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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

Messerschmitt: Ueber die Halophänomene. 
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. G. Hellmann!) hat die Beobachtungen der Halos in Upsala (1866 bis 
1872), die aus dem Staate New York?) (1826 bis 1850), diejenigen der inter- 
nationalen Polarstationen (1882 bis 1883) und die japanischen Beobachtungen 
von 1892 zusammengestellt und findet ebenfalls eine ähnliche jährliche Periode, 
nämlich, dafs für die Sonne die Ringe am häufigsten im späten Frühjahr (April 
bis Juni) und am seltensten im Winter (Dezember und Januar) sind; für den 
Mond sind sie zur Zeit des höchsten Sonnenstandes am seltensten, . während sie 
im Winterhalbjahr am häufigsten sind, womit die Beobachtungen auf dem Ozean 
vollkommen übereinstimmen. 
Herr Professor Dr. G. Neumayer hat am Observatorium in Melbourne®) 
(ursprünglich Flagstaff - Observatorium genanut) während der Zeit von Anfang 
März 1858 bis Ende Dezember 1862 stündlich meteorologische Beobachtungen an- 
gestellt und dabei besonders auch auf das Vorkommen von Halos geachtet, wobei 
verschiedene Hülfsmittel benutzt wurden. Es sind dies wohl die einzigen regelmäfsig 
angestellten Beobachtungen, welche auf der südlichen Halbkugel ausgeführt wurden. 
Die nachfolgenden Zusammenstellungen sind nach einem von ihm selbst an- 
yefertigten und mir gütigst zur Verfügung gestellten Auszug bearbeitet. 
Melbourne. Anzahl der Tage, an welchen C- oder C-Halos beobachtet wurden. 
Jan. | Febr, | März | April | Mai | Juni | Juli 
olcjolcioldolc elc o'CIolc 
1858 [Noch richt beob 
859} 4 2 
1360| 1 2 
3861| 2, 1 
62| 2 2 
Ds 
£ 
August] 
oldelcecorcerc 
Sept, | Okt, | Nov. | Dez. 
2 
A 
3 
3 
4 
3 
3 
5 
A 
3 
4 
3 
3 
3 
3 
x 
% 
Fr] 
3 
8 
3" 
4 
7 
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6 
1 
6 
8 
9| 8lıslızlız lıe] 9l s| 4122 [12/29 [12/23 5/20] 12 | 20] 22 [19 [25 | 16] 25] 13 
Danach sind die Sonnenringe am häufigsten im südlichen Sommer (No- 
vember und Dezember) und seltener in den anderen Jahreszeiten gesehen worden, 
Die Mondringe sind am meisten in den südlichen Wintermonaten (Mai bis Juli) 
beobachtet worden, doch existirt ein zweites sekundäres Maximum im südlichen 
Sommer (Oktober und November). Es scheint danach die jährliche Periode im 
Auftreten der Halos in Melbourne ein etwas anderes Verhalten zu zeigen als an 
den meisten der oben angeführten Orte der nördlichen Halbkugel. 
Man kann überdies statt nach "Tagen nach Stunden auszählen und erhält 
dann die folgenden Werthe für Melbourne (1858 bis 1863): 
Sonnen- und Mondringe, beobachtet in Melbourne 1858—1865. 
Monate 
Januar. . 
Februar . 
März . 
April. 0.000404 
Mai. . 0.0.0 
Juni 
Ta 
ce 
21) 
55 60 
as 
17 
26 | 
ı1 
Stunden 
351) (44) 
51% (64) 
57 
24 
47 
35 
Monate 
Juli. .‘. 
August +. 
September . 
Oktober . . . 
November . . 4 
Dezember 
Summen . . . | 
"Tage 
Stunden 
7 
22 
9 
30 
si 
31 
39 | 
28 
56 
64 
54 
336 (346) | 609 (631) 
Da die Beobachtungen im März 1858 begannen und mit Ende Dezember 
ubschliefsen, so geben die Zahlen für Januar und Februar nur vier Jahre, für 
1) G. Hellmann: „Ueber die Häufigkeit der Halo-Phänomene.“ Met, Zeitschr, 10, Jahrg. 
1893. Seite 415 bis 418. 
2) F. B. Houglh: „Results of a series ” of met. obs. made .. . in the state o£ New York 
from 1826 to 1850.“ Albany 1855. 
3) Neumayer, G.: „Results of... observations .. . at the Flagstaff Observatory ...“ 
Melbourne 1860 und 1864. Die Lage des Observatoriums ist: 37° 49' 54 S-Br, 94 39m 58s Q-Lg v. 
Greenw. und 91 engl. Fufs über dem Meere. ; 
41 Nur 4 Jahre. die übrigen 5 Jahre.
	        
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