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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

Die Mündung des Yangtse-Kiang. 
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zu Tonne weiter, und zwar passirt man zunächst an St. B. die rothe spitze Tonne der 
Tschi-Yao-Bank vor der Drinkwater-Huk, die jetzt 42!/a Sm südlich von dem schwarz 
and weiß wagerecht gestreiften 24,4 m hohen Drinkwater-Leuchtthurm (mit weifßsem 
Gruppenblitzfeuer, alle 20 Sekunden zwei Blitze von 15 Sm Sichtweite; Näheres 
siehe Leuchtfeuer-Verzeichnifs, Heft VII) liegt. Etwa 9*/a Sm westnordwestlich 
von der zuletzt genannten Tonne liegt die spitze roth und schwarz wagerecht 
gestreifte Mittelinsel-Tonne, in der Peilung N 34° O0 4Sm von der Vermessungs- 
bake auf der Mittelinsel entfernt; etwa 2 Sm ostnordöstlich von dieser Tonne 
steht an der Nordseite des Fahrwassers der weiße, bis zur Wetterfahne 16,2 m 
hohe Liu-tschiao-tschiang-Leuchtthurm, auf dem ein weißes unterbrochenes Feuer 
mit 13 Sm Sichtweite brennt. (Näheres siehe Leuchtfeuer-Verzeichnifs, Heft VIII.) 
Bei dieser Tonne wendet sich das nach Schanghai führende Fahrwasser nach WzS 
und führt nun zwischen der Tsung Ming-Bank an der Nordseite und der Mittel- 
insel und Buschinsel, welch letztere dicht nördlich vor der gröfseren Insel Tsung 
Pao Scha liegt, an der Südseite hindurch. An der südöstlichen Kante der Tsung 
Ming-Bank liegt eine rothe Tonne mit schwarzem trommelförmigen Toppzeichen; 
ferner liegt eine rothe Tonne vor der SW-Kante derselben Bank 3,1 Sm S51° 0 
von der Mittelinsel-Bake. Aufserdem liegt eine rothe Tonne mit schwarzem auf 
der Spite stehenden Würfel als Toppzeichen, „Bush Island Buoy“ benannt, nördlich 
von Tsung Pao Scha, 4'/s Sm S 65° O von der Mittelinsel-Bake. Auf dem West- 
ende der Insel Tsung Pao Scha steht eine Stangenbake mit schwarzem Balltopp- 
zeichen. Da die Tsung Ming-Bank sich nach SO verschoben hat, so darf man 
sich den Tonnen dieser Bank nicht mehr als 2 Kblg. nähern, bis das Fahrwasser 
neu vermessen und neu betonnt sein wird. Eine Untersuchung des Fahrwassers 
nördlich von Tsung Pao Scha hat ergeben, dafs das Fahrwasser innerhalb der 
5,5 m-Grenzen nur noch etwa 1 Kblg. breit ist und dafs seine Richtung gekrümmt 
ist. Seefahrer, die nicht genau mit diesem Fahrwasser vertraut sind, sollten es 
nicht benutzen. 
Die Wassertiefen in der Nordeinfahrt auf der Schaweischan-Barre betragen 
etwa 5,8 m, zuweilen auch etwas mehr. Im Schaweischan-Pafs findet man etwa 
6 bis 15 m Wasser, ebenso viel auch in der schmalen Durchfahrt zwischen der 
Tsung Ming-Bank und der Insel Tsung Pao Scha. 
Gezeiten in der Nordeinfahrt zum Yangtse-Kiang. Die Hafenzeit be- 
trägt bei der Insel Schaweischan 11* 22”; die Fluthhöhe beträgt bei Springtide 
4,3 m, bei Niptide 3 m, der Nipfluthhub beträgt 1,6 m. 
Die Gezeitenströme sind, wie schon auf Seite 412 angeführt, einer Drehung 
unterworfen, die in der Nähe der Insel Schaweischan in 12 Stunden einmal durch 
alle Kompafsstriche hindurchläuft; ähnliche Drehungen finden auch zwischen der 
Insel Schaweischan und der Drinkwater- Huk statt. In der ersten Stunde der 
Fluth setzt der Strom nach Süden und dreht dann durch West nach Norden. 
Der Ebbstrom setzt in der ersten Stunde nach Norden, dreht dann durch Ost 
nach Süden. Im Allgemeinen sind die Ströme am stärksten in der vierten 
Stunde der Ebbe und in der dritten Stunde der Fluth; sie erreichen‘ gewöhnlich 
3 bis 4 Sın Geschwindigkeit bei Springtide, zuweilen sogar 5'/a Sm. Westlich 
von der Drinkwater-Huk hört der Einflufs der Drehströme auf; die Fluth setzt 
nordwestwärts, die Ebbe südostwärts. 
Der Wusung-Flufs. 
Die äufsere Barre des Wusung-Flusses beginnt etwa 1 Sm aufserhalb 
jer Einmündung des Wusung-Flusses in den Yangtse-Kiang; ihre Aufsenkante 
wird durch ein Feuerschiff bezeichnet, das ein rothes und ein weißes Feuer 
untereinander zeigt und an der Südostseite der Fahrrinne über der Barre liegt. 
(Näheres vgl. Leuchtfeuer-Verzeichnifs, Heft VIII.) An der Nordwestseite der 
Fahrrinne liegt eine schwarz und roth senkrecht gestreifte spitze Tonne auf etwa 
5,5 m Wasser; diese Tonne bezeichnet zugleich den äufsersten Steert der Bänke 
vor der Huk Marecageuse. Nach Mittheilung des Kommandanten S. M. S. „Hansa“ 
vom 12. April 1900 ist aufserdem zur Bezeichnung einer gesunkenen Dschunke 
auf der Nordseite der äufseren Wusung-Barre eine rothe kugelförmige Tonne 
mit Oellicht ausgelegt worden. Da diese Tonne zusammen mit der aufserhalb 
der Barre gelegenen spitzen Wusung-Tonne eine gute Marke zum Passiren der
	        
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