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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1900. 
noch beträchtlich accelerirten. — Gerade die soeben beendete Prüfung bietet 
hierfür ein deutliches Beispiel. Die charakteristische Zahl A -+2B + C ist bei 
22 Instrumenten (von 41) unterhalb des für die erste Klasse zulässigen Maximal- 
werthes, und von den übrigen Chronometern hat nur ein einziges den Maximal- 
werth der zweiten Klasse (und zwar auch nur um ein Geringes) überschritten; 
in 18 Fällen hat aber wegen einer zu bedeutenden Acceleration die 
Versetzung in geringere Klassen vorgenommen werden müssen. — Es 
wäre deshalb im Interesse sowohl der Kaiserlichen Marine als auch der konkur- 
rirenden Fabrikanten wünschenswerth, wenn seitens der letzteren ein gröfserer 
Vorrath an Chronometern beschafft würde. Der Unterzeichnete ist nicht im 
Zweifel darüber, dafs alsdann der oben erwähnte Fortschritt in der Gesammt- 
leistung noch deutlicher hervortreten würde. 
Abtheilung 1V der Deutschen Seewarte. 
Dr. Stechert, Abtheilungsvorstand. 
Zur Bestimmung des Schnittpunktes zweier Marcq St. Hilaireschen 
Standlinien. 
Von Dr. Ernst Wendt, Navigationslehrer. 
Zu den vielen Verfahren, die bereits in dieser Zeitschrift zur Berechnung des 
Schnittpunktes zweier Marcq St. Hilaireschen Standlinien gegeben worden sind, 
will ich noch eins hinzufügen, das, wie ich glaube, Anspruch auf grofse Einfachheit 
machen und ohne jede Figur ausgeführt werden kann. 
ST 
Fig. 1. 
Fie. % 
Es sei S‘ der angenommene Schiffsort. S’A und S’B mögen die Höhen- 
unterschiede A.h und A,h nach Gröfse und Richtung darstellen, A,h sei der 
kleinere. Der konkave Winkel, den die 
Richtungen S‘A und S’B einschliefsen, ist 
bekannt, er heifse u. Mit diesem Winkel 
oder dessen Supplement als Kurs und 
dem kleineren Höhenunterschiede 4,h 
als Distanz nehme man’aus der Spalte 
„b“ der Gradtafel den zugehörigen 
Werth. heraus und addire ihn zu 4,h, 
falls. der Winkel u stumpf ist, sub- 
irahire ihn aber von A,h, wenn .u 
spitz ist. Mit dieser Summe bezw. 
Differenz als Abweitung und dem 
Winkel u oder dessen Supplement als 
Kurs entnehme man dann der Grad- 
tafel die zugehörige Distanz und 
koppele diese und 4,h an den an- 
genommenen Ort, die Distanz längs der ersten Standlinie nach der- 
jenigen Seite hin, nach welcher A,h liegt. 
Pi
	        
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