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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

486 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1900. 
Stapelklötzen 5,5 m Wasser und kann Schifle bis zu 101 m Länge aufnehmen, 
Das yröfste bis zum Jahre 1897 gedockte Schill war 2097 L grofs, 90 m lang, 
12m breit und hatte 4,9 m Tiefyang. Kin Mastenkrahn von 5 t Hebekraft ist 
vorhanden. 
fs können Gufsstücke von 8 t Gewicht gegossen und kurze Wellen von 
0,7 m Durchmesser gedreht werden. Dampfeylinder von 2 t Gewicht und 1,2 m 
Durchmesser können angefertigt und Röhren von 0,2 m Durchmesser gelöthet 
werden. 
Schiffsunkosten. Tonnengelder wie in allen chinesischen Häfen, 1 mace 
— etwa 0,27 Mark für jede Netto-Registertonne bei Schiffen bis zu 150 Netto- 
Registertonnen Größe oder 4 mace = etwa 1,06 Mark für Schiffe von mehr als 
150 t Gröfse. Die Tonnengelder werden von demselben Schiffe nur alle vier 
Monate einmal erhoben. Kin 1000 t grofses Schiff hat etwa zu zahlen: Tonnen- 
gelder 1060 Mark, Lootsengebühren 60 Mark, Konsulatsgebühren 67 Mark. Die 
Lootsengebühren sind für KEin- und Auslootsen berechnet. Lootsenzwang besteht 
nicht. Die Konsulatsgebühren ermäfsigen sich auf 9 Mark, falls der Aufenthalt 
des Schiffes weniger ale 48 Stunden beträgt. 
Der Schlepplohn für das Ausschleppen eines Segelschiffes beträgt je nach 
Größe 30 bis 50 Mark. Für Benutzung des Trockendocks bezahlen Schiffe bis 
zu 200 Brutto-Registertonnen 80 $, ferner bis zu 400 t Größe für jede weiteren 
100 t 20 $ mehr, dann bis zu 900 t Gröfse für jede weiteren 100 t 10 $ mehr 
und für noch gröfsere Schiffe für jede ferneren 100 t 5 $ mehr. Hierbei ist 
aufser dem Tage des Ein- und Ausdockens ein ganzer Aufenthaltstag im Dock 
einbegriffen; für jeden ferneren Tag des Verweilens im Dock hat man etwa 60% 
Zuschlag zu zahlen. 
Scefischerei wird von der Inselbevölkerung der Umgegend in bedeutendem 
betrieben. 
Klima und Witterung siehe „Segelhandbuch für den Indischen Ozean“, 
Seite 55 ff. und 183 ff., sowie „Segelhandbuch für den Stillen Ozean“, Seite 91 ff. 
und 243 fl. 
Swatau.) 
Allgemeines. Die Stadt Swatau liegt auf etwa 23,3° N-Br und 116,7° W-Lg 
am Flusse Han ungefähr 8 Sm oberhalb dessen Mündung in den südlichen Theil 
der Formosa-Strafßse. Sie wurde durch den Vertrag von "Tientsin im Jahre 1858 
dem fremden Handel geöffnet und ist seit der Zeit zum Mittelpunkt des fremden 
Handels in der chinesischen Provinz Kwantiung geworden. 
Der Hafen kann in der Regel während des Nordostmonsuns von Schiffen 
bis zu 6,8 m Tiefgang, während des Südwestmonsuns von Schiffen bis zu 6,5 m 
Tiefgang bei Springtide-Hochwasser erreicht werden. 
Landmarken. Von Süden kommend, bildet die etwa 25 Sm südwestlich 
von der Flufsmündung liegende Huk Breaker Point eine gute Landınarke. Auf 
ihr erhebt sich ein 34 m hoher kuppelförmiger Hügel, und es steht auch ein 
37 m hoher schwarz und weifßs wagerecht gestreifter Leuchtthurm darauf, Die 
4 Sm nordöstlich davon liegende Tonglai-Huk ist niedrig, doch steigen mehrere 
Seemeilen landeinwärts westlich und nordwestlich von ihr zwei Berggipfel bis 
zu 360 m und 430 m Höhe an. An der Haimun - Bucht ist die Küste und das 
Land weiter nach innen zu niedrig. Nördlich von ihr stehen drei Pagoden, 
davon zwei auf Berggipfeln; diese sind bei klarer Luft bis zu der Insel Namoa 
sichtbar. Hinter der Haimun-Huk bildet eine Hügelreihe zwei Gipfel, auf deren 
höchstem von 180 m Höhe ein künstlicher Wall errichtet ist. 
Das die südliche Huk an der Flußfsmündung bildende Kap Gute Hoffnung, 
das Nordostende einer langgestreckten hügeligen Halbinsel, ist 50 m hoch und 
trägt einen 6,7 m hohen eisernen Leuchtthurm, der mit seinen Nebengebäuden 
weifs gestrichen ist. Der hohe Gipfel dieses Kaps ist 132 m hoch. Das Ganze 
ist sehr auffällig, besonders wenn es von NO her gesehen wird. Der Gipfel 
\ Engl. Adm,-Karte No, 854, Port Swatanu.
	        
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