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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

AN] 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1900. 
1. Von Hongkonz nach Kanton. 
Wenn man etwa eine Stunde vor Hochwasser den Hafen von Hongkong 
verläfst, kann man den Hafen von Kanton — 83 Sm entfernt — noch mit 
steigendem Wasser erreichen. S. M. S. „Iltis“ ging durch den Nord-Kanal, 
südlich von der Insel Chung-chue zwischen der Insel Mah-wan und Lantau durch 
den schmalen Kanal hindurch und längs der Südküste des Festlandes durch die 
Urmston-Rhede, die kleine Insel Saw-chan und Tong-ku an B.B. lassend. Nach 
Passiren der Insel Lintin an B.B. etwa 2'/2 Sm wurde mit Nordnordwestkurs 
durch den Lintin-Pafs gesteuert, in dem sich nach Angabe des Lootsen mehr 
Wasser befinden soll, als die Karte angiebt. Dagegen sollen sich die Bänke 
nordöstlich der Insel Lintin vergröfsert haben. Auf der Tree - Insel ist der zu 
erwartende Baum seit dem japanischen Kriege nicht mehr vorhanden. 
Die auf der Karte nördlich von der Tree-Insel angegebenen Fischbuhnen 
iragen nicht eine, sondern drei meist schlecht brennende Laternen. Das Nord- 
ende der Lintin-Barre hat sich nach Nordnordwesten etwas vergröfsert, Die in 
der Karte No. 1782 angegebenen Fischbuhnen (Fishing Stakes) sind nicht in die 
Karte No. 1741 eingetragen. Der Lootse wählte die östliche Durchfahrt, die 
Insel Sampanchau gut frei an B.B. lassend, und steuerte durch die Chuenpi- 
Durchfahrt und durch die Boca Tigris die Tiger-Insel an, nach deren Passiren 
der Kurs etwa 1,5 hm frei von Grassy-Huk gesteuert wurde. Das an St. B. 
liegende 'Towling-Flach, sowie die Insel Towling selbst haben nach Norden und 
Süden an Ausdehnung zugenommen. 
Nach Passiren der Grassy-Huk und damit auch der sehr gefährlichen 
Calcutta-Untiefen wurde Amherst-Huk auf dem gegenüber liegenden Ufer 
angesteuert, da sich die Bänke am rechten Ufer nördlich von Grassy-Huk bis 
querab von Amherst-Huk sehr vergröfsert haben. Nach Passiren von Amherst- 
Huk wurde ein nördlicherer Kurs dicht an der Pottinger-Insel, eben frei von 
den querab der „Second Bar“-Bank neu errichteten Fischbuhnen, gesteuert. Nach 
deren Passiren wurde „First Bar“-Insel recht voraus genommen, 
Die bei der Wasserstandsbake angegebenen Fischbuhnen am rechten Ufer 
sind nicht mehr vorhanden. Die „First Bar“-Insel, sowie die Flat-Inseln wurden 
etwa 4hm an St. B. passirt und die Blenheim-Passage angesteuert, da die Durch- 
fahrt durch den Whampoa Channel wegen des niedrigen Wasserstandes nur bei 
Hochwasser möglich ist. 
Nach Passiren der ersten Barriere und der nördlichen Durchfahrt der 
Brücke steuerte S. M. S. „Iltis“ in der Mitte des Fahrwassers und nach dem 
Passiren der Kellett-Föhrde bis zur Bremer-Huk näher an das linke Ufer heran- 
haltend. Zur Aufnahme der Feuer bei der ersten Barriere und Brücke dienen 
kleine Häuschen, die beim Flufßsaufwärtsdampfen an St. B. rothe Laternen, an 
B. B. grüne Laternen tragen. Die südliche Durchfahrt dient nur für Dschunken 
und trägt nur auf der nördlichen Seite ein Häuschen, in dem bei Nacht eine 
rothe Laterne angezündet wird. Die in der Karte angegebenen Forts nördlich 
und südlich von Terrace Head am rechten Ufer sind nicht mehr vorhanden, es 
sind nur noch Ruinen zu bemerken. Die zweite als „Wood barrier“ in der 
Karte gezeichnete Barriere führt nicht über die High-Insel hinweg, sondern 
weiter flußabwärts über die Sände, die sich nach Süden zu so vergröfsert haben 
sollen, dafs eine Passage an dem rechten Ufer entlang unmöglich ist. Auch auf 
dieser Barrierendurchfahrt befinden sich zwei kleine Häuschen, an der Nordseite 
mit rothem, an der Südseite mit grünem Licht. Nach Passiren der „Wood 
barrier“ steuert man genau Mitte Fahrwasser; von der Chang-Shan-Insel an hält 
man die rechte Seite des Flusses und läuft durch die Maitland-Durchfahrt, da die 
Durchfahrt südlich von der Insel versandet ist. An der von Gipps-Huk etwas 
stromabwärts gelegenen Pegelbake kann man den Wasserstand an der Tai-shek- 
Barre erkennen. Dieselbe ist durch drei roth, weifs, roth horizontal gestreifte 
Baken mit rothen Dförmigen Toppzeichen markirt, die man, nahezu in Eins 
peilend, ansteuert und dicht an St. B. passiren mufß. Nachts brennen in halber 
Höhe dieser Baken zwei weiße Laternen, die aber, wie alle Leuchtzeichen des 
Flusses, sehr schlecht sichtbar sein sollen. Nach Passiren der Tai-shek-Barre 
halte man die in der Nähe von Huk 49 auf der 5 Fufs-Stelle im Wasser stehende 
schwarz, weißs, schwarz horizontal gestreifte Bake mit viereckigem schwarzen
	        
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