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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

Datum 
1899 
Ikt. 4 
kt. 5 | 
Ike. 6! 
Uhrzeit] 
S-Rr 
ihga 
ha | 
Mittag | 52° 16‘ 
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P 
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VLittern. 
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Sha | 
Mittag | 52° 52" 
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Mittern.! 
4ha 
ha 
Mittag | 53° 8‘) 
4hp 
8hp | 
Mittern. 
W-Ley 
87° 30° \ 
86° 18' 
R509 EB‘ 
Dinklage: Berichte über schwere Stürme. 
1018 
Wind 
Wetter 
Bemerkungen 
WNW7—NW9 
Der Wind holt nordwestlich, und es wird überall dick. Von 
Neuem harter Sturm. 
Orkanartiger Sturm, dabei eine fürchterliche See aus SW. Lenzten 
mit Untermarssegeln. Das Barometer fällt sehr rasch. 
Nach 8h voller Orkan, Drehten mit Grofsuntermarssegel bei. 
Das Schiff zittert und liegt fest mit dem Schandeckel 
unter Wasser, 
Orkan, Regen. Hohe Brechseen gehen über das Deck. Alle 
Nähte in Kajüte, Logis und Halbdeck lecken. Das Wetter 
ist nicht zu beschreiben. 
Nach Sonnenuntergang etwas handsamer. Schwichteten das 
Grofsuntermarssegel, 
Nach 10h Wind nach SW, Schnee- und Hagelböen. 
NW 11 
NW 12 
oa 
m VW 
NW 12 
Dr 
NWZW 11 
W6— SW 8 
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oqsh 
WSW 6—10 
WSW 6—10 
SW 10 
SSW 9—11 
SSW 10 
aqsh 
5qsh 
ash 
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oq 
Jede halbe Stunde eine Böe mit Hagel und Schnee, Die 
Seo nimmt ab, 
Desgleichen, mufsten in den Böen das Besanstagsegel fest- 
machen. 
Die Luft hängt voll Böen, aber nur einzelne brechen mit 
voller Gewalt über das Schiff herein. 
Sehr harte Böen; liegen vor Grofsuntermarssegel und Vor- 
stängenstagsegel, mu[sten Besanstagsegel wieder festmachen. 
Das Sturmwetter hält nun schon 13 Tage an. Können 
nicht einmal gereffte Segel führen; wenn es nicht bald 
anders wird, treiben wir noch an die Küste, Harter an- 
naltender Sturm, konnten keine Segel führen. 
Konnten Vormarssegel setzen. 
SSW 9 
25q 
3W © 
SW 6 
Setzten die Stagsegel. 
Abnehmend und abklarend. Setzten Segel, aber das Schiff 
kann noch nicht gegen die See laufen, tobt furchtbar im 
Wasser herum, 
Hatten alle Hände voll zu thun, um die Deckslast wieder zu 
befestigen. Auf mehreren Stellen hatten sich die 
ıaschungen begeben. 
Gutes Wetter, etwas schauerig. 
Staubregen, 
'"Trübe Luft und Staubregen. 
SW 5 
SW 2—5 & 
WSW 3 ed 
NzS 3—4 | ed 
Bericht über das Wetter in Apia während des Monats Dezember 1899 und 
einen Sturm daselbst, erstattet vom Kommando S. M. S. „Cormoran“. 
Der Dezember 1899 war in Apia ein sehr regnerischer Monat; es fiel in 
24 Tagen eine Regenmenge von 643,5 mm, die seit zehn Jahren nur einmal mit 
700 mm übertroffen worden ist. Dementsprechend war auch die Witterung im 
Allgemeinen eine unfreundliche. 
. Die erste der vier scharf getrennten Wetterperioden, die sich einstellten, 
vom 1. bis zum 5. Dezember, brachte schwache umspringende Winde von O über 
N bis W, abwechselnd mit Stillen, bei hoher Feuchtigkeit der Luft und starkem 
Regen. Der Passat kam kaum mehr zur Geltung. Der Barometerstand schwankte 
zwischen 763,2 und 760,0 mm, die Lufttemperatur zwischen 28,9 und 24,4° C. 
Wasserwärme etwa 28°. Es herrschte leichte nördliche Dünung. 
Am 5, Dezember verließ der Kreuzer Apia zu einer bis zum 8. währenden 
Fahrt nach Mataatu, Iva (Sawaii), Mulifanua (Upolu), Salaule (Sawaii), Saulumvega 
und Saluafata. Während dieser Zeit setzte die zweite Wetterperiode mit schönem 
heißen Wetter ein. Sie währte bis zum 12. Dezember. Der Wind aus NW und 
N bis O war meistens leicht und oft von Stille unterbrochen. Vorübergehend 
traten starke Regenböen auf, die Luft neigte zur Gewitterbildung, und das an- 
fangs hoch, auf 764,5 mm stehende Barometer fiel gegen das Ende auf 755,8 mm. 
Das plötzliche Fallen unter 760 mm, die hohen Temperaturen von 25,2° bis 34,6° 
und die umspringenden Winde ließen auf atmosphärische Störungen, wie sie in 
der fraglichen Jahreszeit vorkommen, schliefsen und mahnten zur Vorsicht. 
Ann. d. Hyär. etc... 1900, Heft VII.
	        
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