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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

Datum | 5 
1900 Zeit 
Sept. 21 
4ba 
ha 
Mittag 
4h np 
8bp 
Mittern.. 
Sept. 22 | 4ha 
8ha 
Mittag 
4hp 
sh 
PP 
Mittern. 
Dinklage: Berichte über schwere Stürme, 
a 
fe nu? 
N-Br | O-Lg 
Wind 
an : 
mm | 
red. 
Wetter 
Bemerkungen 
09 
010 
753,7 
755,1. 
orq 
qor 
Sehr hohe wilde See, Wind in schweren Böen wehend. 
Bis 6h anhaltender Regen, später nur in Böen. Viele Gegen- 
stände von Deck geschlagen. KRuderkasten und Achter- 
kompafs weggewaschen, Hielten die Maschine etwas unter 
halber Kraft, . 
Ruderstopfbüchse los und Ruderkeite gebrochen. Strom 
N70°0 67 Sm. . 
Um 2b beulte eine schwere Brechsee die Platten zwischen zwei 
Spanten ein und schlug mehrere Nieten heraus, Mächtig 
wilde See. 
Das Schiff nimmt schwere Brecher über. 
Unverändert schwerer Sturm. 
33° 35’ 
136° 46' 
OzN 10—11 
010 
755,0| 
gqor 
755,0 | qaro 
OzN 10 
OzN 10 
7545| qro 
7555] aro 
ONOS9 
756,0 | gro 
Wind und See etwas abnehmend. Gebrauchten seit gestern 
Oel, sahen jedoch keinen Erfolg. 
Wie vorher. 
Strom S85°0 56 Sn. 
Von 1h 10m gingen volle Kraft und steuerten nordwärts auf 
Omai Saki. 
50m Omai Saki NNW!/2W 15,5 Sm. Wind und See ab- 
nehmend, setzten Ventilatoren auf, 
L1b 30m Rock - Insel - Feuer NO5%0 1 Sm. Zwischen Omai 
Saki und Rock-Insel der Strom stark in die Bucht setzend. 
33° 32 ' 138° 13’ 
ONO 9 
ONO 9 
0ONOS 
758,6) qro 
1886! gro 
758,8‘ qro 
ONO6 
7611| aro 
104! e 
Am nächsten Morgen um 7" 20" ankerte Dampfer „Savoia“ vor Yokohama, 
D. 3990. Derselbe Dampfer, 1899 Oktober 7 auf 33° N-Br und 135° 0-Lg. 
Einen zweiten Taifun überstand „Savoia“ ebenfalls unweit der südlichen 
Japan-Küste am 7. Oktober 1899, einen Tag, nachdem Kobe verlassen worden 
war, Zum Unterschiede vom vorigen Sturm war dieser nur von kurzer Dauer. 
Er begann, nachdem der Dampfer um 7"p am 6. in Fahrt gegangen war, in der 
Nacht zum 7. Oktober mit zunehmendem, von anhaltendem heftigen Regen be- 
zleiteten Winde aus NNO. Von Mitternacht an wehte voller Sturm aus NzO. 
Der Kapitän legte das Schiff um 2*a mit langsam gehender Maschine vor den 
Wind, mufste aber eine Stunde später an den Wind gehen. Heftiger Sturm, 
schwere See, die Meeresoberfläche vollständig in Gischt gehüllt. Sehr schwere 
Böen, heftiger Regen. Nachdem der Dampfer etwa eine Stunde auf B.B.-Halsen 
gelegen, ging er um 4"a auf St. B.-Halsen; von 5* an hielt man aber den Wind 
wieder recht von hinten. Von 4" bis 8a orkanartiger Sturm (1L bis 12) aus 
NzO, furchtbare Böen, Regen; die See aus O und N beständig an Stärke zu- 
nehmend, viele Brechseen an Deck. . Nach 8"a nahm der Sturm ab und holte 
westlicher: um 10" N 10, um Mittag NNW 10, um 4°p NW8, um 8 NW8, 
Zuerst noch sehr hohe See, aber auch diese gegen Abend abnehmend. Von Mittag 
an kein Regen mehr, abklarende Luft. In der Nacht heiter und gutes Wetter, 
Das Barometer, welches sehr rasch fiel, erreichte seinen tiefsten Stand von 
738,9 mm zwischen 4* und 8a bei NzO 11 bis 12. Es war seit 8"p am 6. Ok- 
tober in 8 Stunden um etwa 15mm gefallen und stieg um ebenso viel in den 
nächsten 12 Stunden nach dem niedrigsten Stande. 
Nach den Beobachtungen vom Dampfer „Serbia“, die der Seewarte zu- 
gegangen sind, ging der letzte Taifun auch über Yokohama hinweg, wo sich der 
Dampfer um die Zeit befand. Der Sturm begann hier aus SzO und wehte aus 
dieser Richtung mit der Stärke 8, zunehmend bis 10, vom Mittag am 7. Oktober 
bis 1%/2" p; dann drehte sich der Wind, auf die Stärke 10 bis 11 anwachsend, 
östlicher bis SO, ging aber von 2!/a®p an wieder auf SSO zurück. Um 2*44"p 
wurde die größte Windstärke, 11 bis 12, notirt. In den nächsten Minuten nach 
8" p, zur Zeit des tiefsten Barometerstandes, flaute es aus SSO bis zur Stärke 7 
ab; dann lief der Wind um 3° 10"p um, zuerst nach WSW und wenige Minuten 
später. nach NW. Um 3*380"p hatte er, nachdem er mit Stärke 7 begonnen, 
sich schon: wieder zum vollen Orkan (11 bis 12) gesteigert. Doch war der 
Sturm von dieser Seite noch von kürzerer Dauer als der von der Südseite; schon
	        
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