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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

Tiefseelothungen östlich von Japan. 
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Insel‘ Nipon (Honshu) ab. Es wurde in der Erwartung einer nördlichen. Strom- 
versetzung von täglich 15 Sm rw. N 68°O gesteuert, um die Lage der Klippe 
zu erreichen. Auf diesem Wege wurden vier und später noch eine fünfte Lothung 
vorgenommen, die unten in der Tabelle wiedergegeben sind, 
Am folgenden Tage fand man durch gute Beobachtungen, dafs keine Strom- 
versetzung stattgefunden hatte, und steuerte nun rw. N, um den Breitenparallel 
der gesuchten Klippe zu erreichen, Auf demselben lief man zunächst 17 Sm 
nach © und dann 44 Sm nach W, ohne etwas von einer Klippe zu ent- 
decken, obgleich von .oben und von Deck aus besonders scharfer Ausguck ge- 
halten wurde. Die See war verhältnifsmäfsig ruhig und auf dem Wege auf beiden 
Seiten das Wasser von tiefblauer Farbe. Es wurden in der Gegend nicht einmal 
Stromkabbelungen wahrgenommen, doch in der Nähe der angegebenen Lage der 
Klippe eine Gruppe von Walfischen bemerkt, deren: ausgestofsene Wasserstrahlen, 
aus gröfserer Entfernung gesehen, Brandung über einer Untiefe sehr ähnlich 
schienen. Eine Lothung in unmittelbarer Nähe des angegebenen Ortes der Klippe 
wurde nicht genommen, weil man lieber eine gröfsere Strecke auf dieser Breite 
ablaufen wollte, und dafür derzeit nur noch zwei Stunden Tageslicht übrig blieben. 
Dagegen wurde die fünfte Lothung etwa 3 Sm südlich von der vermutheten Lage 
der Klippe vorgenommen. 
Auch der Kommandant Moser ist überzeugt, dafs dort keine Untiefe vor- 
handen. ist, aufser aus mehreren anderen besonders auch aus dem Grunde, dafs 
die Wassertiefe von der Küste aus allmählich zunimmt, wie aus der nachstehenden 
Tabelle hervorgeht: 
Lothung 
No. 
* 
Schiffsort 
N-Br 
—  O-Lg 
35° 54,0‘ 141° 49,0’ 
36° 5,0' 142° 23,0 
36° 12,5’ 142° 45.7 
36° 20,0’ 143° 13,0‘ 
36° 36,0' - 142° 28,5' 
] 
Wasserticfe 
Engl. Fad. | 
m 
1371 
1759 
3800 
4300 
2976 
2507 
3217 
6950 
7860 
5443 
Zur Küstenkunde von Alaska, 
Nach „Notice to Mariners“ No. 1261 und 1262. Washington. 
Ansteuerung des Hafens St. Paul auf der Insel Kadiak. Der Kommandant 
F, J. Drake. vom Vereinigten Staaten-Fischerei-Kreuzer „Albatross“ giebt neuer- 
dings folgende Anweisungen für die An- und Einsteuerung des Hafens St. Paul: 
Vom Osten kommend und durch den Nordkanal wollend, nähere man sich 
der Einfahrt so, daß man mit WzS- (rw. N77°W-)Kurse recht auf das Südende 
von Spruce-Eiland. zusteuert, bis man in der Linie zwischen Kap Pillar im 
Norden und Kap Greville im Süden angelangt. ist. Von hier aus peilt das 
Williams-Riff Sz0140 (rw. S8°W), etwa 1.Sm entfernt. 
Nun ändere man den Kurs auf SW*%5S (rw. S 62'/2°W) und steuere damit 
auf das Nordende von Near-Eiland zu, das gerade südlich frei peilt von der 
kerbartigen Senkung in dem zweigipfligen Barometerberge.‘ Auf diesem Kurse 
bleibt das: Williams-Riff an B.‘B.. und man klart es damit. Man steuere diesen 
Kurs 80 lange, bis das Nordende von Near-Eiland mit der oben genannten Senkung 
in Eins. kommt, und dann auf dieser Linie als Leitmarke weiter nach dem Anker- 
platze. Sie klart das vor der äussersten Huk von Spruce-Eiland liegende 
Hutchinson-Riff, indem sie in !/a bis % Sm Abstand: daran vorbeiführt. Die 
oben genannten beiden Leitmarken führen zwischen dem Williams-. und dem 
Hutchinson-Riffe hindurch und bezeichnen dieses Fahrwasser.‘ 
Der Barometerberg ist kahl und hat zwei Gipfel. An seinem Fufse liegen 
einige hellbraune Hügel, under ist leicht kenntlich an drei dunklen Spalten, die 
an seinem östlichen Abhange südwärts verläufen bis zur Höhe von Near-Eiland.
	        
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