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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorolugie, Januar 1900. 
Die Zusammenstellung zeigt eine deutliche Zunahme der Sichtbarkeit der 
Halos mit zunehmender geographischer Breite sowohl für die Sonne als auch für 
den Mond, auch wenn man berücksichtigt, dafs die Anzahl der Schiffe bezw. 
Beobachtungstage nicht für alle Zonen gleich ist. Während unter dem 
Aequator nur etwa 2 bis 3 Beobachtungen im Jahre vorliegen, steigt die Zahl 
zwischen + 40° und + 50° N-Br auf 4 Sonnen- und 12 Mondringe. Es geht 
daraus hervor, dafs die Halos auch in den äquatorialen Gegenden nicht so 
selten auftreten, besonders wenn man bedenkt, dafs alle diese Beobachtungen 
nur nebenbei angestellt und von den Sonnenringen nur die auffälligsten Er- 
scheinungen notirt sind. 
Um zu erkennen, ob eine jährliche Periode vorhanden ist, sollen in der 
folgenden Tabelle die Halos, nach Monaten geordnet, angeführt werden. 
Beobachtungen von Ringen im Atlantischen Ozean, 
Monat 
Januar 
Yebruar . 
März . 
April , 
Mai . 
Juni . 
Juli... 
August , 
September 
Oktober , 
November 
Dezember 
Summen. 
Von — 10° bis + 20° Br 
in den Jahren 1855—1871 
Sonne Mond 
x 
X 
0 
1 
9 
4 
106 
Von +20° bis + 50° Br 
in den Jahren 1868— 1884 
Sonne Mond 
16 
Le 
23 
20 
56 
24 
17 
16 
20 
DS 
49 
AS 
10Os 
465 
Gesammtsummen 
Sonne Mond Aller Halos 
17 
70 
57 
57 
5 
61 
74 
1ö 
24 
20 
64 
36 
16 
79 
60 
40 
7 
23 
A1 
27 
30 
40 
74 
58 
58 
$2 
59 
62 
‚18 821 689 
Man erkennt daraus, dafs die Sonnenringe am häufigsten im Frühjahr 
(d. i. März bis Mai), die Mondringe in den Wintermonaten auftreten. YFYür die 
Aequatorgegend ist die Vertheilung gleichmäfsiger, doch scheinen in den Früh- 
jahrs- und Herbstmonaten mehr als in den beiden anderen Jahreszeiten vor- 
zukommen, 
Eine ähnliche Vertheilung fand auch C., Fritsch‘) aus seinen Sonnen- 
halo-Beobachtungen in den Jahren 1839 bis 1845 in Prag und Renou“) aus 
Beobachtungen in St. Maur .von 1873 bis 1889, wie die folgende Tabelle zeigt: 
ke 
EB OB sie u |B.E A 
5, £ zZ 8 5 513 ® Al 8 3 3 
Ei 81 5, | Ss » 273 5 
= © a zZ A > > < Du AM zZ *) 
5 El SA  £ 
Ringe. . 2.0.0.0. «4: 12 30 59 65 94 685 29 53! 38 3539| 20 14 
Nebensonnen . . . {E 14 20 | 261 14 28 26 183 17 7 5| &d: 5 
Tangentiale Lichtstrahlen) ”* 2 9 | 7] 10 18 7 3 4 4 3 1 4 
st, Maur. Ringe. °£. 2... 12 12 | 24! 30 32 19 Ss 8 12 15! 15 4 
Mit dieser Vertheilung stimmt auch das Auftreten der Cirren überein, 
deren Maximum in den Mai und deren Minimum in den Winter fällt. (Die 
Arbeit von Bravais: „Sur les halos et les phenom. qui les accompagnent.“ 
Journ. de Ecole polyt. Tome 18. 1847, Paris, ist mir nicht zugänglich ge- 
wesen, soll aber die gleiche Vertheilung geben.) 
‘) C. Fritsch: „Sonnenhöfe und Nebensonnen in der täglichen und jährlichen Periode.“ 
Zeitsch. d. österr, Ges. für Met. Bd. 2. 1867. Seite 465 bis 470. 
2) E. Renou: „Halos et parhelies observes au parc de Saint-Maur.“ Compt. Rend. Bd, 110. 
"890. Seite 851 bis 553.
	        
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