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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1900,
Gezeiten und Gezeitenströme., Die Fluthhöhe beträgt etwa 0,6 m. Die
Gezeitenströme treten nur ganz schwach auf. Nach heftigen Regengüssen setzt
der Ebbstrom längs der östlichen Küste aus dem Hafen heraus mit etwa !/4 Sm
Geschwindigkeit.
Einsteuerung in den Hafen, Innerhalb der Einfahrt wurden vom V. St.
Kriegsschiffe „Eagle“ zwei Bänke vorgefunden. Die eine mit einer geringsten
Wassertiefe von 4.6 m liegt an der Ostseite und ist nicht durch Seezeichen be-
zeichnet. Die andere liegt etwa in der Mitte querab vom San Fernandina-Fort.
Ihre Ostkante ist durch eine rothe Tonne bezeichnet. Das Fahrwasser führt
zwischen beiden Bänken hindurch. Eine schwarze Tonne bezeichnet eine Untiefe,
die sich nordwestlich vom Leuchtthurme !/1 Sm weit erstreckt. Das Fahrwasser
zwischen der westlichen Bank und dem Lande ist zwar tief, jedoch einiger
Korallenklippen halber unsicher.
Die Stadt Gibara liegt an der Westseite der Bucht an einem Hügel-
abhange, Sie ist den Passatwinden ausgesetzt und gesund, obgleich weder
Wasserwerke noch Siele vorhanden sind. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 5000.
Gibara ist der Seehafen für Holguin, eine Stadt von 39400 Einwohnern, die
15 Sm landeinwärts liegt. Gibara ist mit Holguin durch eine eingleisige Eisen-
bahn und durch telegraphischen Anschlufs verbunden.
Handelsverkehr., Die Herrera-Dampferlinie vermittelt den Verkehr mit
Havana, Santiago und den wichtigsten Häfen an der Küste Kubas zweimal
wöchentlich. Dampfer der Munson-Linie laufen nach Baracoa, Vita, Padra und
Nuevitas. Kleinere Schoner verkehren zwischen Gibara und den kleineren Häfen
an der Nordostküste.
Schiffsausrüstung und Proviant kann man in Gibara erhalten. Trink-
wasser aus Cisternen wird mit Prähmen geliefert. Kohlenvorräthe werden nicht
regelmäfsig ergänzt,
Zur Küstenkunde der Philippinen.
Nach „Notice to Mariners“ No, 872, 948, 919, 1103, 875, 1104, 874 und 878. Washington.
(Hierzu Tafel 17.)
Salomague-Hafen an der Westküste der Insel Luzon.
Die Lage, Ausdehnung und Wassertiefen der in der Kartenskizze No. 1
als „Gemeldete Bank“ eingezeichneten Bank sind nur nach angenäherter Schätzung
bestimmt. Das V. St. Kriegsschiff „Nashville“ fand im März d. J, die auf der
Skizze angegebenen Kurse als ausreichend.
Salomague ist ein wichtiger Hafen in der Nähe von Vigan während des
Nordostmonsuns, da dann eine Landung in Vigan meist ausgeschlossen ist,
Rio Grande de Kagayan und Ansteuerung von Aparri an der Nordküste
der Insel Luzon.
Die Barre verschiebt sich nach Angabe der Lootsen fortwährend. Auf
ihr steht mindestens 5,2 m Wasser bei mittlerem Niedrigwasser.
Die Tonnen sind meist aus Bambus hergestellt. Die Tonne No. 1 ist
meistens unter Wasser und wird nur bei Stauwasser sichtbar.
Es wird beabsichtigt, an der Stelle des Pfahlmastes, der in der Skizze
als „Leitmarke bei Tage“ verzeichnet ist, eine ständige Leitmarke bei Tage ein-
zurichten.
Lootsen sind nothwendig.
Baler-Hafen an der Ostküste der Insel Luzon.
Die Tiefen- und Entfernungsangaben in der Kartenskizze No. 3 sind
nur als angenähert zu betrachten. Der Grund bestand aus sehr feinem
schwarzen Sande.
Beim Einlaufen auf den Ankerplatz konnte nur die Spitze des Kirch-
thurmes von den Toppen aus gesehen werden, während das Dorf selbst von
Bäumen verdeckt war.