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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

606 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1900. 
Stat. 
Mittl. 
Windstärke 
(Beaufort) 
N |NNE;/NE ENE| E [ESE, SE |SSE|S |SSW} SW |WSW; W |WNW NW |NNW|Stille| 8a|2p |8p 
Bork, 
Wilh, . 
Keit, | ? 
Ham. I 1 
pp 
Ci 
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Ar 
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9 
8 
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24 
10 
18 
3,7| 3,7 13,9 
2,9| 2,8 13,3 
2,71 3,0 Ba 
3,4! 3,7 12,6 
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15.7 6 11 315 
$ 10 181,6 10 | 318, ı 
17 9112 | 15 |14 411 5 
3 2 3i7|20/14: 712 98! 718 
210; 175! 4110:22| 81'148 164,5. 3 6 
3/5 66'521 9'151 76! 415118 
2,91 3,2 |2,7) 
4,0| 3,9 |3.7 
374035 
m 1% 1ıd 
Ne (21 211 
Mem. 10] 0'4 
33 3,8 [2.7 
2,71 8,7 /2,0 
2,8) 3,3 [32 
Der Monat Oktober charakterisirte sich an der Küste durch nahezu 
normalen, nur wenig zu niedrigen Luftdruck, um etwa 1° zu hohe Mittel- 
temperaturen und fast durchweg zu grofse Niederschlagsmengen; die Bewölkung 
war im Mittel theils zu grofs, theils zu klein und durchschnittlich ziemlich normal, 
während die registrirten Windgeschwindigkeiten auf der Mehrzahl der Stationen 
die vieljährigen Werthe übertrafen. 
Von den zu Zeiten der Beobachtungstermine notirten Windrichtungen 
traten die des Südwestquadranten und theilweise auch Norwestwinde an Häufigkeit 
hervor, während die Winde des Nordostquadranten am seltensten beobachtet 
wurden. 
Mehrfach trafen schwere Stürme die Küste. Fafst man die im Bereiche 
eines und desselben Sturmwirbels an der Küste auftretenden stürmischen Winde 
zusammen, so brachte der Monat acht solcher Sturmphänomene. Das erste führte 
am 4. an der mittleren und östlichen Ostsee stürmische Winde aus westlichen 
Richtungen, vielfach Stärke 9 erreichend, herbei. Im Bereiches einer tiefen 
Depression über Nordeuropa riefen mehrere längs der Küste fortschreitende, in 
charakteristischer Weise nur durch schwach welligen Verlauf der Isobaren gekenn- 
zeichnete Ausläufer, am 5, an der Nordsee, am 6. an der ganzen Küste und am 
7. noch an der mittleren und östlichen Ostsee stürmische, meist auf den Südwest- 
quadranten beschränkte und nur vereinzelt noch aus dem Nordwestquadranten 
stürmisch wehende Winde hervor, die meist Stärke 9 erreichten. KEin weiteres 
Sturmphänomen brachte am 13. der Nordsee und am 14., bei steifen Winden an 
der Nordsee, der mittleren Ostsee-Küste stürmische Winde meist aus dem Süd- 
westquadranten, Stärke 8 bis 9 erreichend, und ein nachfolgendes am 15, der 
ganzen Küste stürmische rechtdrehende Winde aus westlichen Richtungen, die 
meist Stärke 9 erreichten und noch vereinzelt in Stärke 8 am 16, auftraten. Aus 
der gleichen Richtung wehien am 23. an der ganzen Ostsee und am 24,, theil- 
weise über N hinaus drehend, an der mittleren Ostsee-Küste Stürme, in denen 
wiederum Stärke 9 vielfach erreicht wurde. Stürmische Winde aus SSO — SW 
und vereinzelt an der Nordsee noch bis NW drehend, brachte ein weiteres Sturm- 
phänomen am 27. an der Nordsee und westlichen Ostsee und am 28. ostwärts 
bis zur Oder, die am 27. an der Nordsee vielfach Stärke 10 erreichten. Endlich 
führte noch ein Sturmwirbel am 29, an der westdeutschen, wie mehr vereinzelt 
am 29, bis 31. au der preufsischen Küste stürmische rechtdrehende Winde aus 
westlichen Richtungen, nur vereinzelt Stärke 8 überschreitend, herbei. 
Rixhöft batte am 15., Travemünde in der Nacht vom 21. zum 22. den 
ersten Schnee. 
Die Morgentemperaturen lagen am 1. bis 1l, und 25. bis 831. — aus- 
genommen den 24. bis 29. an der preufsischen Küste — meist über der Normale, 
am 15. und 17. bis 22. meist unter den normalen Werthen. In ihrem Gange von 
Tag zu Tag zeigten sie in der I. Dekade, bis auf eine vorübergehende Erniedrigung 
gegen deren Mitte, wenig Aenderung und dann ziemlich stetige Abnahme bis zum 
21. oder 22, Weniger gleichartig war der weitere Verlauf; nach einer Zunahme 
folgte bie Ende des Monats wenig weitere Aenderung, oder traten dann noch
	        
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