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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1900.
S. M. S. „Deutschland“ ankerte dort auf 11 m Wasser in den Peilungen:
Muravyof-Huk in N0z0!/sO0, Chotoku-tö-Ostkante in SSO.
Dieser Ankerplatz erwies sich während eines beinahe vierwöchigen Auf-
enthaltes von Mitte Juli bis Mitte August als durchaus geschützt. Von der
häufig in der Broughton-Bucht stehenden kräftigen östlichen Dünung wurde im
Hafen nichts verspürt. Solange die Windstärke gering, lag das Schiff auf dem
Strom, bei frischen Winden lag es auf dem Winde.
Hafen von Fusan.
Aus dem Reisebericht S. M. S. „/rene“, Kommandant Freg.-Kapt, Obenheimer, Juli 1899.
(Hierzu Tafel 2, Vertonung 1.)
Für die Ansteuerung bilden Kap Vashon, Vashon - Klippe, Mudge - Insel,
Magnetic Head und das Chaldron - Gebirge gute Marken. Die vor Kap Young
vorgelagerten Black - Klippen lassen sich erst verhältni(smäfsig spät ausmachen,
Die bei Sinsorio übereinander aufgestellten weißen Leuchtbaken sind bei
Tage beim Einsteuern gut zu erkennen; bei Nacht dagegen war das rothe Licht
der unteren Bake, welches 6 Sm weit sichtbar sein soll, vom Ankerplatz aus,
der nur 2,2 Sm von derselben entfernt war, nur mit dem Glase auszumachen.
Es wurde im äußeren Hafen in nachfolgender Peilung geankert: Magnetic
Head 0'428 und Channel-Klippe NNW/W.
Der Ankergrund ist sehr gut, denn der Anker hielt bei einem zwei Tage
dauernden Sturm aus nordnordöstlicher Richtung mit Böen von Stärke 9. Trotz
der stetigen Richtung des Windes kam allmählich eine starke östliche Dünung
im Hafen auf, so dafs das Schiff bis zu 25° schlingerte. Die im inneren Hafen
liegenden kleineren Schiffe lagen ruhig. Der in der Segelanweisung angegebene
Ankerplatz in der Bucht westlich von Mudge-Insel hätte bei diesem Wind und
Seegang weniger Schutz geboten, denn dort brandete die See sehr stark an
der Küste,
Die verschiedenen in den letzten Jahren aufgefundenen Untiefen, welche
gerade beim Einlaufen von tiefgehenden Schiffen in Frage kommen, müssen aus
spitzen, wenig umfangreichen Felsenriffen bestehen, denn es war auf den ver-
schiedenen Untiefen trotz vielfach vorgenommener Lothungen nicht möglich, die
in der Karte angegebenen geringsten Tiefen aufzufinden, obgleich durch genaue
Winkelmessungen festgestellt wurde, daß man sich mit dem Boot genau auf der
Untiefe befand,
Folgende geringste Tiefen, welche sich auf Niedrigwasser bei Springzeit
beziehen, wurden aufgefunden:
1. Auf der in der Karte Tit. XI, No. 116 in WSW*/4W, 6 Kbig. von der
Südostspitze von Magnetic Head angegebenen 3'/a Faden-Stelle wurde anstatt 6,4
noch 10m als geringste Tiefe gelothet. Das Flach wurde vermittelst Winkel-
messung leicht aufgefunden, auf der flachsten Stelle eine Boje verankert und nun
von verschiedenen Richtungen über dieselbe weggefahren; die Lothungen ergaben
nie Tiefen unter 10 m.
Die Vertonung 1 auf Tafel 2 wurde von dieser Stelle aufgenommen: Channel-
Klippe genau unter einem Sattel, welcher etwas rechts von Castle Peak liegt.
2. Auf den beiden in der ungefähren Richtungslinie der beiden Leucht-
baken bei Sinsorio in S, 3!/s3, und S!/20, 3 Kblg. von Channel-Klippe liegenden
3 und 2!/a Faden-Stellen wurde nicht unter 9 bezw. 7m Tiefe gefunden.
3. Die 3!/- und 3'/4 Faden-Stellen in Westnordwestrichtung etwa 3 Kblg.
von Channel-Klippe sowie die 3!/4 Faden-Stelle NNW1!/AW 1,4 Kblg. von Pinnacle-
Klippe wurden trotz häufiger Lothungen und Winkelmessungen nicht gefunden,
Auf diesen Stellen sind stets 10,5 bis 11,5m gelothet worden.
Es ist deshalb tiefgehenden Schiffen entschieden abzurathen, solange nicht
der innere Hafen genauer vermessen ist, in denselben einzulaufen. Dies geschah
auch seitens eines bei der Zollverwaltung angestellten Deutschen Namens
Masberg, welcher sich zuerst erbot, S. M. 8. „Irene“ nach innen zu lootsen,