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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

558 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1900. 
Niederschlag, mm 
Zahl der Tage 
Windgeschwindigkeit 1) 
Stat. 
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(26.) 
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46— 2712 2. [10 9 4 „8 -ı— 
41—1310 6.12) 9 3 I 6 | 7 I |—l— 
86+2232 2.1811 5' 1 110 |58| — |® 
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Keine 
2. 926. 
Rüg. | 26 20 
Neuf, 17 23 
Mem.| 53 34 
(3. 26.) 
(3. 6. 7.) 
2.5.—7.12.26. 27.29. 
Atat. 
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage) 
Mitt. 
‚Windstärke 
(Beaufort) 
8a] 2 » 18» 
SO ENEINE FNE,E [ESE SE SSE|S 7SSWI SW |WSWI W 'WNW NW |NNW Stille 
Bork. 
Wilh. 
Keit. | 
Ham. 
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261 2 518 
20 | 2 3 | 830 
18 110 19! 3 '16 
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7 
1 
15 
7 
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3,6| 3,6 |3,5 
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2,7/3,1 2,6: 
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al] 211018: 6i6'4 5 
2,31 2,6 12,5 
3,6! 3,3 3,2 
2.9 3,5 20 
' 
3,113,6 2,8 
2,413,4 2,1 
23,29 24 
Rüg. | 4 
Neuf, | O0 
Men. | 7 
> 
Eine am 1. bis 3. mit ihrem Centrum im hohen Norden ostwärts vorüber- 
schreitende, bis Mitteldeutschland reichende Depression brachte der ganzen 
Küste am 1. und 2. und noch am 3. der Ostsee regnerisches Wetter bei recht- 
drehenden Winden aus westlichen Richtungen, die am 2. und 3. aus dem Nord- 
westquadranten in dem angegebenen Umfange steif und stürmisch wehten, unter 
der Einwirkung eines nachdrängeuden Hochdruckgebietes. Dieses verlagerte sein 
Centrum vom Ozean bis Irland und breitete sich mit hohen Barometerständen 
über ganz Europa mit Ausnahme Nordskandinaviens aus. Ein im hoben Norden 
nachfolgendes Minimum erstreckte seinen Einfluls wieder über die Küste und 
führte am 4, an der Ostsee wie am 5. an der ganzen Küste abermals Regenfälle 
und an beiden Tagen an der Ostsee theilweise stürmische Winde aus dem Nord- 
westquadranten herbei. Ein am 5. bis 7, in östlicher Richtung von der nörd- 
lichen Nordsee her über Jütland und die südliche Ostsee nach dem Innern Russ- 
lands schreitendes Theilminimum hatte wiederum regnerische Witterung bei 
steifen bis stürmischen Winden aus dem Nordwestquadranten am 6. an der ganzen 
Küste und am 7. an der ostdeutschen Küste im Gefolge. Im Rücken der Depression 
drang ein Hochdruckgebiet unter Abnahme an Umfang von England nach Nord- 
österreich — am 8. weiter nach Südrussland — und ein anderes vom Ozean im 
NW nach Skandinavien. Bei gleichmäfsiger Luftdruckvertheilung über Central- 
europa hatten die Nordsee am 7., und am 8. auch die Ostsee, leichte veränderliche 
Winde; eine flache, wenig umfangreiche Depression brachte der westlichen Nord- 
see am 7. und 8. noch etwas Regen. Dann folgte am 9. ein fast durchweg 
trockener, an der Ostsee heiterer Tag bei Winden aus östlichen Richtungen, die 
1) Die registrirten Windgeschwindigkeiten und Sturmnormen erscheinen seit Januar vorigen 
Jahres infolge anderer Berechnungsweise kleiner als früher (vgl. die Erläuterungen der Januar- 
tabelle. Seite 142).
	        
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