accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

414 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1900. 
laufende Schiffe bei der Annäherung an das Tungscha-Feuerschiff dieses nicht 
in westlichere Peilungen als N 50° W bringen. 
Nach dem Passiren des Tungscha-Feuerschiffes halte man dieses in S 50° 0 
achteraus, bis das Kiutoan-Feuerschiff in Sicht kommt. Das Kiutoan-Feuer- 
schiff zeigt ein weißes Blinkfeuer, alle 30 Sekunden einen Blink, das 11 Sm 
weit sichtbar ist. (Näheres siehe Leuchtfeuer- Verzeichnifs, Heft VIII.) Nebel- 
signale in jeder Minute drei Doppelschläge mit der Glocke, Dieses Feuerschiff 
lag bis zum Februar 1899 an der Nordseite des Mittelgrundes. Da die alte 
Fahrrinne aber stark versandete, während sich das Fahrwasser südlich vom 
Mittelgrund dauernä vertiefte, so dafs S. M. S. „Arcona“ schon Ende Januar 1899 
in dieser südlichen Fahrrinne als geringste Tiefe 12 m lothete, wurde das 
Kiutoan-Feuerschiff im Februar 1899 zur Bezeichnung des Fahrwassers südlich 
vom Mittelgrund verlegt; es liegt jetzt 3,8 Sm S 32° W von der Haus-Insel-Bake. 
Das Fahrwasser an der Südseite des Mittelgrundes bezeichnen die grüne „Fairy“- 
Wracktonne, die roth und schwarz senkrecht gestreifte „Middle Ground Lower“- 
Tonne mit schwarzen Balltoppzeichen am südöstlichen Ende des Mittelgrundes 
and die roth und schwarz senkrecht gestreifte „Middle Ground Upper“-Tonne mit 
schwarzem Trommeltoppzeichen am nordwestlichen Ende des Mittelgrundes. Zur 
Bezeichnung der Bank, die die nördliche Grenze des Fahrwassers nördlich vom 
Mittelgrund bildet, liegt eine rothe Tonne mit schwarzem rautenförmigen Topp- 
zeichen auf 4m Wasser 2,1 Sm S71,5° W von der Haus-Insel-Bake, 
Einlaufende Schiffe, die die Bänke südöstlich vom Mittelgrund passiren 
wollen, müssen das Kiutoan-Feuerschiff in N 73° W-Peilung bringen und so darauf 
zusteuern. Bei diesem Kurse beträgt die geringste Wassertiefe bei Springtide- 
Niedrigwasser 4,6 m. Wegen der ungünstigen Lage des Wracks „Fairy“ ist es 
unrathsam, einen nördlicheren Kurs über die Bänke zu nehmen, als vorher an- 
empfohlen wurde. Infolge des veränderlichen Zustandes dieser Gegend ist die 
vorstehende Steueranweisung auch nur als eine zeitweilige zu betrachten. Das 
Kiutoan-Feuerschiff ist schon häufig von Dampfern angerannt worden, die nicht 
genügend auf die starken Gezeitenströme geachtet hatten. Nach dem Passiren 
des Feuerschiffes hat man als Landmarke an der Südseite die 15 m hohe Kiutoan- 
Vermessungsbake, die viereckig ist und aus Gitterwerk besteht. Etwa 5 Sm 
nordwestlich von ihr steht die kleine Kiutoan-Bake, die 12m hoch ist und aus 
einem hölzernen Dreifufs besteht; 150m N47°O von dieser Bake brennt auf 
einem hölzernen weifsen Mast 12 m über Hochwasser ein weiflses unterbrochenes 
Feuer, das 10 Sm weit sichtbar ist. (Näheres siehe Leuchtfeuer- Verzeichnifs, 
Heft VIII.) Man beachte, dafs der Grund an der Südseite des Fahrwassers oberhalb 
vom Kiutoan-Feuerschiff sehr steil ansteigt, so dafs die 10m-Grenze sehr dicht an der 
Kante der bei Niedrigwasser auf etwa 6 Kblg. Breite vom Ufer ab trockenfallenden 
Bänke liegt; man darf also nie auf geringere Tiefen als 10m an das südliche 
Ufer herangehen. Etwa 2!/2 Sn NW%W von der kleinen Kiutoan-Bake stehen 
zwei auffällige Bäume, auf der Karte mit „High Double“ bezeichnet; 1 Sm nord- 
östlich von diesen liegt die sogenannte Scraggy-Baumgruppe. Auch die drei 
Triplets-Bäume sind als Landmarke brauchbar; sie liegen 5 Sm NWzW von der 
kleinen Kiutoan-Bake. 
Einsteuerung in die Nordeinfahrt (Schaweischan-Pafs) des Yangtse- 
Kiang. Die alte Nordeinfahrt lag 1842 auf 31° 50‘ N-Br; dieses Fahrwasser 
ist bisher noch nicht genau vermessen worden und wird nicht benutzt. Man 
bezeichnet jetzt mit der Nordeinfahrt den Schaweischan-Pafs, dessen Nordseite 
innerhalb der Insel Schaweischan von den Drinkwater-Bänken und der Tsung 
Ming-Insel gebildet wird, während die Tungscha-Bänke längs der Südseite dieses 
Fahrwassers liegen. Diese Nordeinfahrt ist brauchbar für die von Norden kommenden 
Schiffe, wobei allerdings zu beachten ist, dafs das Fahrwasser sehr häufigen 
Aenderungen ausgesetzt ist. Ueber die Ansteuerung der Insel Schaweischan 
vgl. Seite 408; zu bemerken ist, dafs etwa 4Sm N 10° W vom Leuchtthurm auf 
Schaweischan 3,2 bis 3,7 m Wasser gelothet wurde und dafs die 10 m-Grenze 
etwa 3!/4 Sm östlich von dieser flachen Stelle liegt. Beim KEinlaufen halte man 
sich etwa 2'/ Sm südlich von der Insel Schaweischan und steuere dann 4 Sm W 
and dann mit WzN-Kurs auf die roth und schwarz wagerecht gestreifte spitze 
Ansteuerungstonne mit schwarzem Balltoppzeichen zu, die auf etwa 7m Wasser 
121/14 Sm S 86° W vom Schaweischan-Leuchtthurm liegt. Man steuere dann von Tonne
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.