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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

Stat, 
Bork. 
Wilh. | 5 
Zeit, | 0 
Jam. | 0 
Kiel 
Wus. 
Swin. | 
D 
Rüg, 
Neuf. | - 
Mem. | 7 
Die Witterung an der deutschen Küste im Juli 1900. 
463 
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen Ge 3 am Tage) . 
Mitt}. 
Windstärke 
(Beaufort) 
ÜNFIIM |SNE|E [ESE|SE [SSE|S [sSw| sw |wSW| w lwNw Inw | aNw Stille 
83/27 [87 
3 
5 
0 
0 
4 
al 
19 
8 
36 
2 
4: 1 O0 
3 | 7 
0 5 
313 
2,9/ 3,3 [3,C 
2,5 2,6 [2,1 
2,51 2,7 23 
2,8| 3,5 12,7! 
+) 
b 
2 
2,4 2,7 |2,2 
30 3,3 /2,6| 
2,4) 2,9 /2,0 
2.5/ 2,6 |1,7 
"513,017 
492,6 Is 
Der Monat Juli charakterisirte sich an der deutschen Küste durch eine 
besonders grofse Uebereinstimmung in den Abweichungen der meteorologischen 
Elemente von den normalen Werthen. Ueberall waren der Luftdruck um einen 
kleinen. Betrag und die Temperatur um etwa 1!/2° — im Osten um weniger — 
zu hoch, während die Bewölkung, die registrirte Windgeschwindigkeit und, mit 
Ausnahme von Memel, auch die monatliche Niederschlagsmenge nicht unerheblich 
zu kleine Monatswerthe hatten, Von den zu Zeiten der dreimal täglichen Termin- 
beobachtungen nofirten Windrichtungen traten die Richtungen aus SW bis NW 
etwas häufiger als die übrigen ziemlich gleichmälsig auf die Kompafsrose ver- 
theilten Windrichtungen auf. 
Steife und vereinzelt stürmische Winde traten auf aus dem Südwest- 
quadranten am 3, an der Nordsee und aus dem Nordwestquadranten am 7. an 
der Nordsee sowie, meist Stärke 8 erreichend, am 81. an der Nordsee, der west- 
lichen und mittleren Ostsee. 
Die Morgentemperaturen lagen am 1. und 4, bis 11. fast durchweg unter, 
am 3., 13, bis 26, und am 30. fast überall über den normalen Werthen; an den 
übrigen Tagen hatte die westdeutsche Küste, von der ostdeutschen abweichend, 
meist kühle Morgen am 2,, 27., 28. und 30, und meist warme am 29. In ihrem 
Gang von Tag zu Tag zeigten die Morgentemperaturen zunächst ‚eine Zunahme 
bis zum 3., an welchem Tage die Normale überschritten wurde; es erfolgte dann 
eine starke Abnahme bis zum 5, und bis zum 10. weiterhin wenig Aenderung, 
Dann trat ein ziemlich stetiges Steigen bis gegen Monatsmitte ein, und die 
zweite Hälfte des Monats brachte mehrere ziemlich übereinstimmende langsam 
verlaufende Schwankungen um eine der Morgentemperatur des 14. Juli nahezu 
entsprechende‘ wenig veränderte Mittellage; dabei traten die wärmeren Morgen 
am 20., 26. und 29. oder 30., die kühleren am 18., 23. und am letzten Monats- 
tage ein, 
Die Temperatur schwankte an der Küste zwischen 31,5°, der höchsten 
Temperatur von Swinemünde, und 6,2°, der niedrigsten von Rügenwaldermünde, 
also um 25,3°, während auf den Stationen die kleinste Schwankung 163° in 
Borkum und die größte 22,7° in Swinemünde betrug. Die Veränderlichkeit der 
Temperatur von einem Tag zum anderen schwankte mit ihren gröfsten für die 
Beobachtungstermine berechneten Werthen zwischen 2,0° und 3,2° und zeigte 
die gröfsten Werthe meist am Nachmittag, die kleinsten etwa gleich häufig am 
Morgen und Abend. 
Die Niederschlagsmengen waren infolge der verschiedenen Ergiebigkeit 
der Gewitterregen sehr ungleichartig vertheilt; so hatte Glückstadt 63,2 mm 
neben 133 mm in Brunshausen, Warnemünde 40 mm neben 104mm in Wismar, 
Neufahrwasser 28mm neben 69 mm in Hela und 115mm in Pillau. Läfst man 
den Niederschlagstag um 8% a Ortszeit des gleichnamigen Kalendertages beginnen 
und sieht man von vereinzelten oder geringfügigen Niederschlägen ab, so fielen 
diese wesentlich am I, bis 9, an der ganzen Küste, am 14. an der Nordsee und 
westlichen Ostsee, am 16. ostwärts bis zur Oder, am 17, an der östlichen Ostsee.
	        
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