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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

Anualen der Hydrographie und Maritimen Meteorolugie, Januar 1400. 
Stat, 
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Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage) 
Mitt. 
Windstärke 
(Beaufort) 
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Der Monat November charakterisirte sich an der deutschen Küste in 
seinen Mittelwerthen durch ostwärts abnehmenden, im Westen erheblich zu hohen, 
im äußersten Osten etwas zu niedrigen Luftdruck und um etwa 3 bis 5° zu 
hohe Mitteltemperatur; bei durchschnittlich nahe normaler Bewölkung blieben 
die Niederschläge an der Nordsee unter den vieljährigen Werthen, während sie 
an der Ostsee bei zu niedriger Bewölkung in verschiedenem Sinne von den 
normalen Werthen abwichen. Von den zu Zeiten der Terminbeobachtungen 
notirten Winden traten solche aus westlichen Richtungen und besonders die 
Winde des Südwestquadranten an Häufigkeit hervor, während Winde aus NNE 
bis ESE nur ganz vereinzelt beobachtet wurden. 
Stürmische Winde traten auf am I, aus dem Nordwestquadranten, meist 
Stärke 8 (als gröfste Stärke erreichend) an der pommerschen und preufsischen 
Küste, am 3., 8., 9. und in der Nacht zum Il. vereinzelt an der Nordsee aus 
westlichen Richtungen, am Il. und 12, rechtdrehend aus westlichen Richtungen 
an der ganzen Küste, meist Stärke 58 am 11. an der ganzen und am 12. an der 
ostdeutschen Küste, aus nördlichen Richtungen am 15. an der pommerschen und 
preufsischen Küste, Stärke 8, und am 16. an der preußischen Küste, meist 
Stärke 9, am 20. an der ganzen Küste vorwiegend aus nördlichen Richtungen, 
ostwärts bis zur Oder vereinzelt, im Osten meist Stärke 8, am 2l. an der 
ganzen Küste vereinzelt aus dem Südwestquadranten, am 22, vorwiegend aus 
dem Nordwestquadranten, vereinzelt an der westlichen Ostsee und meist Stärke 8 
an der mittleren und östlichen Ostsee, am 23, und in der folgenden Nacht vereinzelt 
an der ganzen Küste aus westlichen Richtungen, am 24, aus westlichen Richtungen 
vechtdrehend an der ganzen Küste, an der Ostsee meist Stärke 9 und im Osten 
Stärke 11 erreichend, am 25, aus nordwestlichen Richtungen vereinzelt an der 
mittleren Ostsee und in gröfserer Verbreitung, Stärke 8, an der preußischen 
Küste, am 27, an der Nordsee und westlichen Ostsee vereinzelt aus dem Süd- 
westquadranten und an der mittleren und östlichen Ostsee meist Stärke 8 aus 
beiden Westquadranten, am 28, vorwiegend aus dem Nordwestquadranten, meist 
Stärke 8 an der mittleren Ostsee und Stärke 9 an der preufsischen Küste, sowie 
vereinzelt aus dem Nordwestquadranten am 29, an der mittleren Ostsee und am 
30. au der preufsischen Küste. Die stärksten Stürme des Monats trafen in etwa 
vleicher mäßiger Stärke die Nordsee am Il. und 24., während. die östliche Ost- 
see Stürme etwa gleicher Stärke am 1l., 12., 15., 16., 20., 22,, 27. und 28, hatte 
und hier am 24, der bei Weitem schwerste Sturm des Monats auftrat. 
Die Morgentemperaturen lagen an der Küste, ausgenommen am 1., 2,, 
31. und 26., fast ausnahmslos über den nurmalen Werthen. In ihrem Gange 
von Tag zu Tag zeigten sie am 2. meist eine starke Abnahme und dann rasche 
Zunahme; nachdem fast überall am 4. bis 6. die höchsten lemperaturen des 
Monats erreicht worden waren, nahmen die Morgentemperaturen, mehrfach und 
verschieden stark hin und ber schwankend, langsam ab bis zum 21., worauf in 
der letzten Dekade wieder wärmere Morgen folgten, deren Reihe meist durch 
niedrigere Morgentemperaturen am 25, und 26. unterbrochen wurde. Die Tem-
	        
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