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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1900. 
um 4*p hatte der Wind, nach NNW drehend, bis zur Stärke 8 abgenommen und 
war eine Stunde später bis zur Stärke 3 abgeflaut. Das Barometer an Bord von 
„Serbia“ ist nicht verglichen, weshalb die mitgetheilten Ablesungen hier nicht 
wiedergegeben sind. 
Nimmt man an, dafs das Centrum des Taifuns eine kurze Strecke süd- 
östlich von „Savoia“ und nordwestlich von „Serbia“ passirt ist, So ergiebt sich 
aus der Vergleichung der Oerter und Zeiten des Vorüberganges des Minimums 
für das Fortschreiten des Sturmfeldes NO 260 Sm in 7 Stunden oder 37 Sm in 
der Stunde, 
S. 5229. Vollschiff „Ferdinand Fischer‘, Kapt. M. Mark, 1899 September 24 bis 26 
auf 47,5° N-Br und 171,3° W-Lg. 
Einen schweren Sturm, der vielleicht mit dem der „Savoia“ vom 21. Sep- 
tember in Verbindung stand, hatte auf der Reise von Nagasaki nach Portland, 
Oregon, in mittlerer Länge des Nördlichen Stillen Ozeans das Vollschiff „Ferdi- 
nand Fischer“ zu bestehen. Der Sturm begann, nachdem der Wind schon 
48 Stunden aus SO bis S geweht hatte, mit rascher Zunahme der Stärke aus 
SSO bis SO, bei bedecktem Himmel, Regen und zunehmendem Fallen des Baro- 
meters am Abend des 24. September auf etwa 47,2° N-Br und 171,5° W-Lg. Von 
Mitternacht an stürmte es den ganzen 25, September hindurch orkanartig. Dabei 
holte der Wind allmählich und hin- und herschwankend bis SSW; das Barometer, 
das schnell von 758 mm auf 730 mm heruntergegangen war, hielt sich von 6'a 
bis 6" p auf nahezu gleicher Höhe, nur noch wenig mehr sinkend; Minimum um 
6"p 726,0 mm bei SSW 11 bis 12. Von dieser Zeit bis 2"a am 26, wüthete 
voller Orkan aus SSW bis SW; dann begann das Barometer rascher zu steigen 
und die Kraft des Windes abzunehmen, doch stürmte es noch fast den ganzen 
Tag hindurch aus SW bis WSW. Erst nach 8"p ging der Wind bis zur Stärke 7 
herunter. Das Schiff lag während der ganzen Zeit von 52 Stunden der Sturm- 
dauer auf St. B.-Halsen beigedreht. 
Auszug aus dem Journal des Schiffes „Ferdinand Fischer‘, 
Datum. v7, a 
1899 Uhrzeit 
N-Br W-Le 
Sept. 24 
Mittag 
4h p 
8hp 
Mittern 
46° 55‘ 172° 59 
Sept. 25 | 4ha 
ha 
Mittag : 
47° 34 171° 17 
Ab p 
6b p 
hp 
| 
| 
Mittern. 
Sept. 26 
4ha 
Sh 2 
Mittag | 47° 51‘ ' 170° 07‘ 
4bp 
8hp‘ | 
Mittern. 
Wind 
SSW 3 
S5ö 
SSO7 
So 11 
SSo 11 
SZW 11—12 
SSW 11 
SSW 11 
SSW 11 
SSW 12 
SW 12 
SW 12—11 
SW 11 
SW 10 
WSW 10 
SWzS 9-58 
SW7 
Zar. 
am 
red. 
Wetter 
757,4 , 
756,2 | 
754,5 
743.0 
o pP 
or 
o4r 
o4r 
732,7 
727,3 
oqr 
9 
728,8 
727,0 
126,0; 
727,3 
os 
oqm 
cam 
729,7 
oqr 
735,8 0oq 
a1ıl 09 
745,5 o0q 
748,7 oq 
7524  8q 
1583 0% 
Bemerkungen 
Einzelne Regeuschauer., 
Auffrischend, Regen, mäfsiger Secgavg. 
Zunehmend, anhaltend starker Regen, anlaufende See, 
Zum schweren Sturm anwachsend. Um 8h Jegten bei. 
Anhaltender schwerer Sturm, bedeckt, Regen. 
Schwere Böen von kurzer Dauer. Sehr hohe See; ge- 
brauchten Oel. 
Harter Sturm mit schnell aufeinander folgenden Böen, 
Orkanböen, die das Wasser schaumartig vor sich hertreiben. 
Zeitweise Sonnenschein und klar im Zenith. 
Gänzlich bedeckt, rasende Böen, immer noch zunehmend 
furchtbare See. Untermarssegel, Sturmbesan und Vor- 
stängenstagsegel in Fetzen. Das Schiff rollt hülflo: 
schrecklich in der gewaltigen See. 
Jeder Versuch, ein Segel hinten auszubringen, ist erfolglos 
Brachten Presenning im Luv-Kreuzwant an. Gebrauchten 
Oel, bekamen keine Brechseen an Deck. 
Anhaltender Orkan. Furchtbare ‚See. 
Böen etwas nachlassend. 
Wind und See etwas abnehmend. 
Sturm mit Böen, bezogen 
Nachlassend, Wetter aufklarend, 
Noch einige heftige Böen mit Regen.
	        
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