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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1900.
In dieser Formel sind die algebraischen Vorzeichen von B‘ und A zu berück-
sichtigen. — Endlich erhält man den Werth der täglichen Acceleration C des
täglichen Ganges, indem man die Differenz der Gänge bildet, welche während
zweier zur Mitte der Untersuchungszeit symmetrisch gelegener Dekaden beob-
achtet worden sind, und alsdann diese Differenz durch die Anzahl der zwischen
der Mitte beider Dekaden liegenden Tage dividirt. Nachdem man in dieser Weise
die tägliche Acceleration aus den beiden äufßsersten Dekadenpaaren der Prüfung
berechnet hat, ist der Mittelwerth beider Bestimmungen gleich C zu setzen.
Innerhalb der einzelnen Klassen werden die Chronometer nach dem Werth
der Summe A +2B + C geordnet, wobei die Vorzeichen der Summanden nicht
zu berücksichtigen sind.“
Aus der umstehenden tabellarischen Uebersicht ergiebt sich, dafs sich die
untersuchten Chronometer procentisch in folgender Weise auf die einzelnen
Klassen vertheilen:
Klasse I II III IV
22% 54% 20% 5%
Unmittelbar nach Schlufs der. Prüfung wurden die Chronometer wie in
den früheren Jahren durch die an der Prüfung betheiligten Chronometermacher
A. Kittel in Altona, A. Meier in Firma Th. Knoblich in Hamburg und
E. Sackmann in Altona, im Beisein des Herrn Direktors der Seewarte und eines
Beamten der Abtheilung IV, einer Untersuchung auf ihren gegenwärtigen Zustand
unterzogen. Die Herren Fabrikanten sprachen ihre Ansicht dahin aus, dafs bei
zämmtlichen Chronometern weder an der Unruhe noch an den Spiralen Rost-
spuren zu bemerken seien; nur bei einigen Uhren zeigte sich eine geringfügige
Trübung in der Färbung des Oels.
Die für Chronometer deutschen Ursprungs ausgesetzten Prämien können
in diesem Jahre nicht zur Vertheilung gelangen, weil keines dieser Instrumente
die Bedingungen der ersten Klasse vollständig erfüllt hat.
Nach Beendigung der Konkurrenz-Prüfung sind für sämmtliche Chrono-
meter von Herrn Dr. Messerschmitt die Temperatur-Koefficienten abgeleitet
worden. Es wurde hierbei die gewöhnliche Gangformel
g= g, + a(lt— 15°C) + b (t— 15°C)?
zu Grunde gelegt. Die numerische Rechnung ist unter Anwendung der Methode
der kleinsten Quadrate mit Benutzung der vom Unterzeichneten mitgetheilten
rechnerischen Abkürzungen („Annalen der Hydrographie etc.“, 1895, Seite 388)
durchgeführt worden. Die an der genannten Stelle definirten Gröfsen A und
B lauten: Ay = +0,0168 Ba = — 0,00489
Ay = +0,0184 Ba = — 0,00722
Ay = + 0,0049 Bı = — 0,00699
A, = — 0,0281 BB; = — 0,00428
Ag = — 0,0545 Bi = — 0,00065
Daraus ergeben sich für die einzelnen Chronometer die folgenden Werthe:
D
Sal
Fabrikant
.. Klasse.
Bröcking
Bröcking
3röcking
Schlesicky
Diedrich
Diedrich
Knoblich
Lidecke
Knoblich
(I. Klasse.
Lidecke
<noblich
Knoblich
Znoblich
Ehrlich
Kittel
Lidecke
Lidecke
Kittel
Bröcking
Diedrich
NO.
1310
1317
1307
3021
43
45
2291
254
DRS
256
2292
2287
7294
775
115
255
252
142
1313
51
+4 0,004
— 0,009
+0,028
+ 0,010
—+ 0,009
+- 0,006
+ 0,062
— 0,078
— 0,027
— 0,028
— 0,021
+ 0.029
— 0,052
-+ 0,009
-+ 0,070
—+ 0,003
— 00,016
— 0,003
+ 0,028
+ 0,066
+ 0,0008
— 0,0012
+ 0,0002
— 0,0008
=— 0,0019
— 0,0009
— 0,0010
+0,0008 |!
— 0,0009
+ 0,0012
+ 0,0016
— 0,0009
-— 0,0013
+ 0,0040
— 0,0027
— 0,0013
+ 0,0039
+ 0,0015
+ 0,0028
— 0,0003
el
202
Fabrikant
(1, Klasse.
Bröcking
Knoblich
Kittel
Kittel
Sackmann
Kittel
Ehrlich
Schlesicky
Kittel
(1X. Klasse,
Bröcking
Diedrich
3röcking
Bröcking
Zhrlich
Bröcking
Diedrich
Sackmann
[V. Klasse.
Diedrich
No.
1330
2290
13?
116
21083
144
774
3020
145
‚316
49
334
332
177
330
39
2600
30
— 0,074
+ 0,024
-+ 0,093
+ 0,038
+ 0,005
+ 0,090
+ 0,039
+ 0,081
+ 0,1232
+ 0,016
+ 0,039
— 0,032
+ 0,041
+ 0,018
+ 0,131
— 0,115
—— 0,127
— 9.026
— 0,0014
— 0,0006
+ 0,0041
— 0,0048
+ 0,0089
— 0,0031
+ 0,0069
+ 0,0028
+ 0,0020
+ 0,0006
— 0,0001
+ 0,0006
+4 0,0016
+ 0,0043
— 0,0024
+ 0,0081
+ 0,0004
+ 0,0018