hat trotz einer fast alljährlich
stattfindenden geringen Steigerung leider immer noch nicht diejenige Höhe er-
reicht, welche im Interesse der Sicherheit der Schiffsführung als möglich und
wünschenswerth erscheint. Auch die Gründe für diese Thatsache sind wiederholt
in früheren Jahresberichten erörtert worden; es ist die unzureichende Benutzung
des Instituts seitens der Kapitäne in erster Linie auf das Ueberhandnehmen des
Clerkwesens im Hamburgischen Hafen und zweitens auf die mit dem Transport
der Instrumente und mit der Zollabfertigung verbundenen Unbequemlichkeiten
zurückzuführen. Es läfst sich erwarten, dafs die Inanspruchnahme eine wesentlich
grössere werden würde, wenn die Seewarte über eine Motorbarkasse zum Abholen
der Chronometer verfügen könnte.
Von Uhrmachern wurden der Abtheilung IV, aufser den für die Konkurrenz-
Prüfung und für die regelmäfsigen Taschenuhren- Prüfungen. bestimmten Instru-
menten, 19 Chronometer und Pendeluhren zur Prüfung übergeben. Auf Ansuchen
von staatlichen. und privaten wissenschaftlichen Instituten sowie von Forschungs-
reisenden wurden 28 Chronometer und Taschenuhren, darunter eine Anzahl in
mehreren Beobachtungs- Serien untersucht. -— Bei Rückgabe: der Chronometer