am | Uhrzeit|
Aug. 9 |
2ha
4b a |
3ba |
8hga
Mittag |
2hp
4hp
Shp
sh p
Joh pP
Mittern,
wug.10 |
aha
4ha
Bha
8a
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Miitag
44 pP
hp
VMittern,
S-Br | W-Lez
34° 4
50° 31°
350 89:
51° 36'
Dinklage: Berichte über schwere Stürme.
217
Wind
ar.
mm
red.
Wetter
Bemerkungen
WSW 5—6
NW—NNO 2—3
751,9
752,1
arqlht
Wind von SW allmählich auf N gehend. Um 21/4h plötzlich
wieder in einer Böe auf SW (7 bis 9), dann wieder
zurück auf W und weiter bis NNO. In der Böe dicker
Hagel.
Drohende Luft, die untere zieht ans SW. Um 5% macht der
Wind einen ganzen Rundlauf nach links bis auf NO zurück.
Blitzen in NW. Unheimlich aussehende Luft, Dicke Wolken
von NW. Dünung aus S.
Das Barometer geht vor jeder Böe aus SW ein paar Milli-
meter auf, dann wieder hinunter. Die untere Luft zieht
bald so, bald so und sieht sehr wild und zerrissen aus,
Blinke zeigen sich in SO, NO und NW, kommen 20°
hoch und verschwinden dann wieder, Gh Blitzen in NW,
bald darauf Wind von N auf ONO.
Wild drohende Luft bei beständigem Blitzen und Donnern,
zumeist in NW, N und NO, selten in 0. Ganz unheim-
liches Wetter. Der Wind schwillt zum heftigen Sturme an.
NOzO 3
NOzO 2
NWzN 4—5
752,0
752,3
752,1
ur
uqgr]
NWzN 3
NWzN 2
NWzN 2—3
0NO3
ONO7
ONO 9—10
751,5
750,5
749,2
747,2
ur
ul
urit
745,6
741,5] or 1t
OzN 3
NzZW 3
WNW 2—4
739,8
738,2 |
736,7
a rd
Um 2h Wind auf NNW, sehr flatterhaft. Sehr aufgeregte,
durcheinander laufende See. Das Wasser scheint zu
kochen. Regen, Blitzen.
Um 4h Wind auf WNW 6, aber gleich wieder abflauend,
Wilde See,
Um 8% 10m geht der Wind von W auf SW. Viele Vögel
beim Schiff. 9b 30m bildet sich eine Böe in NW, die
sich schnell nähert und in Stärke 10 mit heftigem Regen
einsetzt, Wasser ein Gischt und Schaum, Hatten nur
das Grofsuntermarssegel bei. Darauf holt der Wind; an
Stärke abnehmend, allmählich südlich, nur in den Böen
härter. Immer wild drohende Luft, Regen.
Hohe zunehmende Südostsee. Viele Albatrosse und Kaptauben.
Böen nehmen ab. Staubregen.
Noch hohe See.
W5
WzS 5—7
SW 7
736,9
739,0
741,6
ur
urq
SW 6
SW 4—5
SW 3—5
1453| oxq
748,0| oda
750,0 od
8. 5275. Viermastbark „Alsterufer‘“, Kapt. F. Neef, 1899 August 10 auf 345° S-Br
und 52° W-Lg und August 15 auf der Rhede von Montevideo.
Der Kapitän der Viermastbark „Alsterufer“, welche zur Zeit, als „Gertrud“
in die Wetterstörung gerieth, in der Nähe, aber etwas nördlicher und westlicher
stand, kam auch in die Depression hinein, hatte aber einen mehr regelmäfsig
verlaufenden und heftiger auftretenden Sturm. Der Letztere begann am 9. August
— Mittagsort 33° 35’ S-Br und 50° 41‘ W Lg — mit zunehmendem Winde aus
NO und OÖ. In der Nacht steigerte sich der Wind, nordwestlich drehend, zum
vollen Sturm. Von S'a bis Mittag am 10. August wehte es aus WNW bis W
rkanartig (11 bis 12). See und Luft ein Dampf und Gischt. Mittagsort 34° 36‘ S-Br
and 52° 10' W-Lg. Nachmittags mäfsigte sich der Wind, indem er bis WSW
weiter drehte, schnell bis zur Stärke 6, und am nächsten Tage trat mit SW 4
schönes Wetter ein. Auch „Alsterufer“ hatte, besonders in der ersten Hälfte
des Sturmes, am 9. August, fortwährend sehr heftige Gewitter. Die Donnerschläge
waren mitunter so hart, dafs das ganze Schiff erzitterte. Das Barometer fiel bis
auf 740,2 mm, also fast ebenso tief wie an Bord von „Gertrud“, und trat das
Minimum auch um dieselbe Zeit ein, nämlich um 4"a am 10. August.
Ueber einen zweiten Sturm, der einige Tage später auf der Rhede von
Montevideo sich einstellte, berichtet Kapt. Neef: „Am 15. August, dem Tage
3ach unserer Ankunft auf der Rhede von Montevideo, hatten wir dort einen
cyklonartigen Sturm zu bestehen. Der Wind war des Morgens östlich, mäfsig.
Von W kam eine schwere Wolkenbank herübergezogen, in der zeitweilig Blitzen
zu bemerken war. Als dieselbe höher kam, erschien sie genau so, wie man eine
Pampero-Wolke in Büchern abgebildet findet. Sie bedeckte: zuletzt die ganze
züdwestliche Himmelshälfte von NW bis SO. Beim Herannahen der Wolke sah
es aus, als wenn eine grofse, den ganzen westlichen Theil derselben erfülleude