accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1900. 
Das V. St. Kriegsschiff „Isla de Luzon“ ankerte etwa 9'/3 Kblg. S34W 
(rw. S9°W) vom Leuchtthurm auf einer Sandbank, deren Tiefen von 36,5 auf 
5,5 m in 1'/2 Kblg. Ausdehnung abnahmen. 
Die Küstenlinien im Davao-Golf und überhaupt an der Südküste von 
Mindanao scheinen nur nach Schätzung gezeichnet zu sein. Gleichzeitig ge- 
nommene Kreuzpeilungen stimmten nicht mit den Kartenangaben. Die Peilung: 
Südhuken von der Talikut- und der Samal-Insel in Eins, war O (rw. S89° 0). 
Isabela-Hafen auf der Basilan-Insel. 
Ansteuerung, Die Tonnen, die früher auf den Bänken in der nordöst- 
lichen Einfahrt lagen, sind durch Bambustonnen ersetzt. Eine Bambustonne 
liegt auch auf 8,2 m Wasser auf der Kante der Bank zwischen den Binnahan- 
and Tabianan-Flüssen. Der Beschaffenheit der Tonnen nach kann man auf 
dauernd richtige Lage nicht rechnen. Der Grund in der Isabela-Durchfahrt 
ist steinig. Der Ankerplatz ist schlecht. Mehrere Anker sind dort verloren 
worden. 
Die Gezeiten sind sehr unregelmäfsig. Der Ebbstrom erreicht 4 bis 
5 Sm Geschwindigkeit, der Fluthstrom etwa 1 Sm weniger. 
Einsteuerung, Schiffe, die in den Kohlenhafen laufen wollen, steuern 
gegen die Ebbe mit dem Kopfe nach SW ein. Die Hecktrosse wird dann beim 
Festmachen ziemlich genau achteraus stehen, 
Eine Bambustonne dient zur Bezeichnung einer Klippe, die südwestlich 
von der Landungsbrücke in einem Abstande von 60 m und mit dem Kopfe der 
Brücke in einer Linie Hegt. 
Hafenanlagen. Eine grofse Festmachetonne liegt vor dem Marine- 
lazareth. Am Lande sind mehrere Anker sicher verankert zum Festmachen von 
Bug- und Hecktrossen; die Schäkel sind bei halber Tide aus dem Wasser, die 
Felsen dicht hinter ihnen sind weiß gekalkt. Pfähle zum Festmachen von 
Dwarsleinen sind vorhanden. Die Landungsbrücke ist nicht stark genug, um 
Leinen daran festmachen zu können. Ein Schiff von 6,1 m Tiefgang kann ohne 
Gefahr längsseit der Brücke liegen. 
Die Witterung zu Tsingtau im April, Mai und Juni 1900. 
Nach den Aufzeichnungen der Kaiserlichen meteourolugisch- astronomischen Station zu "T'singtau. 
Die Tabelle auf Seite 582, welche die meteorologischen Angaben für die 
einzelnen Monatsdrittel und die ganzen Monate enthält, ist in der gleichen Weise 
aufgestellt wie für die vorangehenden Vierteljahre („Ann. d. Hydr. ete.“, 1900, 
Seite 63, 213 und 299); nur mufste bei den Monaten Mai und Juni zur Berech- 
nung der „Allgemeinen Luftbewegung“ auf die Windbeobachtungen an den drei 
täglichen Terminen (vgl. a. a. O. Seite 63) zurückgegriffen werden, da hierfür 
Anemometeraufzeichnungen nicht zur Verfügung standen. 
Wie die ersten drei Monate dieses Jahres, so war auch in diesem A pril 
die Luftwärme niedriger als die im gleichen Zeitraum des Vorjahres, und zwar 
im Monatsmittel um 1,8°, Auch das Maximum- und das Minimum- Thermometer 
ergaben nicht so hohe Werthe (26,1° und 15,4°) wie im April 1899. Dagegen 
war die Bewölkung erheblich größer als im vorletzten April, in dem sie im 
Durchschnitt nur 3,8 Zehntel des Himmels einnahm. Ein in der Nacht vom 10. 
zum j1. April niedergehendes Gewitter, nachdem schon am Morgen des 10. Donner 
gehört worden war, brachte reichlicheren Regenfall, der fast drei Viertel der 
ganzen Monatssumme des Niederschlages ausmachte. Am 1. und 5. April wehte 
der Wind stürmisch aus NW und N: ferner wurden stärkere Winde gemeldet 
1) Die meteorologischen Beobachtungen zu "Fsingtau vom Juli 1898 bis Jumi 1899 sind 
nunmehr in Heft IX der „Deutschen Ueberseeischen Meteorologischen Beobachtungen“, gesammelt 
und herausgegeben von der Deutschen Seewarte erschienen.
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.