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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

Fulst, O.: Zur Höhenberechnung 
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Schliefslich möchte ich noch darauf hinweisen,. dafs bei dieser Art der 
Berechnung nur eine einzige trigonometrische Funktion, nämlich der Cosinus, 
verwandt wird, so dafs man eventuell mit einer Tafel des Logarithmus Cosinus, 
die nur wenige Seiten in Anspruch nimmt, auskommen könnte. Aber selbst 
wenn man noch eine Tafel für den colog cos? 5 hinzufügen würde, würde nur 
eine kleine Tafel herauskommen, und die Berechnung würde dadurch nicht un- 
wesentlich bequemer werden. Will man aber aus dieser Formel wirklichen 
Nutzen ziehen, so ist eine besondere Tafel nicht zu entbehren, 
Notizen. 
ii. Ueber eine auffällige Lichterscheinung wird. im Journal 
des Vollschiffes „H. F. Glade“, Kapt.. J. Haesloop, von der Reise von Port- 
land, Oregon, nach Queenstown berichtet: „Am 20, April 1899 um 4 Uhr 
50 Minuten morgens, auf 22,3° S-Br und 24,9° W-Lg, sahen wir einen hellen 
Feuerstreifen von röthlicher Farbe im Sternbilde Argo, recht zwischen dem 
Stern Canopus und dem Stern % des genannten Sternbildes. Bald darauf wurde 
derselbe breiter und weils und erhielt die Form eines Kometenschweifes, der 
eine Verbindung zwischen den beiden Sternen herstellte. Wir beobachteten die 
Erscheinung ungefähr, eine halbe Stunde. Allmählich nahm sie eine Hufeisen- 
form an und näherte sich langsam der Kimm; wir konnten sie aber nicht weiter 
als bis zu ungefähr 20° Höhe verfolgen, .wo sie in den Wolken verschwand,“ 
Der Wind war zur Zeit NNO 3, das Wetter schön. 
2, Hoher Flug eines fliegenden Fisches. Auf dem Dampfer „Per- 
nambuco“, Kapt. H. Böge, fand.man am Morgen des 1, August 1899, aur 
19° 41‘ N-Br und 24° 51‘ W-Lg, einen fliegenden Fisch auf der Brücke. Letztere 
hat eine Höhe von 11m über der Meeresfläche. Der Fisch mufs sich also 
aufsergewöhnlich hoch — viel höher, als man nach gewöhnlicher Beobachtung 
für möglich zu halten geneigt ist — aus dem Wasser emporgeschnellt haben, 
um an der angegebenen Stelle niederzufallen. Der Wind war zur Zeit NNO 5, 
nahezu recht von vorn. 
3. Ueber die Folgen eines. Blitzschlages, der bei einem Winter- 
yewitter im Englischen Kanal in der Nähe des Dampfers „Petropolis“ nieder- 
fuhr, macht der zweite Offizier des Schiffes, A. Dobenecker, in dem meteoro- 
logischen Journale folgende Mittheilung: „Als ich heute Morgen — am 2.Januar 1899 
— um 5 Uhr 40 Minuten heftiges Blitzen am Horizont zwischen West und NW 
beobachtete, zog eine drohende Böe von NW rauf. Aus dieser zuckte uner- 
wartet ein heftiger Blitzstrahl und schlug dicht beim Schiffe ins Meer. Ich. war 
für den Augenblick vollständig geblendet und hielt unwillkürlich die Hände vor 
die Augen; es war mir, als wenn ein unerklärbares Etwas mit zischendem Ge- 
räusch‘ mein Gesicht gestreift hätte. Als dieses vorüber war, hatte ich das 
Gefühl von Elektrisirtsein in Händen und Beinen, was ungefähr 15 Minuten an- 
hielt. Dem Blitze folgte unmittelbar ein kurzer heftiger knatternder Donner- 
schlag; es war der einzige Schlag, der sich in der Nähe des Schiffes entlud, 
dagegen blitzte es am Horizont zwischen West und NW nach wie vor sehr heftig. 
Kurz .nach. dem Blitzeschlage. fiel eine orkanartige Böe aus Nord mit grofsen 
Hagelschlossen ein.“ ; 
Nach dem Journal hatte das Schiff, das sich. zur Zeit in der östlichen 
Hälfte des Englischen Kanals befand und westwärts dampfte, in der vorher- 
gegangenen Nacht schweren Sturm aus West gehabt, der in den Frühmorgen:- 
stunden des 2. Januar zum steifen Winde abgeflaut war. Mit der erwähnten 
Böe aus Nord brach aber der Sturm, indem der Wind sich wieder nach West 
drehte, von Neuem los und steigerte sich am Vormittage bis zur Stärke 11. 
. 4. Eis aus den Wolken; Aus dem Journal der Bark „Emin Pascha“, 
Kapt. Chr. Christensen, auf der Reise von Portland, Oregon, nach Falmouth: 
„Am Mittage des 21. Februar 1899, auf 37,2° S-Br und 128,3° W-Lg, Wind WzS 5;
	        
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