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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

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A 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1900. 
Unter 400 t 75 $. 
Von 401 bis 700, 100 „ 
» 701 „ 1000 12125 
1001 „ 1500 150 „ 
1501 „ 2000, 175 » 
Ueber 2000, 200 
Die Stadt Vietoria, die im Jahre 1841 nach der Abtretung der vorher 
vollkommen öden Insel Hongkong an die Engländer gegründet wurde, liegt an 
der Nordseite der Insel, dem Hafen zugewendet. Vom Hafen steigt sie terrassen- 
förmig an dem steilen Abhange des durch eine Bergbahn zugänglichen Vietoria 
Peaks empor. Breite reinliche Strafsen laufen der Straudlinie parallel und 
terrassenförmig über einander durch die ganze Stadt; sie werden durch Quergassen 
in reichlicher Zahl und in regelmäfsigen Zwischenräumen unterbrochen. Nur in 
den westlichen der Ansiedelung der Chinesen überlassenen Stadttheilen sind wegen 
der gröfseren Steigung des Landes Unregelmäfsigkeiten in den Straßenzügen ein- 
getreten. Zwischen den hohen und nahezu in ähnlichem Stil gehaltenen Gebäuden 
mit weiten Bogengängen im Erdgeschofs und hohen Bogenfenstern in den Stock- 
werken befinden sich Gärten und Parkanlagen. 
Abgesehen von der am Hafen entlang laufenden Praya, an der die Amts- 
gebäude der Hafenbehörden und die Geschäftsräume der meisten mit der Schiff- 
fahrt in Verbindung stehenden Firmen ihren Platz haben, ist Queens Road die 
bedeutendste Strafse Vietorias. Von Osten beginnend, stehen in dieser Strafse 
die hervorragendsten öffentlichen Gebäude, wie das Stadthaus, Post- und Tele- 
graphenamt, Banken, Hotels u. s. w., anschlielsend daran wird sie zur Geschäfts- 
strafßse, in der sich Laden an Laden reiht. 
Im Jahre 1897 betrug die Bevölkerung Victorias 246 8380 Köpfe; davon 
waren 200 005 Chinesen, 2263 Portugiesen, 3269 sonstige Europäer und 1348 Inder. 
Die Anzahl der Deutschen belief sich auf etwa 250, darunter ein Prediger und 
zwei Aerzte. Hongkong ist Heimathhafen von sieben Dampfern mit 4920 Re- 
gistertonnen, die theils der Firma Jardine, Matheson & Co., theils der 
Hongkong, Canton & Macao Steamship Co. gehören. Die Industrie des Ortes 
ist, gestützt auf die billige Arbeitskraft, von ziemlicher Bedeutung. Es bestehen 
drei grofse Zuckerfabriken, davon eine mit Branntweinbrennerei, eine KEisfabrik, 
Tauwerkfabrik, Sägemühlen, Glas-, Streichholz- und Seifenfabriken, Maschinen- 
werke, Ziegeleien, Cementfahbriken u. A. m. 
Hongkong hat entsprechend den beiden Monsunen eine sehr heifse Jahres- 
zeit von Mitte April bis Mitte November und eine etwas kühlere während der 
übrigen Monate, wo die Temperatur im Durchschnitt etwa 12 bis 17° R. beträgt. 
Die Gesundheitsverhältnisse der Insel haben sich nach der Aufforstung, der An- 
lage von Wasserleitungen und anderen gesundheitlichen Einrichtungen sehr ge- 
bessert, so dafs Hongkong sehr wohl einen Vergleich mit den meisten anderen 
Häfen des Ostens in dieser Beziehung aushalten kann. "Trotzdem herrscht viel 
Malariafieber, und die Stadt wird oft von ansteckenden Krankheiten, als Cholera, 
Pest und Pocken, heimgesucht, die um so heftiger auftreten, je trockener das 
Jahr ist. 
Handelsverkehr, Im Jahre 1899 liefen ein: 
550 Dampfer 3303 mal mit 4 864385 Reg.-T. 
53 Segler 58 „ x» 75 833 
Davon waren deutsch: 
78 Dampfer 632 mal mit 826275 Reg.-T., 
5 Segler 5 es 9241 
289 Dampfer 1654 mal mit 2 557 920 Reg.-T. 
23 Segler 27 » 29558 
Einfuhr: Kohlen, Baumwolle, Mehl, Hanf, Petroleum, Reis, Zucker, 
Bauholz, Thee, Sandelholz, Blei, Opium, Pech im Gewicht von 3 750 000 t (1899). 
Ausfuhr. Da der Handel meist Transithandel ist, gelten die KEinfuhr- 
artikel auch als Hauptausfuhrartikel. Die Ausfuhr betrug im Jahre 1899 ein- 
schliefslich 494 000 t Kesselkohlen rund 3 418 000 t. 
Dampferlinien. 1. Hamburg— Amerika-Linie in Verbindung mit dem Nord- 
deutschen Iloyd wöchentlich von Hamburg oder Bremen nach Schanghai und 
englisch:
	        
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