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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

Ann. d. Hydr. ete., XXVII. Jahrg. (1900), Heft VI. 
ge 
Puerto de la Luz (Gran Canaria).” 
(Hierzu Tafel 7.) 
A, Hafensignale. 
Aus dem Reisebericht S, M. S. „Nire“, Kommandant Freg.-Kapt. v. Basse. November 1899. 
1. Schiffsmeldesignale werden von der Lloydsignalstelle, auf der Halb- 
insel Isleta gemacht, wie Tafel 7 zeigt. 
2. Kohlensignale, die von Dampfern mit den Flaggen des internationalen 
Signalbuches zur Bestellung von Kohlen bei den Firmen Müller & Co. oder 
Blandy Brs. & Co. gemacht werden, wie folgende Uebersicht zeigt, müssen 
zwischen .den Masten gehifst werden. Diese Signale werden von der Signal- 
stelle auf Isleta wiederholt. ‚Die angerufene Firma hifst zum Zeichen, dafs das 
Signal verstanden ist, ihre Kontorflagge auf dem Geschäftshause in La Luz. Die 
Kohlenprähme werden dann sofort nach dem Ankern des Dampfers längsseit 
geschleppt. 
Kohlensignale für die Firma Müller & Co.: 
Flagge R = Kontorflagge der Firma; dient gleichzeitig als Anrufsignal. 
Stander B = 10 Tonnen Flagge P = 70 Tonnen. 
Flagge H = 20 S= 80 
J — 20 T= 90 
)” x C = 100 
) = 200 
F = 300 
G = 400 
Kohlensignale für die Firma Blandy Brothers & Co.: 
Ylugge 
T = Kontorflagge der Firma; dient gleichzeitig als Anrufsignal. 
:) Tonnen Flagge P = 80 Tonnen, 
7 » L = 90 % 
Wimpel C = 100 » 
) = 200 # 
\ 300 » 
400 » 
Keine Kohlen. 
Wasser. 
Stander ‚= 5 
Flagge K = 60 
R ”n 
B. Lootsenwesen, Ansteuerung, Hafeneinrichtungen. 
Aus dem Reisebericht S. M. S. „Charlotte“, Kommandant Kapt. z. S. Vüllers. Januar 1900. 
Lootsenwesen. Entgegen den Angaben in den „Ann. d. Hydr. etc,“ 1898 
und 1899 kam der Hafenlootse bei der Ankunit S; M. S. „Charlotte“ dem Schiffe 
schon, aufserhalb des Wellenbrechers entgegen und kam auch an Bord, um das 
Schiff auf den Ankerplatz zu bringen. Dies geschieht zu jeder Tageszeit, wenn 
das Schiff das Lootsensignal zeigt und die Witterungsverhältnisse es gestatten. 
Das Lootsenamt befindet sich in einem Holzhäuschen am Kopfe des südlichen 
Wellenbrechers. | 
Ansteuerung. Nach Angabe des Lootsen ist die Wassertiefe bis dicht 
an den Kopf des östlichen Wellenbrechers hinan 12 m; S. M. S. „Charlotte“ 
passirte denselben in einem Abstande von etwa 30 m. Solange bei der An- 
näberung an den Kopf des .Wellenbrechers der Leuchtthurm oder nachts das 
Feuer von Isleta durch den Berg, auf dem die Lloydsignalstation steht, verdeckt 
bleibt, befindet man sich in tiefem Wasser. Sobald jedoch der Leuchtthurm links 
frei vom Berge kommt, ist man zu dicht unter Land. Beim KEinlaufen in den 
Hafen thut man gut, sich dicht am Kopfe des östlichen Wellenbrechers zu halten, 
besonders wenn man die östlich vom St. Catalina- Fort. in. der Deckpeilung des 
Forts und der Mitte des unter ihm gelegenen Hauses liegende Untiefe noch nicht 
0 Vgl. „Ann. d. Hydr. etc.“ 1896, S. 300, .1898, S. 55, 1899, S. 236. 
Ann. d. Hvdr. ete.. 1000. Heft VL
	        
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