accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

Hongkong 
599 
Japan; 2. Norddeutscher Lloyd alle 14 Tage zwischen Hongkong, Singapore und 
Bangkok und dreimonatlich über Saipan, Ponape, Friedrich-Wilhelmshafen u. s. w. 
Queensland und Sydney; 3. Chinesische Küstenfahrtgesellschaft alle 14 Tage 
zwischen Kanton, Hongkong und Schanghai; 4. Messageries Maritimes von Mar- 
seille .nach Schanghai und Japan alle 14 Tage; 5. P.& O0. Steam Nav. Co. von 
Southampton nach Schanghai und. Japan alle 14 Tage; 6. Canadian Pacific 
Railway Co’s. Royal Mail Steamship Line alle drei Wochen zwischen Vancouver 
und Hongkong über Schanghai und Japan; 7. Pacific Mail Steamship Co. und 
Oeccidental & Oriental Steamship Co. zwischen San Francisco und Hongkong 
über Japan und meist über Honolulu abwechselnd, so dafs alle 9 bis 10 Tage ein 
Dampfer in jeder Richtung fährt; 8. Nippon Yusen Kaischa alle vier Wochen 
nach Europa, nach Seattle, nach Bombay, nach Tschifu, Korea, Nagasaki, Wladi- 
wostok und alle vier bis fünf Wochen nach Australien; 9. China Navig..Co. und 
Eastern Australasian Steamship Co. abwechselnd nach Calcutta, Sydney, Mel- 
bourne, Manila, allen Orten der ostasiatischen Küste, Knglisch Nord-Borneo u. s. w. 
Zwischen Hongkong und Kanton, sowie zwischen Hongkong und Macao 
ist täglich zweimalige Verbindung mit Flufsdampfern, 
Telegraphenverbindung besteht nach allen Richtungen. 
Seefischerei wird in grofsem Umfange auf Dschunken und Sampans 
betrieben. 
Schiffsausrüstung. Kesselkohlen japanischen Ursprungs sind in jeder 
beliebigen Menge zu haben. Die deutsche Firma F. Blackhead & Co, ist die 
beste Bezugsquelle hierfür. Kleinere Mengen australischer Kohle werden eben- 
falls eingeführt, doch ist diese nicht sehr begehrt, da sie zu theuer ist. Die 
Kohlen werden gewöhnlich durch Leichter längsseit gebracht und von chine- 
sischen Arbeitern mit kleinen Körben ühbergemannt. An den Landungsbrücken 
und Kaien nördlich von der Kaulung-Huk können Dampfer von 6 bis 7,3 m 
Tiefgang und an der Landungsbrücke bei der Tschinsaltschui-Huk solche bis zu 
7,6 m Tiefgang die Kohlen direkt vom Lande einnehmen. Aus Leichtern können 
stündlich etwa 70 bis 80 t übergenommen werden. Die Preise betrugen im 
August 1900 für japanische Kohlen je nach der Güte 10 bis 14 %, für austra- 
lische 14 bis 16 $ und für Cardiffi-Kohlen 40 $; letztere kosteten in 1899 nur 
23 $ für die Tonne. 
Proviant ist in. jeder Menge durch Vermittelung gröfserer europäischer 
Firmen zu haben. Die Chinesen beschäftigen sich vorzugsweise mit Lieferung 
von frischem Proviant. Die Preise sind während des Krieges beträchtlich in die 
Höhe gegangen und betrugen im August 1900 für Rindfleisch 0,13 $, für Schweine- 
fleisch 0,25 $, für Kalbfleisch 0,20 $, für Hammelfleisch 0,30 $, für Fische 0,20 
bis 0,25 $, für Brot und Früchte 0,06 $, für Gemüse 0,05 $, für Kartoffeln 0,03 $ 
für das Pfund, für 100 Eier 1,50 bis 2,00 $. Salzfleisch kostet 36,50 $ für das 
Faß von 200 Pfund, Salzspeck 35,00 $, Hartbrot 0,01 $ für das Pfund u. 8. Ww. 
Wasserversorgung geschieht durch Wasserboote oder an den Landungs- 
brücken der Hongkong und Kowloon Wharf und Godown Co. durch Röhren- 
leitung. Filtrirtes Wasser kostet, durch Wasserboote an Bord geliefert 1,00 $ 
für die Tonne (August 1900). Chinesische Boote liefern unfiltrirtes Wasser, das 
aber nur zum Waschen oder als Kesselwasser verwendet wird. 
Sonstige Schiffsausrüstung, als Tauwerk, Schmieröl, Anker, Ketten, Boote, 
Farben u. s. w., sind stets in jeder Menge vorhanden, Die deutsche Firma Black- 
head & Co. ist für den Bezug der meisten dieser Gegenstände zu empfeblen. 
Hongkong ist für Ausrüstungsgegenstände der geeignetste Platz in Ostasien. 
Auskunft für den Schiffsverkehr. Das deutsche Konsulat befindet sich 
Wyndham Street 8, etwa 5 Minuten vom gewöhnlichen Landungsplatz für Boote 
(Peddars Wharf) entfernt. Eine deutsche Schiffsmaklerfirma, Lamke & Rogge, 
und zwei deutsche Schiffshändler, die Firmen F. Blackhead & Co. und Heuer- 
mann, Herbst & Co. sind am Ort. Zahlreiche Assekuranzgesellschaften sowie 
Banken sind vertreten; unter letzteren befindet sich auch eine Filiale der Deutsch- 
Asiatischen Bank. Die. Geschäftsräume des Hafenmeisters sind in der Praya 
West. Merkantile Marine Office ist im Sailors Home, West Point. Kranken- 
häuser giebt es verschiedene; das gröfste, das Government Civil Hospital, liegt 
in der Mitte von Victoria. Mannschaftsentweichungen von deutschen Schiffen 
kamen in 1897 einschl. der chinesischen Schiffsleute 241, im darauf folgenden
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.