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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

Anyalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1300. 
und auf das Meeresniveau reducirt: 
Melbourne. „ . . . g == 9,80020 m 
Sydnev. . + 4 on g=95/79113m 
Nach diesen Werthen sollte das indische Pendel 13,48 Schwingungen 
weniger in Sydney gemacht haben als die Anzahl der Schwingungen in Melbourne 
in einem mittleren Sonnentag. Die Werthe für g, von Melbourne aus den ver- 
schiedenen Quellen von oben abgeleitet, geben das Folgende: 
Nach den Greenwich- und Melbourne-Beobachtungen und unter der An- 
nahme der Länge des Sekundenpendels in Greenwich zu 39,13734 Zoll ergiebt 
sich für 
g =— 9,79815 m 
Nach den Beobachtungen in Kew und Melbourne wird, wenn man die 
Länge des Sekundenpendels in Kew zu 39,14008 (engl.‘Zoll) annimmt, 
g = 9,79870 m 
Der vorläufige von Elblein auf Oppolzers Grundlagen gegebene Werth ist 
g == 9,80020 m 
Nach Helmerts Feststellung wird Dr. Neumayers Werth für 
g = 9,79965 m 
(und nicht, wie in der angezogenen Veröffentlichung angegeben, g = 9,799607 m). 
Daraus leitet man als Mittelwerth die Größe von g ab, wenn man allen 
Beobachtungen die gleiche Berechtigung giebt, zu 
g — 9,79918 m 
oder 0,00047 m kleiner als der von mir abgeleitete Werth. 
Aus einer Bestimmung der Länge des Sekundenpendels in Hamburg (See- 
warte), ausgeführt von Dr. A. Mahlke (1891),!) und jener von Oberst Sterneck 
(1892), an derselben Stelle ausgeführt, ergiebt sich ein Unterschied im Werth g 
für Wien von 0,00058 m, um welchen Werth die Mahlkesche Bestimmung 
kleiner ist als jene von Sterneck ausgeführte. 
Wenden wir diese Größe auf die Elbleinsche Bestimmung in Melbourne 
an, so haben wir 
g = 9,80020 — 0,00058 m 
— 9,79962 
für Melbourne oder eine nur um dreihunderttausendstel Meter von dem von mir 
abgeleiteten Werthe verschieden, und zwar ist der Elbleinsche Werth kleiner. 
Nach einer brieflichen Mittheilung von Oberst von Sterneck (22. Dezem- 
ber 1897) wurden in Melbourne noch Bestimmungen ausgeführt von Schiffs- 
lieutenant Müller, v. Elblein (1893) und von Guberth (1894), aus welchen 
Beobachtungen sich nun ein defnitiver Werth für 
g = 9,80016 
ableitet, weniger 0,00058, also 
g = 9,79958 
9,79965 
0,00007 m 
d. h. der von Wien mit der Bestimmung von Hamburg abgeleitete Werth als 
Korrektion angebracht, würde ergeben, dafs die von mir in Melbourne in abso- 
luter Weise ausgeführte Bestimmung um siebenhunderttausendstel Meter gröfser 
ist als jene von Wien direkt abgeleitete. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dafs 
alle die angenommenen Werthe einer genauen Kontrole unterworfen werden müssen, 
damit sie untereinander in vollen Einklang gebracht werden können. 
So viel ist übrigens jetzt schon ersichtlich, dafs die ursprünglich vorhandenen 
Unterschiede durch die neueren Untersuchungen sehr in ihrem Betrage herab- 
gedrückt werden und dafs bis auf Weiteres die Werthe für Melbourne angenommen 
werden müssen: 
L = 0,9929020 m 
g — 9,79955 m 
Ann. d. Hvar. u. Marit. Meteor.“. Jahrg. 18922. Seite 126.
	        
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