Dinklage: Berichte über schwere Stürme.
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Der niedrigste .Druck im Stürmfelde erreichte ‘ „Ferdinand Fischer“ —.das
Datum. beim Ueberschreiten von. 180° Länge ‚zweimal gerechnet — 5 Tage und
14 Stunden, gleich 134 Stunden, später,.als er bei „Savoia“ gewesen war. Unter
der freilich ziemlich willkürlichen Annahme, dafs in der That ein ununterbrochenes
Fortschreiten derselben Erscheinung vom westlicher zum östlicher stehenden
Schiffe stattgefunden hatte, würde das Sturmfeld in der angegebenen ‘Zeit nach
N 70°0 2470 Sm gezogen sein, was für die Stunde im Durchschnitt 18,6 Sm giebt.
8.M.S. „Jaguar‘“, Kommandant Korv.-Kapt. Kinderling, 1899 November 10 und 11
im Hafen von Yap, Karolinen-Inseln. ;
Von dem: Verlauf eines schweren Taifuns, den S. M, S. „Jaguar“ auf seiner
Kreuzfahrt vom Bismarck-Archipel durch die Marschall- und die Karolinen-Gruppe
während seines Aufenthaltes in Yap im November 1899 durchmachte, giebt der
Reisebericht des Kommandanten Korv.-Kapt. Kinderling folgende Beschreibung.
Am 9. November war schönes Wetter bei leichtem Nordwind. Das Baro-
meter zeigte ‚während . des Tages geringe Schwankungen; es fiel von 4 a. bis
Mittag von 761,0 auf 759,6 mm und stieg dann wieder bis 8" p auf 760,2 mm.
“Am 10. November nach Mitternacht begann der Luftdruck allmählich. ab-
zunehmen. Es traten verschiedene leichte Böen aus NW auf mit Regen, und
nach 1*a bezog sich der Himmel mit Nimbus-Wolken. Der Wind setzte sich
als NWzN 2, .und es fing an zu regnen. Um 2* 50" a begannen von Neuem
Böen mit -Regenschauern aufzutreten, mit denen. der ‚Wind zwischen NNO und
NW hin- und hersprang und mehr an Stärke zunahm, so dafs die Böen nach 4" a
schon die Stärke 8 erreichten. Das Barometer stand um diese Zeit auf 758,5 mm
und fiel noch weiter. Gegen Mittag wurden die Böen heftiger; um 11° 45" a
WNW9 mit Regen, von 12*25” bis 12"50”"p und von 2" bis 2*40"p NW 9.
Um 6*20"p sprang der Wind auf NzW 5, und um 835" p ging er in langsamer
Drehung zurück auf NNW 6. Von dieser Zeit an wurden die Böen noch schwerer
und häufiger. Um 10*p erreichten sie bereits die Stärke 10.' In den flaueren
Pausen war die Windstärke 8, aber die Böen folgten so schnell aufeinander, dafs
es fast ununterbrochen mit der Stärke 10 wehte. Der Barometerstand war um
8hp 758,6, um 10*p 758,0, um 11" 757,0 und um Mitternacht 755,5 mm.
November 11. Um 10%40"p am 10. war der Sturm zur vollen Orkan-
stärke (12) angewachsen und hielt sich auf dieser höchsten Kraft bis gegen 2%a
am 11. November. Das Barometer fiel noch, zuerst sehr rasch, dann langsamer;
es zeigte um 1*a 743,7, um 2"a 742,4, um 3" 741,0 und um 3h20"a den
niedrigsten: Stand von 740,5 mm. .. Um 1*55”a trat ein‘ langsames Drehen des
Windes nach rechts und ein plötzliches Abflauen bis zur Stärke 2 ein. Von
2b 5" an zeigten sich starke. elektrische Entladungen, zuerst in SW, dann um
den ganzen Horizont, aber. nur Blitzen, Donner war nicht hörbar. Um 2* 20"
wurde es windstill; nur machte sich hin und wieder ein leichtes Aufflackern des
Windes. bemerkbar, wobei derselbe zwischen NNO und ONO hin- und hersprang.
Dies dauerte bis 3° 10”a. Dann kam aus O mit Stärke 5 Briese auf, der aber
sehon 3 Minuten später eine harte Böe aus SO (9) folgte. Die Böen von einer
gleichen Stärke kamen dann rasch nacheinander. Um 3*50“ a sprang der Wind
auf S 10, begleitet von starkem Regen. Von 4*25" bis 5 40” raste der Wind
mit der gröfsten Stärke aus SzW 12. Er übertraf alles vorher Dagewesene, Um
540” war eine leichte Abnahme bis zur Stärke 11’zu bemerken. Der Himmel
zeigte in N stellenweise blaue Flächen. Um 6*30"2a wurde es wieder böig,
Wind 9, Böen 10 bis 11, doch‘ nahm nach 7*° der Wind wieder ab. Um 8a
Wind 8, Böen 10, der Regen hörte auf, die Pausen zwischen den Böen wurden
länger, von 9.30” bis 9*45"a aber wieder eine steife Böe (10) aus SzW. Auch
später traten noch verschiedentlich Böen von Stärke 8 auf. Indessen wurde der
Wind in den Zwischenzeiten allmählich leichter, so dafs er gegen Mittag bis auf
6 und gegen 6" p, nachdem er sich um 2* 20” p nach SSO gedreht hatte, bis zur
Stärke 4 abgeflaut war.. Nach 9"20”p kamen keine Böen mehr vor, und. der
Wind war stetig (4). Das Barometer, das von 3“20” a im Steigen begriffen war,
stand um 4a auf 741,0, um 5%a auf 744,0, um 6*a auf.748,5, um 7a auf 750,6,
um 8" a auf 755,2, um 10% a auf. 754,2, um Mittag auf 755,2, um 2*p auf 754,6,
um 4"p auf 754,6, um 6° p..auf 755,8, um 8" p-auf 757,0 .und um Mitternacht auf