Dinklage: Berichte über schwere Stürme.
La
Auszug aus dem Journal S. 5267 der Viermastbark „Hera‘‘, Kapt. Külsen, von Santos nach Taltal.
Dat
uBd0 | Uhrzeit!
Juni 11
4a
aha
Mittag
4h p
8hp |
Mittern |
Junil2 | 4ba
8ha
LO a
Mittag
Ah n
ah n
Mittern.
S-Br | W-Leg
27° 15
‘| 4
3°
20’
980 13:
430 291
Wind
Stille
NO1
NO 3
NOzN 4
N7
NNW 7
WNW 9
WSW 10—11
SW 11
SW 11—10
SW 9—7
SSW 6
SSW 5—2
Bar,
mm
red.
Wetter
762,7
761,8
760,6
756,6
I
cc
or
7554 orq
754,0] erq
753,6] 0 za
755,6 | ©
ca
787,2
Ca
759,7
761,9
763,8
Bemerkungen
Schiff ohne Steuerkraft.
Nach 4% leichter Zug aus NO.
Auffrischende Briese.
Frische Briese, starker Regen.
Stürmisch, Regen.
Wind holt westlicher; nach 8h etwas abklarend.
Harter Sturm; allmählich westlicher, später südwestlicher
und zunehmend,
Wind zum vollen Orkan. Das Schiff liegt platt auf der Seite,
Deck voll Wasser. Mit einem furchtbaren Schlag der
See geht der Ballast über. Das Schiff liegt auf St. B.-
Halsen beim Winde.
Glücklicherweise gelingt es, das Schiff vor den Wind zu
bringen, wo es mit 10 Knoten Fahrt nach NO läuft.
Trimmten alle Mann den ganzen "Tag den Ballast über und
befestigten ihn gut. Um 4% Alles wieder zurecht, Wind
und See von 2b abnehmend. Legten das Schiff um 49
mit B, B.-Halsen an den Wind.
Ein solcher Sturm, wie wir ihn gehabt, in den zwanziger
Graden ist doch wohl eine Ausnahme.
Bis zur leichten Briese abnehmend.
Journalauszug S. 5195. Schiff „Emilie‘“, Kapt. Oltmann, von Caleta Buena nach Hamburg.
Datum
1899
Juni 12
Jani13
Uhrzeit
S.Br. |!
4bha
8ha
Mittag . 36° 56’ |
2hıp
4b p
6bp
8hp
Jobp
Mittern.|
2ha
4ha
Gha
ha
Mittag '
36° 9ı
Ah 9
Shp
Mittern |
W-Leo
24° 30
34°
3
Wind
503
04
05
05
07—9
0SO 10—11
0SO 11
so 11
SO 11
So 11
SO 11
SSO 9
SSW 8
SSW 6—7
SSW 6—5
5SW 5
S4
Dar.
mm
red.
765,8
765,8
761,6
760,5
758,5
756,9
753,6
751,8
748,9
148,9
750,7 |
752,8
756,3
758,8 |
760,8
763,7
764,9 1
Wetter
b
baq
ea
uqr
var
oq3r
oqr
qr
cq
h
Bemerkungen
Flaue Briese, gutes Wetter.
Mäfsige, östlich holende Briese. Schauerig in N und NW.
Frisch, rasch zunehend in Böen, Barometer rasch fallend.
Minderten Segel bis auf Obermarssegel, Klüver und Grofs-
stagsegel.
8h diek von Regen. Wind und See rasch zunehmend bis
zum Sturm, *
Orkanartig. Seit 5 beigedreht vor Untermarssegeln und
Vorstängenstagsegel.
Entsetzliche Böen. Das Barometer noch immer rasch fallend.
Die Depression scheint recht über uns hinweggehen zu
wollen, doch glücklicherweise kommt das Schiff von 11b
schon etwas auf, da der Wind nach SO geht.
Furchtbarer Seegang, das Schiff arbeitet entsetzlich, In den
Böen voller Orkan. Bei Mitternacht Elmsfeuer auf allen
Toppen; schauerlicher Anblick.
Abnehmend. Es war eine fürchterliche Nacht. Gottlob, da(s
die Marssegel und das ganze Takelwerk den kolossalen
Wind aushielten.
Aufklarend. Hatten viel Arbeit, das durcheinander gerissene
laufende Gut zu ordnen. Um 8h hielten ab, jedoch kam
ein Brecher über die St. B.-Seite des Achterdecks, welcher
die Reling im Besanwant zertrümmerte und mehrere Logis-
thüren einschlug. Um 10% hielten, nachdem wir mehrere
Stunden beigelegen, von Neuem ab vor den Wind.
Wind und Wetter besser, Seegang noch immer hoch. Sefzten
volle Fock und Vorobermarssegel. Das Grofsobermars-
segel war unter den Zeisingen ganz zerscheuert und zerfetzt.
Gutes Wetter. See noch hoch und überschwemmt das Vordeck,
Abflauend. Führten die Oberbramsegel und den Grofsreul.