5.4
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1900.
HN. Beobachtungen an den übrigen Küstenplätzen,
") =
Jassini .....
Ras Jimbo. ..
Mansa ....-.
Tanga ....-.
Insel Maziwi .
Insel Zanzibar
Bagamovo ...
Insel Niororo .
Kilwa Kivindje
„ Jindi......
‚1. Mikindani . ..
S.Br
0O-Le
4°40' 39° 12’
4°41‘ 39° 18
4° 56,8‘ 39° 11,1
5° 0 139° 7,0
3° 30,5‘ 39° 4,0
5° 10,2‘ 39° 11,5
5° 26,0‘; 38° 52,5
7° 36,9‘, 39° 41,1
8° 446‘ 39° 25,2
9° 59,4 39° 43,6
10°17,3‘ 40° 8,3
Beobachter
Datum
1897
Dr. Maurer
Sell
‚Lt. z.S. v.Egidy
25. 6.
26. 6.
24. 6.
25. 10.
2.11,
” 20. 9.
Dr. Maurer ‚22/23. 12
Lt.z.S. v.Egidy| 19.12.
16. 12.
8.12.
4/5, 12.
Westliche
Deklh-
nation |!
Südliche ' Horizon-
tal-
intensität
» 100 000
17°
46,2
230° 95.37
30065
230013
7° 54,6'
7° 50,4'
8° 2,1
8° 17,3
8° 24,7:(2) 36° 12,6
8° 38,1’
9° 3,7
9° 41,7(2)
9° 35,5(2)
29091 (2)
(Schlufs folgt.)
Bemerkungen über die Wirksamkeit eines Richardschen Baro-
graphen und eines Marine-Quecksilberbarometers an Bord.
In dem Bericht von S. M. S. „Cormoran“, Kommandant Korv.-Kapt. Ems-
mann, über das Wetter zu Apia im Monat Februar d. J, ist auf die größere
Empfindlichkeit des Richardschen Barographen gegen schnellere Schwankungen
des Barometerstandes hingewiesen,
In diesem Bericht heifst es: „.... Auffallend in dieser Periode sind die
gröfseren Druckschwankungen, welche der Barograph im Gegensatz zum daneben
hängenden Quecksilberbarometer anzeigte, z, B. am 15. Februar eine Amplitude
von 3mm gegen 0,8 mm des Quecksilberbarometers.
Auch vom 18. bis 23. Februar zeigte der Barograph höchst unruhige und
unregelmäfsige Kurven, die dann bis Ende des Monats allmählich flacher wurden
und entsprechend dem Quecksilberbarometer unter 760 mm zeigten.
Der Barograph ist viel empfindlicher wie das Quecksilberbarometer und
ist für Schiffe, die in Orkangegenden reisen, von geradezu unschätzbarem Werthe,
weil die geringsten Druckschwankungen sofort angezeigt werden.“
Das, was dieser Bericht über den Richardschen Barographen sagt, gilt
natürlich auch für jedes bessere Aneroid, Nur hat der Barograph den Vorzug,
dafs er durch die fortlaufenden Aufzeichnungen ein übersichtliches Bild von der
allgemeineren Luftdruckveränderung giebt, aus der dann die besondere Luftdruck-
schwankung hervortritt, ihren Störungscharakter dadurch leichter erkennen lassend.
£s ist auch schon früher nicht verkannt worden, dafs bei der Konstruktion
der Marine-Quecksilberbarometer zwei verschiedene Gesichtspunkte einander ent-
gegenstehen. Um genauere Ablesungen auf See zu erzielen, mufßs das Pumpen des
Barometers beseitigt werden. Dies kann aber nur auf eine solche Weise geschehen,
dafs das Barometer auch in Bezug auf schnellere Luftdruckänderungen träge wird.
Unter diesen Umständen erscheint es allerdings nicht unzweckmäfsig, wenn ins-
besondere für die Orkangegenden die Schiffe mit einem guten Aneroidbarometer,
das nur wenig von der Temperatur beeinflufst wird, ausgerüstet würden. Dieses
würde besonders zu den Beobachtungen auf See zu dienen haben und im Hafen
regelmäfsig mit dem Quecksilberbarumeter zu vergleichen sein. Das nunmehr
vornehmlich für diese Kontrole bestimmte Quecksilberbarometer würde dann nicht
mehr die hochgradige Verengerung des Barometerrohres, wie jetzt, zu besitzen
brauchen, da das stärkere oder geringere Pumpen auf See nun nicht mehr in
Betracht käme. Im Gegentheil dürfte diese Verengerung nur bis zu einer be-
stimmten Grenze geführt werden, um für die Vergleiche zuverlässige Angaben
des Luftarnuckes zu erhalten. HB.