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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

478 Annalen der Hydrograpbie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1900, 
dem 520 m hohen Berge Serrated Range. Diese Peilung ist jedoch nicht gut, 
weil das Fährhaus schwer zu finden und der Berg gewöhnlich von Wolken be- 
deckt ist. Der Lootse Holdt behauptet, dal das Fährhaus überhaupt nicht vor- 
handen ist. Von S. M. S. „Hansa“ konnte das Fährhaus auch nicht aufgefunden 
werden. 
Hat man den Mittelgrund passirt, so kommt man in die Deckpeilung 
Wedge-Insel und eine auffallende Baumgruppe bei Tunui. In dieser Linie 
steuert man weiter, läfst die Wedge-Insel dicht an St.B. und hält sich in der 
Nähe des linken Ufers, bis die Tree-Huk querab an B. B. ist. Hier befindet 
sich eine Bank in der Mitte des Fabrwassers, welche größer, als in der Karte 
verzeichnet, ist und auf beiden Seiten passirt werden kann. S. M. S. „Hansa“ 
liels sie einlaufend an St. B., auslaufend wieder an St. B. Die letztere Durch- 
fahrt ist tiefer, aber schmaler, und führt dicht unter dem Ufer entlang. Nach 
dem Passiren der Bank wird die Flußmitte gehalten bis zur Spiteful-Insel. Diese 
und die westlich davon liegende schwarze Tonne bleiben an B.B. Das Fahr- 
wasser führt dicht unter dem Ufer entlang. Zwischen der letztgenannten Tonne 
und dem Nordostende von Losing flacht das Wasser bis auf etwa 6m ab und 
wird dann wieder tiefer, längs der Südostseite der Insel eine Rinne mit ungefähr 
10 bis 13m Wasser bildend. 
Ankerplatz. Der beste Ankerplatz auf der Pagoda- Rhede befßndet sich 
zwischen der Mitte der Südostküste von Losing und der ersten Huk unterhalb 
der Watters-Klippe. 
Sturmsignalstation befindet sich in Futschau, 
Zollbehandlung. Jedes ankommende Schiff hat, auch wenn es weniger 
als 24 Stunden im Hafen bleibt, seine Papiere an das Konsulat zu schicken. Der 
Konsul stellt hierauf ein Certificat aus, das dem Zollamte in Futschau einzusenden 
ist, worauf dieses das Schiff einklarirt. Bei der Ausklarirung ist das vom Kapitän 
unterschriebene Exportmanifest dem Zollamte einzuliefern, worauf dasselbe die 
nöthigen Papiere ausstellt. Für Nacht- oder Sonntagsarbeit ist ein besonderer 
Erlaubnifsschein der Zollbehörde der Pagoda-Rhede erforderlich. Das Zollamt 
von Pagoda befindet sich auf dem rechten Ufer gegenüber der Pagode auf Losing, 
während die Geschäftsräume der Zollbehörde von Futschau auf der Insel 
Nantai liegen. 
Hafenanlagen. Kin Regierungstrockendock ist auf der Pagoda-Rhede 
vorhanden; das Privatdock wird schon seit Jahren nicht mehr benutzt und soll 
vollständig verfallen sein. Die Länge des Regierungsdocks auf den Stapelklötzen 
beträgt 119 m, die Gesammtlänge 128 m, die Einfahrtsbreite bei Hochwasser 33 m, 
auf der Schwelle 23,5 m, und die Wassertiefe auf der Schwelle bei Springtide- 
Hochwasser 6,8 m. Nach neueren Berichten soll das Dock eine schlechte Lage 
haben, quer zu Wind und Tide, und soll lecken. 
Aufserdem hat die Regierung noch eine Patenthelling, die nöthigenfalls in 
zwei Theile zerlegt werden kann und die Schiffe bis zu 1600 t und 6,1 m Tief- 
gang bei Hochwasser aufnimmt. 
Nördlich von Mamoi ist die Werft der chinesischen Regierung mit Repa- 
raturwerkstätten und Hellingen. Alle Arten von Reparaturen an Schiffen und 
Maschinen sowie kleinere Neubauten können dort ausgeführt werden. Kessel 
jeder Größe, Maschinen bis 1000 ind. Pferdestärken, Schraubenschäfte bis zu 
10,5 m Länge und 0,46 m Durchmesser und Gufßsstücke his 20 t werden angefertigt. 
Dockkosten. 
0,90 £ pro Registertoune netto. 
375 „ im Ganzen. 
120 
470 2 
525 2 » 
585 5 
650 » »® » 
0,60 „ pro Registertonne netto. 
Für den angeführten Betrag können die Schiffe drei Tage das Dock be- 
nutzen, von der Zeit an gerechnet, wo das Dock geschlossen ist. Der Tag, an 
dem das Schiff in das Dock holt, und der Tag, an dem es dasselbe verläfst, 
werden zusammen als ein "Tag gerechnet. 
Registertonnen
	        
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