Dinklage: Beobachtungen im Acquatorial-Gegenstrom des Stillen Ozeaus. 17
Stillen Ozeans das Oberflächenwasser des Aequatorialstromes unter dem Aequator
yewöhnlich zeigt, indem hier das Wasser kälter ist als sowohl in südlicherer wie
n nördlicherer Breite. Man kann sich die Sache so vorstellen, dafs bei dem
Auseinanderströmen des Aequatorialstromes unter der Linie, welches durch die
verschiedene Ablenkung, einerseits nach NW und Nord, andererseits nach WSW,
herbeigeführt wird und in erster Linie das Oberflächenwasser betrifft, kältere
antere Wasserschichten blofsgelegt werden und an die Oberfläche treten. Im
Jahrgang 1891, Seite 19 ff., dieser Annalen ist eine Reihe von Strömungsbeob-
achtungen in der Aequatorialzone des Stillen Ozeans aufgeführt, welche treffende
Belege der besprochenen Thatsachen enthält und auf welche hier verwiesen
werden kann. Wir geben hier nur noch einen kurzen Auszug aus dem Journal
der „Caesarea“, Leider enthält das Letztere keine Wassertemperaturbeobachtungen.
Datum!
185958
Mittagsort
Breite ı W-Le
August 13
7
'4,5°N
2,2°N
L0,0° N
N
39° N
716°N
151,6°
'50,7°
150,3°
150,4°
1L50,4°
130,0°
„M
ie
9
7z1°N
150,1°
20 ||
62° N
149,4°
»1
54° N
147,1°
»
38°N
147,0°
23
499 N !
147,4°
24
25
26
27
28
20
56° N
L6°N
i11°S
3,9° 8
6,898
9,8°5
148,2°
149,6°
150,7°
151,2°
151,4°
151,2°
Stromversetzung
Richtung | Sm [in
Tagen
585° W
356° W
766°0
N 70°0O
S 56°0
1
17
5
6
292
ı
1
N 80°O
113
2
N 83°0)
19
N71°0
N 75° W
80° W
362° W
S 65° W
SS 83° W
21
45
a
i7
26
Wind
U 4— 0
O0 5-3
So 3—1
Still
Nördlich 3—1
Seil und SO 1
Mallung und
SW—S 3—4
Still
Mallung
SSU 1—+4
SSO—SO 3—41
SO 4
0S0 4—5
0SO 5
OÖ 4
05
Bemerkungen
Südliche Dünuny,
Desgleichen.
Mallung zwischen NW und
NO. .
Eine übers Heck nach-
schleppende Fischleine
zeigt, wenn das Schiff
stille liegt, nach einer
WSW-Richtung, anschei-
nend aber erst in einer
Tiefe von 4 bis 5 Faden:
bis zu dieser Tiefe hängt
sie ziemlich auf und nieder.
An der Fischleine dieselbe
Erscheinung wie neulich.
Totale Windstille.
Leise Windzüge aus NW,
Ost und Süd, abwechselnd
Stille,
Regenschauer, erst mit
Mallung.
Briese wird stetiger,
Sturm an der polaren Grenze des Südostpassatgebietes im süd-
westlichen Theile des Stillen Ozeans im März 1898.
Nach dem Tazebuche des Schiffes „Aldebaran“.
Das von Kapt. Chr. Bruns geführte Vollschiff „Aldebaran“ hatte auf
seiner Reise von Middlesbrough nach Yokohama, zu welcher der Kapitän, den
Anweisungen auf Seite 680 des „Segelhandbuches für den Indischen Ozean“
folgend, den Weg im Osten von Australien einschlug, gegen Ende März 1898
südwestlich von Neu-Caledonien auf ungefähr 26° S-Br und 163° O-Lg einen
schweren Sturm durchzumachen. Derselbe zeichnete sich vornehmlich durch seine
angewöhnlich lange Dauer aus. Schon am Nachmittage des 27. März, als
„Aldebaran“ sich auf 29,9° S-Br und 163,2° O-Lg befand, begann der östliche
Wind, der zwei Tage früher auf etwa 35,5° S-Br eingesetzt war, bei fallendem
Barometer und mit Regenböen stürmisch zu wehen und artete dann am folgenden
Ann. d. Hydr. etc, 1900. Heft I.