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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

am | Uhrzeit| 
Aug. 9 | 
2ha 
4b a | 
3ba | 
8hga 
Mittag | 
2hp 
4hp 
Shp 
sh p 
Joh pP 
Mittern, 
wug.10 | 
aha 
4ha 
Bha 
8a 
‚Oha 
Miitag 
44 pP 
hp 
VMittern, 
S-Br | W-Lez 
34° 4 
50° 31° 
350 89: 
51° 36' 
Dinklage: Berichte über schwere Stürme. 
217 
Wind 
ar. 
mm 
red. 
Wetter 
Bemerkungen 
WSW 5—6 
NW—NNO 2—3 
751,9 
752,1 
arqlht 
Wind von SW allmählich auf N gehend. Um 21/4h plötzlich 
wieder in einer Böe auf SW (7 bis 9), dann wieder 
zurück auf W und weiter bis NNO. In der Böe dicker 
Hagel. 
Drohende Luft, die untere zieht ans SW. Um 5% macht der 
Wind einen ganzen Rundlauf nach links bis auf NO zurück. 
Blitzen in NW. Unheimlich aussehende Luft, Dicke Wolken 
von NW. Dünung aus S. 
Das Barometer geht vor jeder Böe aus SW ein paar Milli- 
meter auf, dann wieder hinunter. Die untere Luft zieht 
bald so, bald so und sieht sehr wild und zerrissen aus, 
Blinke zeigen sich in SO, NO und NW, kommen 20° 
hoch und verschwinden dann wieder, Gh Blitzen in NW, 
bald darauf Wind von N auf ONO. 
Wild drohende Luft bei beständigem Blitzen und Donnern, 
zumeist in NW, N und NO, selten in 0. Ganz unheim- 
liches Wetter. Der Wind schwillt zum heftigen Sturme an. 
NOzO 3 
NOzO 2 
NWzN 4—5 
752,0 
752,3 
752,1 
ur 
uqgr] 
NWzN 3 
NWzN 2 
NWzN 2—3 
0NO3 
ONO7 
ONO 9—10 
751,5 
750,5 
749,2 
747,2 
ur 
ul 
urit 
745,6 
741,5] or 1t 
OzN 3 
NzZW 3 
WNW 2—4 
739,8 
738,2 | 
736,7 
a rd 
Um 2h Wind auf NNW, sehr flatterhaft. Sehr aufgeregte, 
durcheinander laufende See. Das Wasser scheint zu 
kochen. Regen, Blitzen. 
Um 4h Wind auf WNW 6, aber gleich wieder abflauend, 
Wilde See, 
Um 8% 10m geht der Wind von W auf SW. Viele Vögel 
beim Schiff. 9b 30m bildet sich eine Böe in NW, die 
sich schnell nähert und in Stärke 10 mit heftigem Regen 
einsetzt, Wasser ein Gischt und Schaum, Hatten nur 
das Grofsuntermarssegel bei. Darauf holt der Wind; an 
Stärke abnehmend, allmählich südlich, nur in den Böen 
härter. Immer wild drohende Luft, Regen. 
Hohe zunehmende Südostsee. Viele Albatrosse und Kaptauben. 
Böen nehmen ab. Staubregen. 
Noch hohe See. 
W5 
WzS 5—7 
SW 7 
736,9 
739,0 
741,6 
ur 
urq 
SW 6 
SW 4—5 
SW 3—5 
1453| oxq 
748,0| oda 
750,0 od 
8. 5275. Viermastbark „Alsterufer‘“, Kapt. F. Neef, 1899 August 10 auf 345° S-Br 
und 52° W-Lg und August 15 auf der Rhede von Montevideo. 
Der Kapitän der Viermastbark „Alsterufer“, welche zur Zeit, als „Gertrud“ 
in die Wetterstörung gerieth, in der Nähe, aber etwas nördlicher und westlicher 
stand, kam auch in die Depression hinein, hatte aber einen mehr regelmäfsig 
verlaufenden und heftiger auftretenden Sturm. Der Letztere begann am 9. August 
— Mittagsort 33° 35’ S-Br und 50° 41‘ W Lg — mit zunehmendem Winde aus 
NO und OÖ. In der Nacht steigerte sich der Wind, nordwestlich drehend, zum 
vollen Sturm. Von S'a bis Mittag am 10. August wehte es aus WNW bis W 
rkanartig (11 bis 12). See und Luft ein Dampf und Gischt. Mittagsort 34° 36‘ S-Br 
and 52° 10' W-Lg. Nachmittags mäfsigte sich der Wind, indem er bis WSW 
weiter drehte, schnell bis zur Stärke 6, und am nächsten Tage trat mit SW 4 
schönes Wetter ein. Auch „Alsterufer“ hatte, besonders in der ersten Hälfte 
des Sturmes, am 9. August, fortwährend sehr heftige Gewitter. Die Donnerschläge 
waren mitunter so hart, dafs das ganze Schiff erzitterte. Das Barometer fiel bis 
auf 740,2 mm, also fast ebenso tief wie an Bord von „Gertrud“, und trat das 
Minimum auch um dieselbe Zeit ein, nämlich um 4"a am 10. August. 
Ueber einen zweiten Sturm, der einige Tage später auf der Rhede von 
Montevideo sich einstellte, berichtet Kapt. Neef: „Am 15. August, dem Tage 
3ach unserer Ankunft auf der Rhede von Montevideo, hatten wir dort einen 
cyklonartigen Sturm zu bestehen. Der Wind war des Morgens östlich, mäfsig. 
Von W kam eine schwere Wolkenbank herübergezogen, in der zeitweilig Blitzen 
zu bemerken war. Als dieselbe höher kam, erschien sie genau so, wie man eine 
Pampero-Wolke in Büchern abgebildet findet. Sie bedeckte: zuletzt die ganze 
züdwestliche Himmelshälfte von NW bis SO. Beim Herannahen der Wolke sah 
es aus, als wenn eine grofse, den ganzen westlichen Theil derselben erfülleude
	        
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