accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

Besteckversetzung b= Ah,-secß. Die Richtung der Besteckversetzung ist 
durch die Richtung von Ah, und ß-bestimmt. ; 
Was nun die Berechnung der Gleichung 2 anbelangt, so ist zunächst klar, 
dafs d/„ stets ein spitzer Winkel sein wird. Der Werth des Bruches Nut Me SE 
wird sich bei den kleinen Zahlen, die hier in Betracht kommen, ebenso leicht 
berechnen lassen wie Ah, : 4h,.‘ Geht man nun mit d/, in die Gradtafel und 
mit dem auf zwei Decimalen berechneten Werth von AD nn in die Breiten- 
unterschiedspalte, so ist die danebenstehende Zahl in der "Abweitungsspalte gleich 
cotg u/2. In der Gradtafel bei Breusing sind die natürlichen Tangenten für 
jeden Grad gegeben. Man sucht also die Tangente, welche cotg u/, am nächsten 
liegt, auf und nimmt den. Winkel am Kopfe der Tafel, wenn die Zahl unten, 
und am Fufse der Tafel, wenn die Zahl oben stand, ' Noch bequemer ist Tafel VIla, 
Seite 152, in derselben Tafelsammlung. Subtrahirt man u/, von d/,, so erhält 
man ß. Mit Ah, und ß wird die Besteckversetzung aus der Gradtafel ent- 
nommen, oder man könnte auch Tafel IX bei Breusing benutzen. 
In einigen besonderen Fällen vereinfacht sich die Rechnung jedoch 
wesentlich. Ist z. B. d = 90°, so ist A,G A,S ein Rechteck und b die Diago- 
nale dieses Rechtecks. Man findet dann ß und b, wenn man zu Ah, und Ah, 
als Breitenunterschied und Abweitung Kurs und Distanz sucht. Oder es ist 
cotg 8 = Ah, : Ah,. | 
Ist u/2 = d/,, 80 ist #=0 und Ah, ist die Besteckversetzung; S fällt 
mit A, zusammen, das Viereck geht also in ein Dreieck über. ‘Ist ferner Ah, 
— Ah,, 80 ist f = 0/2, denn cotg u/, wird gleich co oder u = 0. Wenn endlich 
4h;=0 ist, so hat man für u/, die Gleichung: ; 
0oig uf, = Se «tg d/, = td), 
d. h. u/, ist das Komplement von d/„, und es ist ß = d/, — (90° — d/,) = d— 90°. 
So lange d << 90°, ist f negativ und zwar gleich — (90°— d); ist d > 90°; so 
ist 8= -+(d — 90°). (Siehe auch Hülfstafel I von Dr. Fulst, letzte Spalte.) 
. Um nun die Anwendung zu zeigen, möge die Berechnung des ersten und 
zweiten von Dr. Fulst gegebenen Beispieles in dem in Frage kommenden 
Theile folgen. 
Im Beispiel 1 war: 
« Centauri 
Beob. Höhe = 30° 6 
Berechn, Höhe = 30° 5 
4b, = EV . 
Azimut = S85°0 
Reuter: Zur Berechnung der Breiten- und Längenherichtigung. 
« Eridani 
Beob. Höhe = 20° 34 
. Berechn, Höhe = 20° 38' 
Ah, =" DE 
Azimut = S33°W 
N33°0......45Sm 
S35°0......15m ; 
. 4’h, + 4h ; 
— oO LAS m B:3=— x 
g S 112 Mh, — dh, 5:3: „1,67 
dd, = 56°, ...., =. Cotg u/, = 2,48 
a, = 229 00 
ßB = A 34° b = 4,8 Sm 
Richtung u. Entf. d. Bestimmungspunkte: 
j 
25 
Nach Beispiel 2 war: 
Capella 
Beob. Höhe = 14° 6 
Berechn, Höhe == 14° 9‘ 
ah, = —3 
Azimut = N 40°0 
Richtung u, Enff. d. Bestimmungspunkte: 
Fomalhaut 
Beob. Höhle == 15° 28’ 
Berechn. Höhe = 15° 20 
Ah, = +8 
Azimut = S20°0 
S20°0 ....i. 85m 
S40°W......, 35m .. 
4h, + 4hh « 
) = 5 LLC 2 11:5= 2, 
N 60° Ah, — dh, 11:5= 2,22 
= 30°. 000. vu. COotg u/, = 1,28 
u/, = 38° ; 
Q mm a RO b = 815m 
f
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.