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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

A144 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1900 
Ansteuerung des Wentschau-Flusses. Kleine Küstendampfer, die, vom 
Süden kommend, den Sanpwan-Pafs benutzen wollen, müssen zwischen Tungpwan 
und dem Shroud-Inselchen hindurchlaufen. Die Klippen westlich von diesem 
Inselchen, von denen die nördlichste unter Wasser liegt, sind zu vermeiden, 
ebenso das Riff 21/2 Sm nordnordwestlich von ihm. Das Riff südöstlich von dem 
[nselchen, das sich eine Strecke weit südostwärts erstreckt, erfordert grofse Vor- 
sicht, wenn man zwischen ihm und der Pikischan-Gruppe hindurch Jaufen will. 
Zwischen den Pikischan- und den Tseigh-Inseln darf kein Schiff passiren, da der 
yanze Raum verschiedene Riffe aufweist, die bei halber Fluth schon bedeckt sind, 
Darauf laufe man in die Deckpeilung: die beiden rundlichen Erhebungen (paps) 
auf der Insel Great Sanpwan in Eins mit der Yellow Sand-Bucht in NO%4N 
and behalte diese Deckpeilung als Kurs so lange bei, bis der Gipfel von Miau 
in Linie mit der kleinen Huk in der Bucht nördlich von der Südosthuk von Miau 
in NWzW344W kommt, dann steuere man NO°%40 in der Deckpeilung: Gipfel 
von Middle-Insel in Eins mit der Mitte der kleinen Bucht an der Südseite dieser 
Insel. Der letztere Kurs mufs sorgfältig innegehalten werden, da die benutzten 
Landmarken sehr nahe sind. Sobald man die Dick-Insel eben durch den Falschen 
Pafs sieht, mufßs ONO gesteuert werden, bis die Clif-Insel zwischen der Middle- 
Insel und dem von deren Ostende freiliegenden Inselehen in NO’/40 in Sicht 
kommt. Darauf kann man mitten zwischen der Middle - Insel und der Kleinen 
Sanpwan-Insel hindurch aus der Durchfahrt hinaussteuern. 
Schiffen, die im Bullock-Hafen vor Anker gelegen haben, stehen zwei gute 
Durchfahrten in den Sanpwan-Pafs zur Verfügung, die eine zwischen den Inseln 
Tong Hwang und Snell und die andere zwischen Takiu und Cutting. 
Schiffe mit 4m Tiefgang können den Sanpwan-Pafs bei jeder Tide, solche 
mit 4,9 m Tiefgang bei Niptide benutzen. 
Im Allgemeinen wird man jedoch die südlich von der Mündung liegenden 
Inseln an B. B. lassen und dicht an der Small-Insel vorbei, die an beiden Seiten 
passirt werden kann, mit nordwestlichem Kurse in die Nordeinfahrt einlaufen, 
Nach dem Reisebericht S. M.S. „Iltis“ (1896) kann Wentschau von Schiffen bis 
zu 4,6 m Tiefgang besucht werden, jedoch mufs die Fahrt stromanfwärts kurz vor 
and während Hochwasser ausgeführt werden. Am vortheilhaftesten ist es, wenn 
man etwa 2 Stunden vor Hochwasser die Hutau-Huk passirt. Bei zu frühem 
Eintreffen findet man !/a Sm westlich von der White-Klippe einen guten Anker- 
platz. Schiffe bis zu 6,7 m Tiefgang können bis zu dem Ankerplatz bei der 
Snipe-Insel, 9 Sm unterhalb der Stadt, kommen. . 
Da sich die Wassertiefen im Fluß “ ehr schnell ändern, ist es rathsam, vor 
dem KEinlaufen in den Hafen von Wentschau Erkundigungen beim Hafenmeister 
Jaselbst über die Fahrwasserverhältnisse einzuziehen. Khenso ertheilt der Führer 
des wöchentlich einmal zwischen Wentschau und Schanghai verkehrenden 
Dampfers Auskunft, 
Zwischen der Hutau-Bank, welche die Nord- und Südeinfahrt von einander 
trennt, und der Rock-Huk und White-Klippe laufe man mit westlichem Kurse 
hindurch, halte sich jedoch von den beiden Landmarken genügend entfernt, um 
die zwischen ihnen vorspringende Bank zu vermeiden, Die erste Barre passire 
man in der Leitmarke: Höchster Punkt der Rock-Huk zwischen der White- 
Klippe und der eben südlich von letzterer gelegenen Klippe. Die Hutau-Huk 
Jäfst man etwa 1% bis 2 Kble. entfernt an St.B. und steuert dann mit nord- 
westlichem Kurs in die Deckpeilung: Hutau-Huk (nicht die südlich vorliegenden 
Klippen) in Eins mit der Nordosthuk der Hokin-Insel in etwa 0SO. Diese Deck- 
peilung führt frei von allen Sänden. Von der Wentschau-Huk bis Walled Town 
hält man sich im tiefen Wasser nahe am linken Ufer und ungefähr parallel zu 
demselben, bis Cone Peak mit dem westlichen (alten) Fort auf der Salamis-Huk 
in Eins peilt. Das sogenannte Westfort ist nur eine kleine kaum als ehemaliges 
Fort erkennbare Ruine. Eine grofse Anzahl von Fischerbuhnen stehen in dem 
Fahrwasser zwischen der Rocky-Huk und der Salamis-Huk. Die Fahrrinne für 
Schiffe in der Richtung der Leitmarken ist jedoch freigehalten. In dieser Peilung 
steuert man ungefähr auf das rechte Ufer zu und darauf parallel zu demselben 
in einem Abstand von etwa 2 Kblg. bis zu dem alten Zollhause westlich von 
der Jar-Huk. Von hier an mufs ein Lootse genommen werden und, falls ein 
solcher zur Zeit nicht anwesend sein sollte, bis zu seiner Ankunft geankert werden.
	        
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