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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

Der Golf von Petschili. 
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Lootsengeld beträgt von aufserhalb der Barre bis auf den inneren 
Ankerplatz vor Taku für Segelschiffe 5 $, für Dampfer und geschleppte Segel- 
schiffe 4 $ per Fuß Tiefgang; vom inneren Ankerplatz bei Taku bis nach Tientsin 
wiederum ebensoviel. 
Schleppdampfer stellt die Taku Tug and Lighter Company in genügender 
Zahl und guter Beschaffenheit. Die Gesellschaft besafs 1899 14 Schleppdampfer, 
darunter 5 von über 50t Größe, deren gröfster zu 80 Registertonnen. Die 
Schleppdampfer besorgen auch bei Hochwasser den Verkehr über die Barre 
stromaufwärts zur Eisenbahnstation Teng-Ku (Tang-Ku); Schiffe, die auf dem 
Ankerplatz bei Taku-Feuerschiff liegen, können diese Dampfschleppboote durch 
die internationale Signalflagge N an Bord rufen. 
Schlepplohn wird im Kinzelfalle vereinbart unter Zugrundelegung eines 
ausführlichen Tarifs, von dem hier folgender Auszug gegeben sei, der für die 
Strecke von Taku nach Tientsin, oder umgekehrt, gilt: ; 
Tiefgang des geschleppten Schiffes 
Registertonnen 
400 bis 425 
500 „ 525 
600 „ 625 
700 „ 725 
800 „ 825 
900 „ 925 
975 _ 1000 
8 Fufs 
145 
165 
185 
205 
225 
245 
260 
‘9 Fufs 
165 
185 
205 
225 
245 
265 
280 
10 Fufs | 11 Falls 
185 
205 
225 
245 
265 
285 
300 
205 
2925 
245 
265 
285 
305 
320 
1 
12 Fufs 
225 
245 
265 
285 
305 
325 
340 
13 Fuls 
245 
265 
285 
305 
325 
345 
360 
| 14 Fufs 
265 
285 
305 
325 
345 
365 
380 
Der Schlepplohn über die Taku-Barre beträgt !/s: des hierüber angegebenen 
Tarife. Für Schaden, den Schiffe etwa erleiden, während sie in Schlepp eines 
Dampfers der Gesellschaft sind, kommt die Gesellschaft nicht auf. Sollte ein 
Schiff wegen zu grofsen Tiefganges nicht weiter geschleppt werden können, so 
mufs es sofort leichtern, anderenfalls es dem Schleppdampfer freisteht, das Schiff 
zu verlassen und anderen Schiffen Dienste zu leisten. 
Rettungswesen. Die schon genannte Taku-Schleppdampfer- und Leichter- 
Gesellschaft verfügt über zwei Centrifugalpumpen (7- und 9zöllig) mit den dazu 
gehörigen Prähmen und Dampfbetrieb und besitzt auch Taucherapparate. 
Quarantäne. Alle Schiffe, die aus einem verseuchten Hafen kommen, 
müssen bei der Annäherung an die äufsere Rhede die Quarantäneflagge hissen 
und werden dann auf Anweisung des Hafenmeisters auf den Quarantäne-Ankerplatz 
gebracht, der zwischen den Taku-Forts und dem Dorfe Yü-tschia-pu liegt. Weitere 
Anordnungen werden dann vom Gesundheitsbeamten nach der Untersuchung: des 
Schiffes getroffen. 
Zollbehandlung. Vor Taku kreuzt ein Zollkutter, der den ankommenden 
Seeschiffen einen Zollbeamten an Bord giebt; dieser Zollbeamte führt von da ab 
bis zum Löschen der Ladung die zollamtliche Aufsicht über das Schiff, Sitz der 
Zollbehörde in. Tientsin, in der französischen Niederlassung. 
Ankerplatz auf der Aufsenrhede von Taku. Schiffe von etwa 7m Tief- 
gang liegen ungefähr auf der Wassertiefe ihres Tiefganges etwa 8'/2 Sm seewärts 
von den Taku-Forts. Beste Lage in diesem Abstande ist SOzO vom Süd-Kavalier 
des Südforts; dieser Ankerplatz hat ausgezeichneten Ankergrund und liegt etwa 
4'/a Sm von der Barre des Peiho entfernt. Bei starkem Ostwind entsteht unan- 
genehmer Seegang auf der Rhede, der den Bootsverkehr unmöglich macht. Im 
Sommer können Schiffe mit gutem Ankergeschirr auch schwere Stürme trotz des 
Seeganges hier abreiten; aber im Winter ist die Rhede des KEisganges wegen 
sehr schlecht. Man rechnet im Allgemeinen, dafs der Peiho gegen Ende November 
vom Eise geschlossen wird und erst Anfang März wieder eisfrei wird. Die innere 
Grenze der Rhede bildet der Ankerplatz der Zoll-Dschunken. Wegen der. Schiffs- 
boote, die längsseit der Schiffe festgemacht werden, ist zu beachten, dafs stürmische 
Winde zuweilen ohne die geringste Warnung in wenigen Minuten eintreten.
	        
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