Zur. Küstenkunde. Südwestafrikas zwischen Kamerun und Kapstadt.
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Die beiden Vulkankegel nördlich vom Quanwas-Gebirge in O03/3N, Abstand. 61/2 Sm.
Das Quanwas-Gebirge in SO, ‚Abstand 5 Sm von der Küste.
. Einige Meilen nördlich vom: Omaruru - Flusse bis zur Walfisch - Bucht hin
wurde ‚eine deutliche Veränderung der Farbe des Wassers, von blau in grün,
wahrgenommen,
]IV. Von Swakopmund nach Lüderitz-Bucht.
Die in der britischen Admiralitäts - Karte No. 632 verzeichnete. Bake,
etwa 14,5 Sm südlich von der Pelikan-Huk, ist nicht vorhanden. Die ausspringende
Küste‘ nordöstlich von Hollam’s Bird.- Insel kam in SW etwa 8 Sm entfernt in
Sicht und wurde in 200 m Abstand passirt; sie erwies sich als gute Land-
marke. Die Insel war mit Seehunden und Möven dicht bedeckt; rings herum
herrschte starke Brandung. Die in N und SW vorgelagerten Riffe waren wegen
der Brandung gut auszumachen. Die Kuppen des Sylvia-Hügels waren weniger
„scharf“ zu bezeichnen. Es scheint nicht rathsam, den Schiffsort nach Peilungen
von längs der Küste führenden Ketten von Sandhügeln zu bestimmen, da es sehr
schwierig ist, aus der grofsen Anzahl der Hügel einen in der Karte verzeichneten
Hügel auszumachen, Der kegelförmige Hügel, etwa 9Sm nördlich von der Lüderitz-
Bucht, erwies sich als gute Landmarke. Er liegt vor,einer hohen Gebirgskette,
was aus der Karte nicht zu ersehen ist. Die vor der Lüderitz-Bucht liegenden
Inseln hoben sich vom Hinterlande fast gar nicht ab, so dafs die Einfahrt in die
Bucht von NW aus schlecht auszumachen war. Das Kreuz auf dem Nautilus-
Berge, welcher infolge gleicher Höhe. mit den dahinter liegenden‘ Gebirgsketten
sich nur wenig von diesen abhebt, war nicht auszumachen. Zwischen Halifax-
Insel und Diaz-Huk sind keine guten Landmarken. Zahlreiche Baken, von Ver-
messungsarbeiten herrührend, führen. irre, da sie auch in den neuen Karten nur
zum Theil eingezeichnet. sind; z. B. fehlt die Bake auf der Haifisch-Insel in der
Karte. Angra-Klippe war erst ziemlich ‚spät auszumachen und nur an der darauf
stehenden Brandung zu ‚erkennen. Die Felsen‘ fallen bei Niedrigwasser. etwa
1%. m trocken. ;
V. Von Lüderitz-Bucht bis Kapstadt.
Die Küstenumrisse sowie die Lage einzelner Berge und Inseln auf der
Westseite der Angra - Bucht scheinen ‘in. den alten englischen Karten unrichtig
eingezeichnet zu sein. Während der Reise war bei klarem Wetter der Wind
stets frisch; bei bewölktem Himmel aber wär der Wind leicht, die See ruhig.
Die Einfahrten in die Saldanha - Bucht bieten keine Schwierigkeiten. Shooner-
Klippe. ist eine sehr gute Ansteuerungsmarke., Beim Einlaufen wurde die Durch-
fahrt zwischen Houtjes - Huk_ und Markus - Insel, beim Auslaufen die Durchfahrt
zwischen Markus - Insel’ und Eland- Huk benutzt. Beim Auslaufen wehte in der
Bucht gleich nach dem Passiren ’der Houtjes - Huk Südsüdwestwind, Stärke. 8,
wohingegen nach dem Verlassen der Bucht Südwind, Stärke 4 bis 5, wehte, wie
dies auch im „Africa Pilot“ erwähnt ist. nn a Ka a
Die Bucht ist rings herum von kleinen Bauerngütern umgeben. Größere
Viehheerden und mit Gerste und Weizen bestellte Felder zeugten, wie auch, die
Wohnhäuser, von. einem gewissen Wohlstand... Landwirthschaft wird in grofsem
Mafsstabe‘ von Kapburen betrieben, Fischerei von Kapnegern.. Die. Fischbeute
wurde auf einer im südlichen Theile der Bucht verankerten Bark-Hulk gesammelt.
Ann, d. Hydr. efte., 1900, Heft VI.