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Jahresbericht der Deutschen Seewarte für 1899.
Gegen Ende des Berichtsjahres starb in Hamburg der um den deutschen
Schiftbau hochverdiente Schiffbau-Ingenieur C. F. Steinhaufs. Derselbe war zu
allen Zeiten ein aufrichtiger Freund und eifriger Förderer der Bestrebungen der
Deutschen Seewarte. Die Wittwe schenkte den Sammlungen der Seewarte, indem
sie dadurch im Sinne ihres verstorbenen Mannes zu handeln gedachte, eine An-
zahl werthvoller Werke über den Schiffbau für die Bibliothek und eine aus
451 einzelnen Nummern bestehende Sammlung von Photographien von Schiffen
und von Schiffsprojekten, die von dem rastlos thätigen Manne in den Jahren von
1845 bis zu seinem Tode ausgeführt worden sind. Die Direktion wird nicht ver-
fehlen, in dem nächstjährigen Jahresberichte im Kinzelnen darüber zu berichten.
Katalog der Modell- und Instrumenten -Sammlung
der Seewarte (des Maritimen Museums).
X. Gruppe-
Nautisch - Astronomische und geodätische Instrumente.
Sextanten, Spiegel- und Prismenkreise, Universal-Instrumente, Pendelapparate, Gnomone,
Sonnenuhren u, 8. w,
Reflexionskreis von Wanschaff in Berlin. No. 322.
Reflexionskreis nach Borda von Chevalier in Paris.
Sextant neuester Konstruktion von Hechelmann in Hamburg.
Hydrostatoskop nach Reitz von G. Hechelmann in Hamburg. (Zum Messen von
Winkeln ohne Sextant.)
Hydrostatoskop nach Reitz (kleines) von G. Hechelmann in Hamburg. (Zum Auf-
schieben auf Sextanten-Fernrohre.)
Libellenquadrant von Butenschön.
Sextant, 100 Jahre alt.
Diopter - Niveau,
Davis Quadrant aus dem Ende des XVII Jahrhunderts,
10 alte Oktanten und Sextanten mit verschiedenen Theilungsmethoden zum Ablesen.
Englischer Spiegelsextant von Cary in London (wie er gegenwärtig in der Königl.
Marine verwendet wird.)
Altes Vermessungs-Instrument mit Bussole. Odelm. (wohl Ende des XVII, Jahrhund.)
Gnomon für Höhe- und Azimut-Beobachtung von J. Kley in Rotterdam. (Mitte des
XV. Jahrhunderts.)
i alter getheilter Gradbogen zum Höhenmessen.
Astrolabium, Bild in Rahmen, Vorder- und Rückseite. XV. Jahrhundert, Italienisch.
(Original wahrscheinlich Hamburg, Gewerbemuseum).
Nocturnal oder Nocturlabium zur Beobachtung von Sternhöhen, namentlich des Polar-
Firmaments; nebst einer Beschreibung von Lohmeier,
Astrolabium aus der letzten Hälfte des XV. Jahrhunderts. (Wahrscheinlich Nürnberg.)
Gradstock (Jacobsstab), XVII. oder XVIIL Jahrhundert.
Sanduhr von ungewöhnlicher Grösse,
Alter Quadrant zu astronomischen Messungen.
Fernrohr aus dem XVIIL Jahrhundert.
Marine-Fernrohr aus der Mitte des XIX. Jahrhunderts.
Gezeiten-Integrator nach Reitz, (Modell.)