Swatau.
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der äußersten Huk des Kaps Gute Hoffnung. Diese Leitmarke führt zwischen
dem quer vor der Flufsmündung liegenden äufseren Flach und dem sich von
der Double-Insel ostwärts erstreckenden Steert hindurch bis ins nördliche Fahr-
wasser, das jedoch wegen der Veränderlichkeit seiner Sände in jüngster Zeit
wenig benutzt wird.
Für die Einfahrt in den Flufßs wird jetzt gewöhnlich das südliche Fahr-
wasser zwischen dem südlichen Ufer und der Zuckerhut- Insel, das Zuckerhut-
Fahrwasser, benutzt. Um dieses benutzen zu können, ändere man den Kurs auf
NW!AW, sobald auf der oben genannten Leitmarke die dicht am Lande liegende
7,6 m hohe Peaked - Klippe in NWzW!/AW-Peilung kommt. Der NW!4AW- Kurs
führt dann weiter in der Mitte des Zuckerhut-Fahrwassers entlang. Sobald das
Nordostende der Double-Insel 0zS peilt, kann man mit westlichem Kurse weiter
und ganz bis nach dem Ankerplatze vor Swatau steuern.
Man kann auch, nachdem man das Kap Gute Hoffnung umsteuert hat, auf
der nachstehenden Leitmarke direkt einsteuern: Die auf dem gelben Gebäude
des Kommissionars stehende Flaggenstange auf der Double-Insel in etwa NW */N-
Peilung in Eins mit der Südwestseite der Zuckerhut-Insel. Nachdem man damit
nördlich von der Peaked - Klippe angelangt ist, biege man allmählich westlicher
und steuere durch die Mitte des Zueckerhut-Fahrwassers wie oben angegeben,
Es sei besonders bemerkt, dafs auf dem Flusse viele Fischerbuhnen stehen,
die stellenweise von beiden Ufern weit ins Fahrwasser hinausgebaut und daher
sorgfältig zu vermeiden sind. Auch Fischerpfähle, die zum Halten von Netzen
dienen, stehen zum Theil im Fahrwasser selbst und sind zu meiden.
Die Gezeiten und Gezeitenströme sind recht unregelmäfsig und sehr vom
Winde abhängig. Die Hafenzeit ist bei der Double - Insel ungefähr 3, doch
wurde sie von S. M. S. „Elisabeth“ um 1* 30° gefunden. Die Fluthhöhe be-
trägt bei Springtide 1,8 bis 2,7 m, doch ist es festgestellt, dafs im Südwestmonsun
während einer Reihe von Tagen, ganz unabhängig von dem Mondesalter, die
Fluthgröfse nur '/3 bis 1m beträgt. Das Wasser fällt indessen bei Niedrig-
wasser nur nach ein- bis zweitägiger Windstille bis auf den Nullpunkt der See-
karten, so dafs der Wasserstand in der Regel größer ist, als die Karten angeben.
Die Gezeitenströme dauern während des Nordostmonsuns gleich lange,
doch ist der Ebbstrom, der mit 3 bis 4 Sm Geschwindigkeit läuft, stärker als
der Fluthstrom.
Bei Swatau ist die Hafenzeit etwa 3"; die Fluthhöhe beträgt daselbst
bei Springtide 2,7 m.
Der Ankerplatz für fremde Schiffe ist zwischen der Tatau-Huk und der
Kakcbio - Huk. Bevor ein Schiff den Ankerplatz erreicht, kommt ein Hafen-
beamter ‚an Bord und weist dem Schiffe den Anker- oder Liegeplatz an, den man
nicht ohne Erlaubnifs des Hafenmeisters wieder verlassen oder wechseln darf.
Kriegsschiffe ankern gewöhnlich an der Südseite des Flusses, recht vor
der Fremdenniederlassung,
Man meide die an der Südseite des Flusses liegenden, theils über Wasser
befindlichen, theils blinden Klippen bei der Kakchio-Huk.
Schiffe, die eine gewisse Menge von Pulver oder anderen Sprengstoffen
an Bord haben, müssen 1 Sm unterhalb der Hafengrenze ankern und am Tage
im Vortopp die Flagge B des internationalen Signalsystems zeigen.
Landungsanlagen, Es sind Kaianlagen ohne Krähne und Landungs-
brücken vorhanden, an denen bei Niedrigwasser 5 bis 7 m Wasser steht. Die-
selben sind jedoch Privateigenthum einiger Rhedereien und dürfen nur von ihren
oder den von ihnen gemietheten Schiffen benutzt werden. Dasselbe gilt von den
im Hafen liegenden Festmachetonnen.
Ein Boothafen ist von der Seezollverwaltung angelegt worden, in dem
Leichter und andere kleine Fahrzeuge bei schlechtem Wetter Schutz finden.
Taifune. Beim Herannahen eines Taifuns sind die Ankerplätze im Hafen
zu verlassen. Man muß dann schleunigst entweder weiter flufsaufwärts steuern,
bis etwa nördlich von der Flower-Insel, oder auch den Taifunplatz auf der Clipper-
Rhede in der Namoa-Strafse aufsuchen, welches Dampfern bei rechtzeitigem Auf-
passen in der Regel möglich ist.
Sturmsignale werden vom Hafenmeisteramte gezeigt.