Jatum .
1899 Uhrzeit|
N-Br
W-Leg
"kt. 16 ı
Mittag
4h pP
8hp
Mittern,
340 30‘ | 33° 1'
Ikt. 17 | 4ba
aha |
Mittag | 34° 17' | 33° 54'
ap |
4b p
Shp |
Mittern.|
Okt. 18 | dba
har
Mittag | 31° 50° |
339° 55‘
Dinklage: Berichte über schwere Stürme.
Auszug aus dem Journal 5319. Bark „Niagara*. ;
>73
&'
Wind
ar.
mm
red,
Weiter
Bemerkungen
SW 1
SWz53
S4—6
SSO 8—9
763,8
762,1
760,2
7556|
z
5
5
DE
ur
Flau und unbeständig.
ah wendeten auf B. B.-Halsen.
Wind frischt mehr auf. Yrübe Luft, Wolken von W ziehend.
Wind nimmt wieder schnell zum Sturme zu. Schwütle,
feuchte, drohend aussehende Xmft. Drehten auf St. B.-
Halsen bei.
S — SWzS 8—9
SSW 9—10
S10—11
NW 12
WNW 11
WzN 10—-9
W 7—9
751,7 ur
748,8 cm
742,0 | um qr
ım 1b ==
736.2
Unverändert.
Luft klart von WNW auf. Wind nimmt aber noch mehr zu.
Orkanartige Böen, Hohe See. Das Burometer fällt seit 11%
sehr rasch.
Orkan. Dick und drohend. Alles fest bis auf Grofsunter-
marssegel.
| Orkanartiger Sturm und wüthende Böen. Heftiger Regen.
Bis 6h schwerer Sturm mit heftigen Böen, nachher etwas
handsamer. 7h hielten ab nach S.
Wind wieder etwas westlicher, Sehr harte Böen, sonst
flaner. Grobe See.
747,4 qr
751,8 car
754,31 car
W9-—10
WzN — NW 9—8
WNW 8—6
754,3 |
756,8
qarı
tar
Fortwährende heftige Böen mit Regen von WNW. Blitzen.
Bis 6h böig mit Regen, später frisch and beständig und
klares Wetter.
Wetter wird schön. Lange hohe Dünung von NW.
758,4 |
ec
X
Kapt. Loff legt seinem Journal noch folgenden Bericht bei: „Am
17. Oktober mittags legten wir das Schiff auf B. B.- Halsen, da die Hauptsee
bedeutend raumer war als der Wind und das Schiff auf den anderen Halsen
stark arbeitete. Auch war ich noch nicht sicher, in welcher Weise der Wind
sich ändern würde, Der Sturm nahm dann mehr und wehr zu, und gegen Ende
der Vormittagswache wehte es sehr hart mit orkanartigen Böen und dickem
Regen, Wir machten Alles fest bis auf das Grofsuntermarssegel.
Nach Mittag war die Luft in NW immer sehr dick und drohend, Um
[" halsten wir; während wir noch in der Drehung lagen, flaute der Wind plötzlich
ganz ab. Mit genauer Noth kriegten wir das Schiff herum, Darauf war es noch
etwa fünf Minuten ganz still, wobei die Luft sehr diesig und rund herum sehr
dick war; im Zenith blickten einzelne blaue Stellen durch. Es stand eine hohe,
gewaltige Kreuzsee, das Schiff arbeitete entsetzlich, Es kam dann ein ganz
leiser Zug von NW durch; man konnte aber den Orkan schon ankommen hören.
Das Schiff lag derzeit O an. Wir holten schnell die Achterraaen auf und, sowie
das Schiff einige Striche angeluvt war, bralsten wir wieder au. Zu dieser Zeit
brach der Orkan auch schon mit voller Kraft auf uns herein. Im Nu war das
Schiff trotz der hohen See am Winde, ehe noch die Brassen zurecht getrimmt
waren. Es stürmte dann bis 3" ununterbrochen derartig mit heftigem Regen,
dafs man thatsächlich weder hören noch sehen konnte. Wie unser Grofsunter-
marssegel, zwar ein nagelneues Segel, es ausgehalten hat, ist mir ein Räthsel.
Das sehr steife Schiff lag beständig mit der Leereling im Wasser, so dafs die
noch laufenden hohen Seen aus SSW nur immer so an Deck rollten. ;
Um 1°p hatte ich das Barometer zu 738,6 mm (unred.) abgelesen. Ich
weiß nicht, ob es noch tiefer gefallen ist; als ich um.2"p wieder nachsah, war
es schon bedeutend wieder aufgeflogen. Nach 3% wurde die Luft etwas dünner,
and der Sturm liefs etwas an Heftigkeit nach. Während seiner gröfsten Stärke
war der Wind hoch nördlich; wir lagen derzeit WzN und WNW mv. an. Je
mebr er später nachliefs, desto mehr drehte er sich nach W.
Auszug aus dem Journal S. 5243 der Viermastbark „Omega‘, Kapt. H. Krause,
von Iquique nach Hamburg.
Vorbemerkung. Da das von der Seewarte entliehene Quecksilber-
barometer unbrauchbar geworden war, sind die Luftdruckbeobachtungen an einem